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Fiction » Essay » Eine Kimono Nähanleitung font: B s : A A A . width: full 3/4 1/2
Author: Ravana
Fiction Rated: K - German - General - Published: 06-01-03 - Updated: 06-09-03 - id:1317381
5 Anhang 5.1 Verwendete Begriffe

Agekubi

Jap. „hoher Nacken“, chinesischer Stehkragen

Appretur

Verfahren, durch die Textilien in ihrem Aussehen und Eigenschaften verbessert werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch auch die Behandlung mit Wäschestärke.

Ato Zome

Jap. „später färben“. Kimono, der als fertiges Gewebe gefärbt und bemalt wird.

Ausrüstung

Mechanische und chemische Veredelungsarbeiten, durch die Textilien weiterverarbeitungsfähig gemacht werden.

Beizmittel

Mittel, das die chemische Struktur der bearbeiteten (Textil-) Faser so beeinflußt, daß Farbe besser eindringen kann.

Besatz

Eigentlich ein angesetztes Stoffstück, das zum Verstürzen von Nahtkanten benutzt wird. Hier die halben Bahnen, die vorne auf der Innenseite der Leibbahnen angebracht werden.

Bindung

Art der Verbindung von Kett- und Schußfäden, die zusammen ein bestimmtes Bindungsbild oder Muster ergeben.

Chuburisode

Furisode mit halblangen Ärmeln, 90cm lang.

Daimon

Robe der Heian-Zeit, im Schnitt der hitare ähnlich.

Daimyou

Dem Shogun unterstellter Feudalherr

Date jime

Obi-Accessoire, das verwendet wird, um den Obi in der richtigen Stellung zu halten.

Date maki

Obi-Accessoire

Einlaufen

Siehe Einsprung

Einreihen

Raffen einer weiten Stoffbahn. Es wird eine Doppelreihe weiter Vorstiche genäht und der Stoff auf diesen Stichen zusammengeschoben.

Einsprung

Maß für die Flächenverkleinerung eines Gewebes durch Waschen. Angegeben in Prozent.

Eri

Jap. „Kragen“

Fixierung

Prozeß beim Färben, der von Außen aufgebrachte Färbemittel (wasserfest) mit den gefärbten Fasern verbindet. Bei japanischen Seidenfärbetechniken geschieht das mit 100°C heissem Wasserdampf.

Fudangi

Jap. „Alltagskleidung“, informelle Kleidung

Fukuro Obi

Standardobi, 27cm breit und 4m lang.

Furisode

Jap. Flatterärmel. Kimonotyp mit langen Ärmeln für junge unverheiratete Frauen. Ärmellänge variiert von 75cm bis 105cm.

Gesponnene Seide

Auch Schappe oder Bourette. Seide minderer Qualität, die aus der Deckschicht und den Rändern des Kokons gewonnen wird. Die Fasern der Flockseide sind kurz und müssen vor der Verarbeitung zu einem Faden versponnen werden.

Geta

Sandalenart, die zu Kimono getragen wird, vergleichbar mit westlichen Trippen

Hadajuban

Unterhemd, Teil der jap. Kimonounterkleidung

Hakama

Jap. Rockhose, die optional mit oder ohne „Hosenbeine“ hergestellt wird. Teil der formellen Herrenkleidung. Wird auch von Frauen getragen.
Im Westen wird sie in abgewandelter Form im Kampfsport (zB. Aikido) verwendet.

Hakoseko

Geldbeutelartiger Beutel der Muromachi-Zeit, den Frauen zwischen den Kragenenden des Kimono befestigen, heute Teil der jap. Brautkleidung

Haniwa

Figuren aus der Kofun-Zeit, die als Grabbeigabe dienten.

Hanten

Informelle Jacke

Haori

Jackenart, Teil der modernen zeremoniellen Männerkleidung

Haregi

Jap. „Kleidung für besondere Anlässe“, formelle Kleidung im Kontrast zu Fudangi.

Haspelseide

Seide erster Qualität, die als Endlosfaden aus der mitteren Schicht des Kokons der Maulbeerspinner-Puppen gewonnen wird, pro Kokon etwa 700-1000m.

Hire

Schleier, der von jap. Schamanenpriesterinnen getragen wurde, Teil des Juuni-Hitoe

Juuni-Hitoe

Jap. „12 Schichten“. Zeremonielle Damenkleidung der Heian-Zeit.

Kamon

Jap. „Familienwappen“

Karaginu

Jackenart, Teil des Juuni-Hitoe

Kette

Längs auf einem Webstuhl gespannte Fäden. Werden für die Bindung bewegt.

Kimono

Jap. für Kleidungsstück. Verwendet für ein knöchellanges Wickelgewand aus Seide, das mit einem breitem Gürtel, dem Obi, getragen wird.

Kofurisode

Furisode mit kurzen Ärmlen, 75cm lang.

Konturenfarbe

Paste, die auf Seide und andere fließfreudige Stoffe aufgetragen wird, um das Auslaufen der später aufgetragenen Farben zu verhindern.

