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Agekubi
Jap. hoher Nacken, chinesischer Stehkragen
Appretur
Verfahren, durch die Textilien in ihrem Aussehen und
Eigenschaften verbessert werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch
auch die Behandlung mit Wäschestärke.
Ato Zome
Jap. später färben. Kimono, der als fertiges Gewebe gefärbt und bemalt wird.
Ausrüstung
Mechanische und chemische Veredelungsarbeiten, durch die Textilien weiterverarbeitungsfähig gemacht werden.
Beizmittel
Mittel, das die chemische Struktur der bearbeiteten (Textil-) Faser so beeinflußt, daß Farbe besser eindringen kann.
Besatz
Eigentlich ein angesetztes Stoffstück, das zum Verstürzen von Nahtkanten benutzt wird. Hier die halben Bahnen, die vorne auf der Innenseite der Leibbahnen angebracht werden.
Bindung
Art der Verbindung von Kett- und Schußfäden, die zusammen ein bestimmtes Bindungsbild oder Muster ergeben.
Chuburisode
Furisode mit halblangen Ärmeln, 90cm lang.
Daimon
Robe der Heian-Zeit, im Schnitt der hitare ähnlich.
Daimyou
Dem Shogun unterstellter Feudalherr
Date jime
Obi-Accessoire, das verwendet wird, um den Obi in der richtigen Stellung zu halten.
Date maki
Obi-Accessoire
Einlaufen
Siehe Einsprung
Einreihen
Raffen einer weiten Stoffbahn. Es wird eine Doppelreihe weiter Vorstiche genäht und der Stoff auf diesen Stichen zusammengeschoben.
Einsprung
Maß für die Flächenverkleinerung eines Gewebes durch Waschen. Angegeben in Prozent.
Eri
Jap. Kragen
Fixierung
Prozeß beim Färben, der von Außen aufgebrachte Färbemittel (wasserfest) mit den gefärbten Fasern verbindet. Bei japanischen Seidenfärbetechniken geschieht das mit 100°C heissem Wasserdampf.
Fudangi
Jap. Alltagskleidung, informelle Kleidung
Fukuro Obi
Standardobi, 27cm breit und 4m lang.
Furisode
Jap. Flatterärmel. Kimonotyp mit langen Ärmeln für junge unverheiratete Frauen. Ärmellänge variiert von 75cm bis 105cm.
Gesponnene Seide
Auch Schappe oder Bourette. Seide minderer Qualität, die aus der Deckschicht und den Rändern des Kokons gewonnen wird. Die Fasern der Flockseide sind kurz und müssen vor der Verarbeitung zu einem Faden versponnen werden.
Geta
Sandalenart, die zu Kimono getragen wird, vergleichbar mit westlichen Trippen
Hadajuban
Unterhemd, Teil der jap. Kimonounterkleidung
Hakama
Jap. Rockhose, die optional mit oder ohne Hosenbeine
hergestellt wird. Teil der formellen Herrenkleidung. Wird auch von
Frauen getragen.
Im Westen wird sie in abgewandelter Form im
Kampfsport (zB. Aikido) verwendet.
Hakoseko
Geldbeutelartiger Beutel der Muromachi-Zeit, den Frauen zwischen den Kragenenden des Kimono befestigen, heute Teil der jap. Brautkleidung
Haniwa
Figuren aus der Kofun-Zeit, die als Grabbeigabe dienten.
Hanten
Informelle Jacke
Haori
Jackenart, Teil der modernen zeremoniellen Männerkleidung
Haregi
Jap. Kleidung für besondere Anlässe, formelle Kleidung im Kontrast zu Fudangi.
Haspelseide
Seide erster Qualität, die als Endlosfaden aus der mitteren Schicht des Kokons der Maulbeerspinner-Puppen gewonnen wird, pro Kokon etwa 700-1000m.
Hire
Schleier, der von jap. Schamanenpriesterinnen getragen wurde, Teil des Juuni-Hitoe
Juuni-Hitoe
Jap. 12 Schichten. Zeremonielle Damenkleidung der Heian-Zeit.
Kamon
Jap. Familienwappen
Karaginu
Jackenart, Teil des Juuni-Hitoe
Kette
Längs auf einem Webstuhl gespannte Fäden. Werden für die Bindung bewegt.
Kimono
Jap. für Kleidungsstück. Verwendet für ein knöchellanges Wickelgewand aus Seide, das mit einem breitem Gürtel, dem Obi, getragen wird.
Kofurisode
Furisode mit kurzen Ärmlen, 75cm lang.
Konturenfarbe
Paste, die auf Seide und andere fließfreudige Stoffe aufgetragen wird, um das Auslaufen der später aufgetragenen Farben zu verhindern.
Kosode
Jap. Kleiner Ärmel. Vorgänger des Kimono.
