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Author: Achtzehnzehn
Fiction Rated: K+ - German - General - Reviews: 3 - Published: 09-10-03 - Updated: 11-16-03 - id:1396311

Kapitel 4:

Es braucht nur eine Sekunde, vertrauen zu zerstören.

Es wieder zu gewinnen dauert ein ganzes Leben.

Wieder schlug er seine Augen auf.

Er lag auf einer Krankenstation... warum lag er hier?

Das letzte, an dass er sich erinnern konnte, war, dass schwarze Gestalten auf ihn zukamen, danach wusste er nichts mehr, aber er hatte das unbändige Gefühl, da würde noch etwas fehlen, ganz als ob man inmitten seines löchrigen Gedächtnisses eine weitere Grube ausgehoben hätte.

Eine junge Frau betrat den Raum, sie hatte schwarzes Haar und war recht klein, ihr Gesicht hatte Asiatische Züge.

„Guten morgen! Ich hoffe du hast dich von deiner Lungenentzündung erholt?“ Er stutze. Wieso hatte er vergessen, dass er schwer Krank im Wald zusammen gebrochen war? Wieso hatte er seine Gesundung als selbstverständlich hingenommen?

Hier war etwas faul, und zwar ziemlich. Als er merkte, dass sie eine Antwort erwartete, nickte er schnell und lächelte ein wenig, auch wenn er glaubte, dass ein blinder erkennen konnte, dass es aufgesetzt war.

Die Frau stellte sich als Doktor Cancer (ja, ich weiß, das nennt sich easteregg^^) vor und erklärte ihm, sein Name wäre Mike Survan.

„Ja dieser Name kommt mir vertraut vor“, dachte er, während sie ihm erklärte, dass er ihren Leuten ziemlichen Ärger gemacht habe. „Wir haben dich von Anfang an mitnehmen wollen, denn die whites waren hinter dir her, aber glücklicher weise haben wir dich doch noch schnell genug eingeholt.“ Mike stutze „WIE BITTE?! Sie gehören zu diesen Typen in schwarz?“ Sofort schob er sich von ihr weg, doch sie legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter und schenkte ihm ein warmes, ehrliches Lächeln. „Ganz ehrlich, wir wollten dir keine Angst einjagen. Liegt wohl an den schwarzen Umhängen, die unsere Agenten tragen...“

Mike blinzelte in ihre braunen Augen, die vor gütiger Offenheit schimmerten. Er nickte kurz und entspannte sich. Eine echte Gefahr konnte diese zierliche Person ja nicht sein... „ich habe noch eine Information für dich“, lächelte die Ärztin weiter. „Du bist verheiratet, wir suchen deine Frau momentan, sie kann uns vielleicht weiter helfen.“

Kaum drangen diese Worte in sein Ohr, kreisten ihm Bilder einer wunderschönen Frau durch den Kopf, einmal auch im Brautkleid. Und noch ein Bild, er saß in einem Krankenzimmer, das dem ziemlich ähnlich sah, ihn dem er sich gerade befand. Im Radio lief “Nothing else matters” Und ihm klang ein kurzes Gespräch im Gedächtnis wieder: “Unsere Elite Neurologin Doktor Wikov...“ „...alle anderen haben viel schlimmere Amnesien...“

So plötzlich die Bilder gekommen waren, verschwanden sie auch schon wieder. Die Ärztin war gerade damit beschäftig, ihn von allerhand Sonden zu befreien. Und Mike hatte Zeit ein wenig nachzudenken. Dass er Bilder seiner Frau vor sich sah, daran sah er nichts ungewöhnliches, aber dass er dann das Bild eines Krankenzimmers vor Augen hatte, und dann noch ein Gespräch über seinen Amnesie- zustand in sein Gedächtnis zurückkehrte, das war dann doch recht seltsam, zumal er das Gefühl hatte, dass dieses Gespräch nur einen Tag zurück lag...

Er wurde von Doktor Cancer in seinen Gedanken unterbrochen, als sie ihm mitteilte, dass der Kommandant ihn sehen wolle. „Was für ein Kommandant?“, kam es von Mike und die Ärztin erwiderte: „Na, der Kommandant des Stützpunktes hier!“ „Déja vu...“, murmelte Mike ohne dass die Ärztin es hörte.

Sie gingen durch leere Gänge, niemand außer ihnen beiden schien auf diesem Stützpunkt zu existieren. Und Mike wurde das Gefühl nicht los, dass er so etwas schon mal erlebt hatte.

Sie kamen vor einer dicken Stahltür zum stehen.

Nachdem zögerlich geklopft wurde, drang ein freundliches „Herein!“ nach außen. Doktor Cancer öffnete dir Tür und Mike betrat das recht staubige Büro. Es war freundlich eingerichtet. Der Kommandant, der hinter seinem Schreibtisch saß, blickte auf und, als er Mike erblickte, sprang er erfreut auf und schüttelte ihm freundschaftlich die Hand.

