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Fiction » Manga » Avalon font: B s : A A A . width: full 3/4 1/2
Author: Artemis1000
Fiction Rated: M - German - Romance/Angst - Reviews: 10 - Published: 05-19-03 - Updated: 09-15-03 - id:1306433

Autor: Artemis ()
Disclaimer: Avalon Palace ist meine Geschichte.
Rating: Dieses Kapitel G, insgesamt wohl R
Kapitel: Prologe
Inhalt: Wenn der Tourist Ral als Dankeschön für das Retten einer alten Dame ihren Anteil an einem mysteriösen Gebäude bekommt und sich entscheidet, dort zu bleiben, da er eh eine Bleibe braucht, hat er keine Ahnung, was für einen verhängnisvollen Fehler er macht... Denn der Avalonpalast ist das Zuhause des mächtigen Magiers Samaih, dessen Seele vor 1500 Jahren durch einen Fluch mit Avalon verbunden wurde, kann sein Gefängnis nicht verlassen und auch nicht sterben...
Warnungen: Nun, wer schon welche meiner anderen Geschichten kennt, wird sich wohl schon denken, daß dies Slash/Shounen-ai ist. Es kommt viel Magie vor und auch etwas Angst (eigentlich sollte es Horror werden, aber ich habe die Hoffnung aufgegeben, daß ich jemals ne anständige Horrorgeschichte schreiben werde).

Avalon
Artemis

Prolog

Er war schon immer alleine gewesen.

Viele, viele Jahrhunderte, vielleicht ein Jahrtausend, vielleicht zwei. Er wußte nicht, wann er das letzte Mal draußen gewesen war, in der richtigen Welt.

Avalon.

Er hatte es selbst gebaut um ihm ein Palast, eine Burg und ein Zufluchtsort zu sein.

Jetzt war es sein Gefängnis.

Der Fluch konnte nicht gebrochen werden. Wenn er, der stärkste Magier seiner Zeit, es nicht geschafft hatte, dann würde es auch sonst niemandem gelingen. Er hatte es wirklich versucht, hatte jeden Gegenzauber ausprobiert, von dem er jemals gehört hatte, doch keiner zeigte auch nur die geringste Wirkung auf den Fluch, der sein Leben zerstört und ihn zu einer Existenz unvergänglichen Leidens verdammt hatte.

So hatte er jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr mit dem Warten verbracht auf jemanden, der ihm diesen so schmerzlich vermißten Kontakt zu der Außenwelt geben konnte.

Manchmal würden neugierige Kinder nahe an Avalon herankommen und er würde sie fühlen, hoffen, daß sie hereinkommen würden. Er liebte die Gesellschaft von Kindern. Sie verurteilten ihn niemals und sie hörten sogar interessiert zu, wenn er ihnen von seiner Vergangenheit erzählte, sie verstanden besser als die Erwachsenen. Die Erwachsenen waren immer zu beschäftigt mit sich selbst und ihrem eigenen Leben.

Die Erwachsenen wollten immer etwas von ihm, sahen in ihm nur ein Mittel zum Zweck. Manche verlangten, daß er für sie zauberte, andere wollten in seinem Palast leben, aber ohne ihn, manchmal wollten sie die Reichtümer in Avalon stehlen und wieder andere wollten ihn nur töten da sie in ihm eine Kreatur des Teufels sahen.

Kinder kamen selten zu ihm.

Von frühester Kindheit an wurden sie gewarnt, niemals zu nah an den Palast heranzugehen, da er von Satan selbst verflucht worden sei, weil niemals jemand wieder herausgekommen sei oder weil sich dort Zauberer und Hexen eingenistet hatten. Die vernünftigeren Eltern, die nicht an die alten Legenden glaubten, die sich um den Avalonpalast rankten, wollten ihre Kinder aus Sicherheitsgründen nicht hereingehen sehen, da der Palast kurz vor dem Auseinanderfallen zu stehen schien.

Und wenn Kinder einmal kamen, dann blieben sie nicht lange.

Immer mußten sie wieder nach Hause gehen und er konnte sich nicht dazu bringen, sie zum Bleiben zu überreden, ganz egal, wie sehr er wollte. Er war herzlos geworden über die Jahrhunderte verbracht in Einsamkeit, noch herzloser, als er es lebendig schon gewesen war, aber er war nicht herzlos genug, um Kinder ihren Familien zu entreißen.

Die Erwachsenen interessierten sich nie sonderlich für ihn, wenige blieben.

Und wenn sie blieben, dann niemals für lange.

Die meisten blieben nur ein paar Stunden, andere verbrachten ihre Ferien hier, benutzten Avalon als kostenloses Hotel, oder sie zogen ein und blieben ein paar Jahre.

Dies waren immer seine glücklichsten Jahre.

Doch sie endeten jedes Mal mit Tränen und verletzten Gefühlen. Denn die sterblichen Hausgäste würden nicht für immer bei ihm bleiben, im Endeffekt wieder in die sterbliche Welt zurückkehren wollen.

Niemand von ihnen war bereit, sein Schicksal zu teilen und nach seinem Tod seine Seele im Avalonpalast gefangen werden zu lassen. Daher waren sie auch immer ängstlich, sie würden in Avalon sterben oder er würde sie sogar töten. Es spielte keine Rolle, wie oft sie behaupteten, sie würden ihn lieben, sie ließen ihn immer alleine zurück.

Und jedes Mal wurde die Einsamkeit schlimmer.

Jedes Mal brach sein Herz ein Stück mehr und er hatte Angst, irgendwann würde gar nichts mehr übrig sein.

Also hatte er sich entschieden, drastische Maßnahmen zu ergreifen.

Als sein letzter menschlicher Liebhaber in die menschliche Welt zurückkehrte schwor er sich, sich niemals wieder so verletzten zu lassen. Den nächsten Menschen, der zu ihm kam, den würde er nicht wieder gehen lassen, auch, wenn er Gewalt anwenden mußte, um sein Ziel zu erreichen.

Selbst, wenn er sie höchstpersönlich töten mußte...

Tbc...



© Copyright 2003 Artemis1000 (FictionPress ID:57995).


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