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Fiction » General » Ich kann nicht ohne u ich kann auch nicht mit dir font: B s : A A A . width: full 3/4 1/2
Author: Koishii
Fiction Rated: K - German - General/Romance - Reviews: 1 - Published: 09-02-04 - Updated: 09-02-04 - id:1709790
Hallöle!
Tja, da ist doch tatsächlich wieder was von mir...und dann ist es noch nicht mal richtig neu! Diese paar Zeilen sind, um genau zu sein*g*, ein Jahr und 21 Tage alt. Hab diese Woche mal ein bissl in meinem Zeugs rumgekramt und dabei ist mir eben dieser Brief in die Hände gefallen. Wie so vieles meiner geposteten Aufzeichnungen beruht auch das hier auf einer wahren Begebenheit, sprich: der Brief wurde von mir geschrieben, an einen Verflossenen. Dass ich ihn hier poste hat keinen anderen Grund, als dass ich ihn literarisch gut geschrieben finde(wie mir auch schon einige meiner Leute bezeugt haben^^).
So, wie immer freue ich mich über Reviews, lest es und sagt mir, was ihr davon haltet, ne?*zwinker* Und sorry wegen dem Titel, mir ist nichts anderes eingefallen...*lalala*^^
Ich bin auch noch an ein paar anderen kleinen Storys dran, müssen nur noch gescheit ausgearbeitet werden, um unters lesende Volk geworfen werden zu können. Ich hoffe, ihr wartet so lange?*bettel*

Jetzt aber viel Spaß beim Lesen!