„Endlich sind sie aufgewacht! Ich bin Kommandant Nelson (ja ich bin einfallslos, na und? ^^“) Ich bitte sie um Verzeihung, wenn wir ihnen in den letzten Tagen angsteingejagt haben, aber sie werden verstehen, warum wir dazu gezwungen waren, wenn ich ihnen alles erklärt habe!“

Mike lächelte zweifelnd, setzte sich auf den Stuhl, der ihm angeboten wurde, verschränkte seine Arme und meinte „Na da bin ich gespannt.“

Nelson setzte sich ihm gegenüber und begann: „Ihr Gedächtnis wurde von den whites beeinflusst, weil sie anscheinend auf ihr größtes Geheimnis gestoßen und wurden mit einer speziellen Medikament- und Stromschocktherapie unterzogen.“

„Irgendwie kommt mir das bekannt vor“, schoss es Mike durch den Kopf, doch konzentrierte er sich weiter auf die Erklärungen von Kommandant Nelson:

„Doch erstaunlicherweise sind sie als bisher erster mit einer Globalen Amnesie davon gekommen, und wenn wir Glück haben werden uns ihre Informationen helfen, den Machenschaften der whites schnell entgegenzuwirken. Bestimmt haben sie jetzt eine Menge fragen, und ich versichere ihnen, ich werde ihnen so gut wie ich kann antworten.“ Mike war überrascht darüber, dass er nicht überrascht gewesen war, als der Kommandant ihm gesagt hatte, dass er nicht der einzige sei, der unter Amnesie litt, (kompliziert, ich weiß^^) doch er verdrängte dies und stellte seine Fragen.

Zu seiner Enttäuschung waren sie nicht sehr aufschlussreich. Als er in sein Zimmer zurückgeführt wurde, sinnte er über einige Dinge nach, die ihm mehr als merkwürdig vorkamen. Warum hatte er das Gefühl, dass mitten in seiner Erinnerung ein großes Loch war, ganz als wäre etwas herausgerissen worden. Warum klangen ihm noch immer die Worte im Ohr, an die er sich zusammen mit den Bildern seiner Frau erinnert hatte? Und warum wurde er das Gefühl nicht los, das ganze schon mal erlebt zu haben? Als er vor seiner Zimmertür stand, riss er sich aus seinen Gedanken.

„So da wären wir“, sagte Doktor Cancer neben ihm, öffnete ihm die Tür und verabschiedete sich dann.

Mike setzte sich aufs Bett und lies einen tiefen Seufzer ertönen. Er brauchte etwas zur Ablenkung... er musste diese Gefühle von Déja vu und misstrauen irgendwie zerstreuen, sonst würde er noch durchdrehen! Er sah sich um und wandte sich schließlich dem Radio zu. Was könnte mehr Zerstreunung bieten als Musik?

Sobald er es angeschalten hatte, dröhnte ihm schon gute Musik entgegen „Can’t stop the gods from engeniering, feel no need for any interfearing!“ (für alle Unwissenden: das sind die Chilli Peppers^^)

Schlagartig kamen ihm wieder Bilder in den Kopf: Ein Labor irgendwo in einer Großstadt, hier waren viele Computer aufgestellt und vor jedem lag ein großer Berg Notizen. Zahlenkomplexe, kompliziert aber doch verständlich, blinkten auf den Anzeigen Und irgend wo in seinem Kopf kam ihm der Name „Engeniered God“ in den Sinn...

Und schon war die Erinnerung wieder vorbei. Es mochten nur Sekunden vergangen sein, und doch war er so verschwitzt und müde, als hätte er gerade einen Marathon hinter sich gebracht.

Er duschte im Bad, das glücklicherweise mit im Zimmer war, konnte aber nicht glauben, dass er das erste Mal seit langer Zeit heiß duschte. „Schon wieder! Warum muss ich mich nur über alles wundern, was ich sehe?“, brummte er.

Eigentlich wollte er hinausgehen und dem Kommandanten erzählen, dass er sich an etwas erinnerte, aber zu seiner Beunruhigung war die Tür abgeschlossen. Mit einem Gefühl der Hilflosigkeit schritt er das Bücherregal, dass in seinem Zimmer stand, entlang und pickte sich eines heraus, auch wenn es weder besonders Interessant noch hilfreich war, so beschäftigte ihn die Lektüre wenigstens und brachte ihn nicht dazu, noch mehr Wunderlichkeiten zu finden, von denen es hier wahrscheinlich noch eine Menge gab.

Am Abend kam eine Schwester und bracht Mike sein Essen, er bedankte sich und kurz bevor sie den Raum verlies, teilte er ihr noch mit: „Was wissen sie eigentlich über die Organisation „Engeniered Gods“ ?“

Sie drehte sich zu ihm um und kramte etwas hervor, kurz darauf wurde es schwarz um ihn herum.

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Ja, ich habe es mir recht einfach gemacht, aber immerhin habe ich mir den Verlauf jetzt innerlich fest gelegt, das kommt bei mir nicht wirklich häufig vor, also wartet ab^^

Dieses Kapitel ist jetzt beschlossener maßen das Kapitel, bei dem mir der Einstieg am schwersten gefallen ist^^“““

madcatkin:

Bei so viel Verwirrung wie da oben kannste dich jetzt mal so richtig austoben^^

Und auf eines kann ich dir jetzt schon Antwort geben und zwar das nichts, absolut gar nichts das sich nicht auf Mike bezieht zufällig da ist^^

Ja, das Mit dem Verlegend er Infos ist für mich echt genial, ich kann mich so schön Systematisch um die Vergangenheit von Mike kümmern^^

Ich kann dich übrigens beruhigen, Mathelehrer ist er nicht und wird er auch nie werden^^

dark-zank:

Kurze und knappe Antwort auf die Frage: „jein“ Was das bedeuten soll? Lass dich überraschen ^^

Und jetzt noch ein letztes, für Leute die gerne „ich rate was am ende passiert“ spielen, kommt hier der letzte Satz der Story, auch wenn er nichts aussagt:

„Pray the lord my soul to take“



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