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Fiction » Fantasy » Seitensprünge oder Verführung der Macht font: B s : A A A . width: full 3/4 1/2
Author: S.M.Cortelly
Fiction Rated: T - German - Fantasy/Adventure - Reviews: 1 - Published: 04-01-07 - Updated: 04-05-07 - id:2342127

Also, das hier ist die Überarbeitung. Es ist der selbe Inhalt, nur mit einigen Verbesserungen. Im Nachhinein könnte man es fast als Crossover bezeichnen...

Disclaimer: Mir gehören die Personen, aber die Handlung leider nur zum Teil. Habe die Anfangsidee von STAR WARS, später wird es ganz mein Schatz...

Plot: Locse, eine elbische Prinzessin muss von ihrem Heimatplanten Kriegsbedingt fliehen. Unterwegs lernt sie den Jedi Olos kennen und die beiden verlieben sich rasch. Doch damit verstricken sie sich in die Ränge der Sith, und alles wird noch viel komplizierter.

Raiting: Ab 13... aber es gibt eine Liebesszene später. Auch die Kämpfe sind vielleicht zu brutal - ach Unsinnn!

Das Ganze ist in 20 Kapiteln angelegt, die römischen Zahlen zeigen diese an. Da manche jedoch sehr lang sind, habe ich sie geteilt.

Have Fun Reading!


Seitensprünge

oder

Verführung der Macht von S. M. Cortelly

I.

Die Luft im Laderaum war stickig und heiß. Viele Leute husteten. Eine Frau drückte ihr schon lange totes Baby an die Brust, während sie lautlos um ihre Heimat weinte.

Der Laderaum, in dem sich die fünfundvierzig Menschen befanden, war eigentlich für Kampfmaschinen gedacht. An den Außenwänden waren noch immer stählerne Gerüste, die hohe Decke war verdeckt durch Sicherungsschlaufen und Haken. Einige Kisten, die nun als Stützen und Sitze dienten, waren bis zum Rand gefüllt mit Munition.

Nun hielten sich an den Stangen und Griffen keine Soldaten fest. Diesmal transportierte das Schiff die Opfer.

Eine junge Frau lehnte mit geschlossenen Augen neben der Tür an der Wand. Die traditionelle Bemalung für eine Prinzessin war durch Tränen verlaufen und ihr schmutziges Kleid war an einigen Stellen zerrissen. Trotzdem strahlte sie noch Ruhe, Sanftmut und Schönheit aus. Sie war als Letzte in das Schiff gestiegen, hatte auf mehr Flüchtlinge warten wollen. Alle anderen vierundvierzig Passagiere gehörten nicht zu ihrer Familie, niemand kannte sie wirklich, die meisten nur vom Sehen auf der Terrasse des königlichen Schlosses zusammen mit dem König und der Königin.

Leise verbarg sie das Gesicht in den Händen, als ihr erneut die Tränen kamen, denn schließlich hatte das Schiff abfliegen müssen, ohne die Möglichkeit, weitere Bijyahner aus der Hauptstadt mitnehmen zu können, denn die meisten hatten sich ängstlich in ihren Häusern versteckt.

Nicht viel später landete das Raumschiff. Die Besatzung ließ die Flüchtlinge hinaus und startete das Schiff sofort wieder in den Weltraum. Die kleine Gruppe Menschen stand unschlüssig zusammen. Obwohl sie kaum gesprochen hatten, fühlten sie sich verbunden, denn sie teilten alle ein Schicksal. Ihr Heimatplanet war unwiderruflich zerstört, und sie mussten sich eine neue Heimat aufbauen. Doch diese Gegend wirkte nicht sehr einladend. Oranger Staub, soweit das Auge reichte. Am Horizont hoben sich ein paar Berge vor dem bewölkten Himmel ab.

Ein Mann räusperte sich und fing stockend an zu sprechen, den Schrecken noch im Gesicht: „Ich habe eben noch - also im Schiff- mit einem Mann gesprochen und die nächste Stadt soll wohl einen Tagesmarsch entfernt sein.“

In der Gruppe wurden viele Blicke getauscht. Eine Frau, die zwei Kinder an der Hand hielt, trat vor.