Ko-Uchigi
Informelle Robe der Heian-Zeit, die an Formalität gewann.
Leibbahnen
Längste Stoffbahnen des Kimono, die Rücken und Vorderteil bilden und rechts und links am Hals vorbei geführt werden.
Leinwandbindung
Einfaches unter-über-unter - Verkreuzen von Kett- und Schußfäden nach Art des Stopfens. Grundbindung für Gewebe.
Links
Die Unterseite des Stoffes.
Maru Obi
Formeller Obi, 65cm breit und 4m lang.
Mo
Langer Rock aus den Anfängen der japanischen Geschichte
Musterblatt
Feines Papier oder dünner Stoff, auf das ein Muster gezeichnet ist, das auf einen anderen Stoff 1:1 übertragen wird.
Nagajuban
Unterkimono
Nesselstoff
Auch Nesseltuch. Leinwandbindige Baumwoll- oder Chemiefasergewebe, dievom Hersteller unbehandelt bleiben.
Noushi
Formelle Robe der Heian-Zeit
Obi
Ein breiter Gürtel zum Kimono.
Oburisode
Furisode mit vollen Ärmeln, 105cm lang.
Ousode
Jap. Großer Ärmel. Ärmel an der Daimon-Robe.
Ouyoroi
Samurairüstung
Rechts
Die (von Aussen sichtbare) schöne Oberseite des Stoffes.
Saki zome
Jap. vorher färben. Kimono, der aus vor dem Weben gefärbten Materialien hergestellt wird.
Schuß
Fäden, die quer über die Breite der Kette laufen.
Shigoki-Obi
Schaal, der um 1800 verwendet wurde, um den Kimono zu raffen.
Shougun
Oberster Kriegsherr, von der Kamakura-Zeit bis zur Edo-Zeit Herrscher Japans.
Sokutai
Zeremonielle Robe der Heian-Zeit
Stoffbruch
Beim Falten einer Stoffbahn entstehende Kante. In der Regel parallel zur Webkante, hier auch rechtwinklig zur Webkante möglich.
Suikan
Informelle Kleidung der niederen Adelsränge und Normalbürger in der Heian-Zeit
Suou
Formelle Robe der Muromachi-Zeit
Susoyoke
Jap. Halbslip. Eine Art Wickelrock, Teil der trad. Kimonounterkleidung
Tabi
Socken mit einem Trennstück zwischen dem großen Zeh und den restlichen Zehen.
Tan
Alte japanische Maßeinheit für Ballenseide. 1 Tan entspricht 38cm Webbreite und einer Länge von 10,6m. Aus diesem Ballen kann genau ein Alltagskimono hergestellt werden.
Tarikubi
Jap. überlappender Nacken. Überlappender Kimonokragen.
Tomesode
Ärmelform bei Kimono, vergleichbar etwa mit westlichen Jackenärmeln
Tomesode
Kimono, der von verheirateten Frauen getragen wird. Ärmellänge 55-70cm.
Tsumugi
Kimono, der aus saki zome - Stoff hergestellt ist.
Uchihi
Ungefütterter Kimono. Teil des Juuni-Hitoe.
Uchikake
Zeremonielle Winterdamenrobe der Heian-Zeit, heute Teil der jap. Brautkleidung.
Wafuku
Jap. japanische Kleidung im Gegensatz zu westlicher Kleidung
Webkante
Gewebte Stoffkante, im Gegensatz zur Schnittkante.
Yofuku
Jap. westliche Kleidung im Gegensatz zu japanischer Kleidung
Zouri
Formellere Sandalenart, die zum Kimono getragen wird.
5.2 Verwendete LiteraturDillmont, Thérèse du: Enzyklopädie der weiblichen Handarbeiten. Leipzig: Reprint-Verlag-Leipzig, Nachdruck von 1893.
DTV Brockhaus Lexikon. Mannheim: DTV, 1988
Japan Information Network: Japan Atlas: Traditional Crafts. Internet, 2002.
Jennet C. Taylor: Beyond Fluttering Sleeves: An Exhibit of Japanese Kimono. Internet, 2002.
Kircher Ursula: Textilfachwortregister mit Schwerpunkt auf Handweberei und Drumherum. Internet, 2002.
Marshall, John: Make your Own Japanese Clothes. Tokyo: Kodansha, 1988
Neuss-Kaneko, Margret: Familie und Gesellschaft in Japan: von der Feudalzeit bis in die Gegenwart. München: Beck, 1990
NJL Fabrics: Silk Care. Internet, 2002.
Oshima Tsumugi. Internet
Regensteiner, Else: Die Kunst zu Weben. München: Callwey, 1987.
Traditional Crafts of Japan: A Web Resource. Internet, 2002.
Transport Informations Serivce: Seide Warenseite. Internet, 2002.
Thea Bergermann Kimonoherstellung Seite 1 von 1