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Das ist etwas ganz kurzes, also gibt es auch nicht viel dazu zu sagen. Einige Sachen habe ich von meinem eigenen Leben übernommen aber das Meiste ist glaub ich ausgedacht. Also, lest es doch einfach und schreibt eine kleine review. Ich würde mich unglaublich freuen!
Sie steht zur selben Zeit am selben Ort; wie sie das jeden Tag tut. Die Menschen um sie herum sind auch immer die, die sie schon am Tag davor und davor und davor gesehen hat. Einige sieht sie bewusst an, setzt vielleicht sogar ein Lächeln für sie auf. An einigen aber sieht sie bewusst vorbei. Zwei oder drei von ihnen kennt sie schon zu lange. Trotzdem besteht kein Kontakt mehr und es ist nur noch peinliche Stille zwischen ihnen. Sie ist immer zu früh, oder zu spät, am Bahnsteig. Nie hat sie das Glück anzukommen wenn die U-Bahn gerade einrollt. Sie mag U-Bahnhöfe nicht. Sie sind ihr zu zügig, zu kalt und meist haben sie auch einen unangenehmen Geruch. Auf diesem Bahnhof gibt es meist einen stechenden alkoholischen, urinischen, mülligen Geruch. Sie nimmt ihn nur noch leicht war. Am Mittwoch riecht es hier aber nach Reinigungsmitteln. Manchmal sieht sie den Putzmann auch noch. Er sieht immer müde aus aber jedes Mal wenn er in das Gesicht von einem Fahrgast sieht, egal wie grimmig dieser Mensch selbst guckt, huscht ihm ein kleines Lächeln übers Gesicht als ob dieser sein Beruf das Größte für ihn wäre. Trotzdem ist sie jedes Mal froh, wenn die U-Bahn schließlich einrollt. Alle diese Gerüche werden von dem starken Wind erfasst und für einen Moment lang verschwinden sie scheinbar völlig. So kommt es ihr auch immer mit ihren Haaren vor. Morgens braucht sie eine halbe Stunde um sie halbwegs herzurichten und die U-Bahn braucht etwa zwei Sekunden um sie wieder durcheinander zu wirbeln. Dann sitzt sie endlich in der Bahn. Sie sitzt immer auf dem gleichen Platz, wenn dieser nicht frei ist, steht sie. Sie weiß selbst, wie blöd das im Grunde ist, aber so ist sie halt. Ob sie sitzt oder steht, sie beobachtet die Leute um sie herum. Es sind zum größten Teil dieselben; die schlanke kleine Frau mit den kurzen braunen Haaren und der Brille, die immer ein buch dabei hat aber jedes Mal schläft. Zwei Plätze weiter die kleine dicke Frau mit der großen Brille, die die Fahrpläne jedes Mal von neuem studiert. Auf der anderen Seite sitzt der gutaussehenden Anwalt, der einfach nur dasitzt oder manchmal mit seinem Handy beschäftigt ist. Dann natürlich der Mann mit der Brille, der immer zwei Bier trinkt, bevor er schließlich aussteigt. Sie findet ihn eklig. Natürlich gibt es da auch noch die Schüler. Von ihnen sind immer viele da, meist andere, aber einige erkennt sie wieder. Der kleine Junge mit dem Rucksack, der ihm viel zu groß ist und immer noch ein paar Hausaufgaben erledigt. Das kleine Mädchen, was immer ängstlich aussieht. Zwei Mädchen, von denen das eine ununterbrochen redet und das andere, meist noch müde aussehend, nur nickt. Auf ihrer Strecke scheint kaum jemand ein-und auszusteigen. Der Biertrinker steigt zwei Stationen vor ihr aus und einige Schulkinder ein. Der Anwalt scheint immer sitzenzubleiben, die schlafende Frau auch. Die Fahrplan-Frau steigt eine Station vor ihr aus. Schließlich steigt sie dann auch selbst aus. Sie läuft ihren gewohnten Weg und trifft wieder diese Menschen. Einige folgen ihr zum Bus, andere kreuzen nur ihren Weg. An der Bushaltestelle angekommen, muss sie wieder warten. Aber die Busfahrt ist eine vollkommen andere Geschichte.
ENDE
So das war es also. Hoffe, es hat euch gefallen. Hat jedenfalls Spass gemacht zu schreiben. Written by Anika