~~ Ich kann nicht ohne und ich kann auch nicht mit dir ~~

Ich kann nicht ohne und ich kann auch nicht mit dir. Ich weiß, dass Abstand das Beste wäre, aber im Moment wäre ich lieber bei meinem besten Freund und würde mich von ihm trösten lassen.
Aber ich hab keinen besten Freund mehr und das macht mich fast noch trauriger als der Verlust desjenigen, in den ich mich verliebt habe. Wo finde ich jemand, der mein Selbstvertrauen so aufpushen kann? Und von wem würde ich das schon annehmen?
Sophie will mich nicht verlieren, sie sollte mich eigentlich hassen, meint sie. Warum? Ich habe doch gar nichts Schlimmes getan? Und außerdem hast du dich ja für sie entschieden, sie sollte glücklich darüber sein...Wer mich hassen könnte, bin ich selbst und ich tu ’s auch, verdammt noch mal!
Ich hasse mich dafür, dass ich durch diese Scheißgefühle zwei meiner besten Freundschaften kaputt gemacht habe und es, selbst wenn es besser wird, nie wieder so sein wird wie früher. Ich hasse mich dafür, dass ich nicht schon viel früher Abstand genommen hab, wie ich es wollte. Ich hasse mich dafür, dass ich es nicht konnte. Ich hasse mich dafür, dass ich wieder diese Minderwertigkeitskomplexe aufbaue in Bezug auf irgendjemand für mich, obwohl du mir anderes gesagt und versprochen hast. Ich hasse mich dafür, dass ich die ganze Zeit weinen muss und nicht weiß, warum, und gar nicht stark bin. Ich hasse mich für meinen Pessimismus, der jetzt noch stärker ist als früher und mich wunderbar runterzieht. Ich hasse mich dafür, dass ich nicht wenigstens etwas Gutes an der ganzen Sache sehen kann, aber ich sehe nichts. Ich hasse mich dafür, dass ich das Bild von dir und Sophie im Bett sehe, wenn ich die Augen schließe. Ich hasse mich dafür, dass ich mich nach einer Umarmung sehne, wenn ich jetzt gerade hier sitze und nichts essen kann, weil es wieder hochkommen würde. Ich hasse mich dafür, dass ich diese ganze Sache überhaupt zugelassen habe. Ich hasse mich, weil ich nicht weiß, wie es weiter gehen soll. Ich hasse mich, weil ich finde, dass es für mich nicht weitergehen braucht, weil eh alles sinnlos ist.
Ich weiß nicht, was ich diese Woche machen soll, in der niemand da ist, mit dem ich mich ablenken könnte. Ich weiß nicht, was ich morgen Frau Schmidt erzählen soll, ohne schon vorher in Tränen auszubrechen. Ich weiß nicht, wie ich normal mit meinen Eltern umgehen soll. Ich weiß nichts.
Ich habe Angst davor, mich selbst zu verlieren. Ich habe Angst davor, die Kontrolle über mich zu verlieren, wie ich es bereits letztes Wochenende getan habe. Ich habe Angst davor, einzuschlafen, weil ich nicht träumen will. Ich habe Angst davor, zu denken und die Gedanken rattern trotzdem. Ich habe Angst, das Kleid von gestern anzuziehen, weil es noch nach dir riechen könnte. Ich habe Angst vor dem Tag, weil ich nicht weiß, wie ich ihn hinter mich bringen soll. Und mit der Nacht ist es dasselbe.
Ich höre deine Stimme im Hinterkopf, die mir sagt, dass das mit Sophie so wie früher ist und dass das überwiegt. Und wie sie mir sagt, dass es jemand für mich geben wird, der mich verdient, der zu mir passt. Ich würde so gern dran glauben, vielleicht tu ich es ein bisschen, aber dann könnt es jetzt aufhören, wehzutun, verdammt!
Wie soll ich das schaffen, wenn es so verdammt wehtut? Ich bin nicht stark, verdammt, ich bin überhaupt nicht stark und alles, was ich machen kann, ist mit meinen Leuten zu telefonieren, wo ich viel lieber in den Arm genommen werden will.
Ich weiß, dass alles irgendwann vorbeigeht, dass alles irgendwann besser wird, dass man alles irgendwann mal schafft. Aber ich glaube, ich werde es eher schlecht als recht schaffen und es wird jedes Mal wehtun, wenn ich euch beide sehe, nach den Ferien, weil es auch noch immer wehtut, wenn ich Tobias sehe. Und ich hätte es so gern wie früher. Ich konnte noch nie mit jemand so offen reden und ich war so blöd, mich in denjenigen zu verlieben. Das ärgert mich am Meisten und das werd ich mir nie verzeihen. Selbst wenn ich es tatsächlich schaffen sollte.
Ich ärgere mich für das kleine Fünkchen Hoffnung, das ich komischerweise immer noch habe, das mir Marie gegeben hat, als sie mit mir telefoniert hat, obwohl ich weiß, dass du dich für Sophie entschieden hast. Ich ärgere mich dafür, dass ich jetzt schon aufgebe, obwohl ich Sophie gesagt habe, dass ich kämpfen werde, aber ich wusste ja schon letzte Woche, dass ich keine Chance habe. Und ich ärgere mich, dass ich dir das alles schreibe, weil ich weiß, dass ich dir damit auch wieder wehtue und dich traurig mache, aber du hast immerhin jemand, der dich in den Arm nimmt. Ich war halt wirklich nur diese kleine Abwechslung, die du gebraucht hast, um zu sehen, dass du Sophie noch immer liebst, selbst wenn du womöglich nebenher trotzdem noch in mich verliebt bist oder so.
Ich würde wirklich gern mehr Positives schreiben, aber mach das mal, wenn du statt Frühstück lieber weinst und deine Mutter nicht da ist, die dich in den Arm genommen hätte. Hör mal auf, zu denken, wenn du allein in dieser Wohnung bist und nichts mit dir anzufangen weißt, weil alles irgendwie sinnlos ist. Geh einfach mal auf dein Zimmer, wo dein bester Freund auf deinem Bett saß. Schreib an deiner Geschichte weiter, die er so toll gefunden hat. Schreib eine verliebte Szene nach der anderen, wenn es dir selber scheiße geht.
Ich kann das nicht! Ich weiß nicht, was ich machen soll und muss! Das Einzige, was mir wirklich bewusst ist, steht oben im ersten Satz und es trifft voll und ganz zu. Ich kann beides nicht, obwohl es mir mit dir lieber wäre.

~~Fin~~

Na? Herzzerreißend, ne?*ggg* Ich erwarte Kommentare en masse!*lach* Auf, auf, an die Tastatur mit euch!*Leser vor sich herscheuch*
Ich wünsch euch was!^^
Alles Liebe
Koishii



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