„Ich finde, wir sollten gehen. Wer weiß, was hier auf uns wartet. Schlimmer kann es ja gar nicht werden!“

Fast alle nickten zustimmend, die, die es nicht taten waren starr vor Angst.

Und so machten sie sich auf den Weg in die beschriebene Richtung.

Als es langsam dämmerte und zwei Monde aufgingen erreichte die Gruppe ein Waldstück. Sie beschlossen zu lagern und trugen trockenes Holz für ein Feuer zusammen. Schon bald prasselte es munter, was keinesfalls die Gefühle der Flüchtenden widerspiegelte, die müde auf dem trockenen Boden lagen und sich die müden und geschundenen Glieder massierten.

Die Frau mit den Kindern sah sich ein paar Mal um, stand dann auf und ergriff erneut das Wort: „Ich bin dafür, dass wir als Gruppe zusammen bleiben. Wir brauchen einen Anführer. Wer stimmt dafür, dass wir uns nicht trennen.“

Alle hoben die Hand.

„Und wer möchte uns anführen?“

Nun hoben nur zwei Männer die Hand.

Plötzlich trat die bisher schweigsame Prinzessin heran und blickte die Frau an, würdigte die Männer dabei keines Blickes.

„Und sie?“

Die Frau senkte verlegen den Blick.

„Ich würde doch nicht gewählt werden.“

Die Prinzessin hob die Stimme, woraus hervorging, dass sie nicht zum ersten Mal etwas beschloss oder befahl: „Wer stimmt für diese Frau?“

Wieder hoben alle die Hand.

„Sagten sie ihren Namen?“

„Hoheit, ich-“, setzte die Frau an.

„Nehmen sie die Wahl nicht an?“, unterbrach sie die Prinzessin einfach.

„Doch, also gut. Mein Name ist Vaire. Ich werde euch hoffentlich gut leiten.“

Müdes Klatschten erhob sich und Vaire drückte ihre Kinder freudig an sich.

Später bereitete sich die Gruppe notdürftig ihre Schlafstätten. Irgendwer stimmte ein traditionelles Lied an, und fast alle fielen ein. Besonders hob sich die glockenhelle Stimme der Prinzessin hervor. Nach dem Gesang wurde es still. Ein Kind weinte noch kurz, dann beschienen die zwei Monde die drei ausgewählten Wachposten und die schlafenden Menschen mit silbernem Licht.

Doch der nächste Morgen kam schnell. Müde und hungrig verließ Vaire mit ihrer Gruppe das Nachtlager nach einer kurzen Besprechung des Weges und führte sie durch das Waldstück weiter Richtung Stadt.

Gegen Mittag trat sie zur Prinzessin, die ganz an der Seite schritt.

„Verzeiht Hoheit. Warum seid ihr so alleine mit uns gekommen?“

Die Prinzessin senkte den Kopf. Erneut traten ihr die Tränen in die Augen, die sie entschlossen herunter schluckte.

„Vaire, ihr seid eine tapfere Frau. Vielleicht die Tapferste von uns allen. Ich bin nicht mal annähernd halb so mutig. Meine Familie hat sich mit einem Schiff direkt in den Belagerungsring begeben, um zu fliehen, da sie nicht länger auf Entscheidungen des Kriegsgerichtes warten konnte. Ich hatte Angst und habe mich im Schloss versteckt. Natürlich sind sie nicht zurückgekommen um mich zu holen, nachdem sie einmal durch waren. Zurück wäre Selbstmord gewesen.“

„Woher seid ihr euch so sicher, dass sie es geschafft haben?“

„Ich kann es fühlen.“

„Wenn ihr darauf vertraut...“

„Ich denke, König Malas hätte sie eher als Geiseln genommen, statt töten zu lassen ohne ihnen vorher ins Gesicht gelacht zu haben. Weil es aber ganz anscheinend keine Verzögerung gab mit der Vernichtung von Bijyah klingt es doch einleuchtend, dass meine Eltern es geschafft haben durchzukommen.“

Vaire bekam ebenfalls feuchte Augen bei der Erwähnung des Schicksals ihrer Heimat. Trotzdem hatte sie noch etwas auf dem Herzen.