Kosode

Jap. „Kleiner Ärmel“. Vorgänger des Kimono.

Ko-Uchigi

Informelle Robe der Heian-Zeit, die an Formalität gewann.

Leibbahnen

Längste Stoffbahnen des Kimono, die Rücken und Vorderteil bilden und rechts und links am Hals vorbei geführt werden.

Leinwandbindung

Einfaches unter-über-unter - Verkreuzen von Kett- und Schußfäden nach Art des Stopfens. Grundbindung für Gewebe.

Links

Die Unterseite des Stoffes.

Maru Obi

Formeller Obi, 65cm breit und 4m lang.

Mo

Langer Rock aus den Anfängen der japanischen Geschichte

Musterblatt

Feines Papier oder dünner Stoff, auf das ein Muster gezeichnet ist, das auf einen anderen Stoff 1:1 übertragen wird.

Nagajuban

Unterkimono

Nesselstoff

Auch Nesseltuch. Leinwandbindige Baumwoll- oder Chemiefasergewebe, dievom Hersteller unbehandelt bleiben.

Noushi

Formelle Robe der Heian-Zeit

Obi

Ein breiter Gürtel zum Kimono.

Oburisode

Furisode mit vollen Ärmeln, 105cm lang.

Ousode

Jap. „Großer Ärmel“. Ärmel an der Daimon-Robe.

Ouyoroi

Samurairüstung

Rechts

Die (von Aussen sichtbare) „schöne“ Oberseite des Stoffes.

Saki zome

Jap. „vorher färben“. Kimono, der aus vor dem Weben gefärbten Materialien hergestellt wird.

Schuß

Fäden, die quer über die Breite der Kette laufen.

Shigoki-Obi

Schaal, der um 1800 verwendet wurde, um den Kimono zu raffen.

Shougun

Oberster Kriegsherr, von der Kamakura-Zeit bis zur Edo-Zeit Herrscher Japans.

Sokutai

Zeremonielle Robe der Heian-Zeit

Stoffbruch

Beim Falten einer Stoffbahn entstehende Kante. In der Regel parallel zur Webkante, hier auch rechtwinklig zur Webkante möglich.

Suikan

Informelle Kleidung der niederen Adelsränge und Normalbürger in der Heian-Zeit

Suou

Formelle Robe der Muromachi-Zeit

Susoyoke

Jap. „Halbslip“. Eine Art Wickelrock, Teil der trad. Kimonounterkleidung

Tabi

Socken mit einem Trennstück zwischen dem großen Zeh und den restlichen Zehen.

Tan

Alte japanische Maßeinheit für Ballenseide. 1 Tan entspricht 38cm Webbreite und einer Länge von 10,6m. Aus diesem Ballen kann genau ein Alltagskimono hergestellt werden.

Tarikubi

Jap. „überlappender Nacken“. Überlappender Kimonokragen.

Tomesode

Ärmelform bei Kimono, vergleichbar etwa mit westlichen Jackenärmeln

Tomesode

Kimono, der von verheirateten Frauen getragen wird. Ärmellänge 55-70cm.

Tsumugi

Kimono, der aus saki zome - Stoff hergestellt ist.

Uchihi

Ungefütterter Kimono. Teil des Juuni-Hitoe.

Uchikake

Zeremonielle Winterdamenrobe der Heian-Zeit, heute Teil der jap. Brautkleidung.

Wafuku

Jap. „japanische Kleidung“ im Gegensatz zu westlicher Kleidung

Webkante

Gewebte Stoffkante, im Gegensatz zur Schnittkante.

Yofuku

Jap. „westliche Kleidung“ im Gegensatz zu japanischer Kleidung

Zouri

Formellere Sandalenart, die zum Kimono getragen wird.

5.2 Verwendete Literatur

Dillmont, Thérèse du: Enzyklopädie der weiblichen Handarbeiten. Leipzig: Reprint-Verlag-Leipzig, Nachdruck von 1893.

DTV Brockhaus Lexikon. Mannheim: DTV, 1988

Japan Information Network: Japan Atlas: Traditional Crafts. Internet, 2002.

Jennet C. Taylor: Beyond Fluttering Sleeves: An Exhibit of Japanese Kimono. Internet, 2002.

Kircher Ursula: Textilfachwortregister mit Schwerpunkt auf Handweberei und Drumherum. Internet, 2002.

Marshall, John: Make your Own Japanese Clothes. Tokyo: Kodansha, 1988

Neuss-Kaneko, Margret: Familie und Gesellschaft in Japan: von der Feudalzeit bis in die Gegenwart. München: Beck, 1990

NJL Fabrics: Silk Care. Internet, 2002.

Oshima Tsumugi. Internet

Regensteiner, Else: Die Kunst zu Weben. München: Callwey, 1987.

Traditional Crafts of Japan: A Web Resource. Internet, 2002.

Transport Informations Serivce: Seide Warenseite. Internet, 2002.

Thea Bergermann Kimonoherstellung Seite 1 von 1



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