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Gespräch mit dem eigenen Ich II
„Hau ab!“
Hallo.
„Was willst du?“
Mit dir reden. Bei dir sein.
„Was willst du?!“
Ich gehöre zu dir. Hast du das vergessen?
„Geh weg. Du gehörst nicht zu mir!“
Doch. Ich habe es dir gesagt. Warum bist du so gereizt?
„Du kommst immer wieder…“
Hahaha! Ja, ich komme immer wieder. Zu dir! Du wirst mich nicht los. Ich gehöre zu dir.
„Bitte geh.“
Ich kann nicht.
„Warum nicht?“
Du brauchst mich.
„Nein… Das ist nicht wahr. Ich brauche dich nicht.“
Doch. Du bist verwirrt.
„Zerstreut.“
Enttäuscht.
„Wütend.“
Verletzt.
„Nur etwas aufgeregt. Nichts Großes.“
Das glaube ich dir nicht.
„Geh endlich. Ich brauche dich nicht.“
Aber du bist allein.
„Bin ich nicht. Ich bin nicht allein. Ich werde geliebt.“
Du selbst zweifelst daran.
„Quatsch. Er ist der einzige, von dem ich nicht enttäuscht bin. Meine Familie und er sind mein Halt.“
Klappt ja auch wunderbar. Wo ist er jetzt? Jetzt, da du Halt brauchst?
„Er hat zu tun.“
Er enttäuscht dich.
„Nein. Das tut er nicht. Das tun andere.“
Andere, die du auch sehr magst. Warum haben sie dich enttäuscht? Warum sind sie dir wichtig? Warum bist du ihnen nicht wichtig? Warum enttäuschen sie dich? Wo ist er?
„Hau endlich ab! Du warst so lange fort! Warum jetzt?!“
Du brauchst mich. Ich sehe es. Ich weiß es.
„Du fängst schon wieder an.“
Ich weiß.
„Du ratterst.“
Ja, ich rattere. Ich mache dich wahnsinnig, ganz langsam mache ich dich kaputt, wieder kaputt.
„Lass das! Mein Leben ist gut, so wie es ist!“
Ich weiß. Aber ich will nicht, dass es gut ist. Ich will nicht, dass du ohne mich auskommst. Denn du brauchst mich.
„Nein.“
Ich brauche dich.
„Das ist dein Problem. Ich hab meine eigenen. Aber sie gehören zu mir.“
So wie ich.
„Nein, du gehörst nicht zu mir. Nicht mehr. Ich hatte dich besiegt.“
Und jetzt bin ich wieder da. Ich lass dich nie mehr allein.
„Ich war nicht allein. Ich bin nicht allein. Mir geht es gut.“
Eigentlich.
„…“
Wenn da nicht dieser Abend gewesen wäre… Du hast wieder Vertrauen verloren. Deshalb bin ich da. Mir kannst du vertrauen. Ich bin für dich da. Immer.
„Ich brauche dich nicht! Ich habe Freunde, denen ich vertraue und die mich lieben! Ich brauche dich nicht! Ich will dich nicht!!“
Aber ich will dich! Und ich werde bleiben. Wehr dich nicht, das macht es doch nur schwerer... Schschsch… Weine nicht… Ganz ruhig, ich bin ja da…
„Geh… Bitte. Ich will das nicht mehr. Das Leben mit dir ist so schwer…“
Es gibt kein Leben ohne mich. Ich werde immer da sein. Bei dir. In dir. Du kannst mir nicht entkommen. Denn ich bin immer schon da, wo du auch bist… Hahaha…