„Ich möchte ja nicht aufdringlich sein, aber wollt ihr sie jetzt suchen?“

„Ja. Ich möchte endlich Mut beweisen und ihnen zeigen, wohin mich jener führen kann. Außerdem- wenn ich zuhause geblieben wäre, wäre ich jetzt tot. So sehe ich endlich mal wieder den Weltraum und finde hoffentlich meine Familie.“

Vaire deutete eine Verbeugung an, da sie merkte, dass die andere Frau nicht weiter sprechen wollte, und ging wieder nach vorne. Die Prinzessin blickte in die Einöde vor ihnen. Unruhig fuhren ihre Finger über das Kleid, welches mittlerweile staubig und faltig war. Auch ihre Haare waren längst nicht mehr so goldig und glatt wie vor gar nicht so langer Zeit. Ihre blauen Augen wirkten eingefallen, hatten dunkle Schatten und passten damit zu dem müden Gesicht. Aber das Mädchen zwang sich zum Weitergehen.

Kurz bevor es erneut dämmerte trafen sie in der beschriebenen Stadt ein. Es war laut, lebhaft und voll. Schwarze, unheimliche Schatten, die scheinbar nur auf die Nacht gewartet hatten, bewegten sich zwischen den dunklen Gassen entlang der Hauptstraßen, auf denen die unterschiedlichsten Bewohner des Weltalls liefen. Hohe, metallene Häuser glitzerten geheimnisvoll und gefährlich im letzten Tageslicht. Die andauernden Aktivitäten der Bewohner verrieten Vaires Gruppe, dass die Stadt nicht schlafen würde. Die Flüchtlinge bewegten sich dicht gedrängt in der Masse und obwohl sie kein Ziel hatten, fanden sie sich bald nicht mehr zurecht, sahen keinen Rückweg und kein Weiterkommen. Sie beschlossen in einer beleuchteten Seitenstraße, in welcher der Betrieb etwas verebbte, sich noch einmal zu besprechen. Vaire betrachtete ihre Gruppe. Zwei von den fünf anwesenden Kindern standen wach neben ihren Eltern, die anderen Kinder schliefen in den Armen von Flüchtenden, die noch die Kraft hatten sie zu tragen, die Prinzessin lehnte an einer Hausecke und sah zu Boden, der Rest der Erwachsenen schaute sich besorgt um.

„Also, was sollen wir tun? Wir brauchen ein Ziel, sonst laufen wir hier noch wochenlang herum und kommen nicht weiter!“, brachte sie hervor, aber bei dem verzweifelten Ton ihrer Stimme schüttelten einige anzweifelnd den Kopf. Jemand schlug schließlich den nächsten Raumhafen vor, an dem sie sich trennen konnten und zu neuen Heimaten aufbrechen sollten. Vaire wartete auf Einwände, als keine kamen verließ sie die Seitenstraße und die Gruppe folgte ihr, mit einer neuen Aufgabe.

Doch dieses Ziel sollte den Flüchtlingen zum Verhängnis werden. Wie es das Schicksal gewollt hatte, war die Gruppe vom Planeten Bijyah in eine von Bürgerkriegen zerrüttete Stadt geraten. Vaire bekam die Warnung viel zu spät, und schon war mehr als die Hälfte ihrer Gruppe gefallen, eingekesselt in einer Straße zwischen den Fronten. Wieder zischten und knallten die Blaster. Vaire fiel mit dem Rest der Flüchtenden. Alleine die Prinzessin überlebte, denn mitten in der zweiten Salve war sie in ein Haus gezogen worden, in die Arme eines starken Mannes, der sie vor dem sicheren Tod bewahrt hatte.



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