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Author: ChristianMasters
Fiction Rated: M - German - Horror/Angst - Reviews: 2 - Published: 04-05-07 - Updated: 04-05-07 - Complete - id:2344252

„Weißt du“, sagte Timo mit stolzgeschwellter Stimme, „ich hatte so ziemlich alles, was man sich vom Leben nur wünschen kann!“

Sie hörte ihm wie gefesselt zu, er mochte es nicht, wenn man ihn unterbrach.

„Meine Eltern waren reich, ach was, sie waren stinkreich. Das erste Mal shoppen war ich mit sage und schreibe sieben Jahren. Herr Gott, ich habe an diesem Tag innerhalb von zwei Stunden 1500,- DM ausgegeben!“

Er lächelte verhallten zu ihr, doch sie erwiderte es nicht.

„Du kannst dich doch mit Sicherheit noch erinnern“, er redete mit ihr, als wäre sie ein Kind, dem man versucht zu erklären, dass die Sonne sich um die Erde dreht. „Damals war die Währung hier in Deutschland noch die deutsche Mark!“

„Ich hatte alles, was ich nur zu spielen haben wollte. Eine PlayStation, ich hatte einen PC, nur das teuerste von teuren, wo manche dieser Versager, die ich in der Schule kennenlernen musste heute noch nicht mal von zu träumen wagen“. Sein Tonfall änderte sich, er wurde sichtlich nachdenklicher, geradezu mitleidig.

Diese stupiden Nichtsnutze, dachte er sich, „was können Menschen, die vom kostbarsten Gut dieses Planeten, der Intelligenz, nichts abbekommen haben schon erreichen außer Politiker zu werden?“

Er ging zu Nina, beugte sein Gesicht über ihren Kopf und roch sanft an ihren nach Honig duftenden Haaren.

„Ich weiß schon, du hast dich für mich vorbereitet.“, sagte er, währendem er sich die graue Decke dieses Kellers ansah, indem sie sich beide derzeit befanden.

„Du wusstest, dass ich kommen würde, dass ich dich glücklich machen würde. Oder zumindest mich.“ Sein Lachen, welches nun folgte ließ Nina eine Gänsehaut über den Rücken laufen, doch sie ließ sich nichts anmerken, denn er mochte es ja nicht unterbrochen zu werden.

„Wo waren wir stehen geblieben“, fragte er rhetorisch, „ach ja, ich hatte alles was man sich so wünschen kann. Ja, ich hatte auch Frauen, viele Frauen.“ Sein schwelgen in Erinnerungen ließen ihn einen kurzen Moment vergessen wo er sich befand, zu schön waren doch die Momente, an die er gerade denken musste.

„Alles Schlampen, Huren, Votzen. Wenn der eine kurz weg ist, dann schnappen sie sich doch gleich den nächsten!!“ Er hob die Stimme, klang sehr gereizt. Das schöne liebevolle in seiner Stimme verwandelte sich in das abgrundtief hassende.

„Aber alle diese Schlampen haben es ihm Bett gebracht, vor allem Theresa. Meine Güte, Theresa. Stell sie dir bitte mal bildlich vor: Sie war ca. eins fünfundsiebzig Groß, ihr Haar war rötlich schimmernd gefärbt“, er wandte sich wieder von ihr ab, ging ein paar Schritte auf das Kellerfenster zu, was sich rechts von ihm befand.

Alles in allem war dieser Kellerraum sehr schlicht eingerichtet. Hier und dort ein paar vermoderte Regale, in denen alles Kellerübliche aufgestellt war. Hier unten konnte man die Schuhcreme finden, die man brauchte um schwarze Schuhe zu polieren, eine Handvoll Werkzeuge, in der linken Ecke neben der Treppe waren ausserdem ein paar Kartons aufeinander Gestapelt.

„Sie hatte diese Saphir-Blauen Augen, in denen man sich zu verlieren drohte, wenn man zu lange in sie hineinsah“, erklärte er ihr schwärmend.

„Wir verbrachten die unglaublichste Nacht meines Lebens. Wow, allein wenn ich daran zurückdenke…Uiuiui, da wird mir ganz schön warm in der Hose.“ Er warf ihr einen verspielten Blick zu, drehte sich dann jedoch wieder um und machte einen weiteren Schritt, bis er nun unter dem Kellerfenster stand und zu diesem hinaussehen konnte.

„Und was war danach, nach dieser alles verändernden Nacht? Was war dann?“ Es klang, als würde er sich beim reden auf die Lippe beißen um nicht loszuschreien. Doch es funktionierte nicht.

„DIESE DRECKSSCHLAMPE, SIE HAT MICH NACH EINER WOCHE VERLASSEN.“ Während er das schrie schlug er mit seiner Faust gegen die Wand, mit solch einer Wucht, dass ein bisschen von dem Putz abbröckelte.

Nina schossen in diesem Augenblick die Tränen in die Augen, welche sie aber sofort wieder versuchte zu unterdrücken, doch es gelang ihr nur mit mäßigem Erfolg.

Timo drehte sich wieder um zu ihr und hatte ein dämonisches Grinsen in seinem feinen Gesicht. Man sah keine Falte, nichts was auch nur andeuten könnte, dass er schon 32 Jahre alt ist. Würde man ihn, mit seinen mittellangen schwarzen Haaren, welche immer ordentlich mit Haargel voluminös zu rechten Seite gekämmt waren, auf der Straße sehen würde man ihn höchstens auf 25 schätzen.

Er ging wieder auf sie zu, mit langsamen Schritten trat er immer näher an sie heran.

Das Tuch, welches Timo ihr um den Mund gebunden hatte fing an, ihr im Gesicht weh zu tun. Es war sehr fest zusammengezogen, so dass sich darunter in ihrer Haut ein paar Fältchen bildeten, die mit jedem Atemzug aneinander rieben. Ihr rannen die Schweißperlen von der Stirn.

„Kannst du dir das denn vorstellen“ fragte er sie. Zu ihrer Verwunderung stellte sie in seiner Stimme eine Art Trauer fest. „Kannst du dir vorstellen warum sie mich verlassen hat? Mich, ausgerechnet mich, der ich doch alles besitze, was man sich nur wünschen kann? Nein?“. Sie schüttelte mit dem Kopf, nicht weil sie seiner Meinung war, sondern weil sie Angst vor seiner Reaktion hatte, wenn sie Nicken würde. Er hatte sie schon geschlagen, nur weil sie geweint hatte und er sich dabei beim reden unterbrochen fühlte. Was würde er erst tun, wenn sie ihn nun auch noch beleidigte.

„Ich wusste, dass du das sagst. Ich verstand es auch nicht. Warum sollte man denn so jemanden wie mich nicht begehren? Ich müsste eigentlich bezahlt werden, nur dafür dass ich mich der Öffentlichkeit präsentiere.“ Das Lachen was nun folgte war eher leise, als hätte er es selbst nicht allzu witzig gefunden, was er da gerade gesagt hatte, und doch, er glaubte was er da sagte – jedes einzelne Wort.

„Soll ich dir erzählen, wie es dann weiter ging mit und?“ fragte Timo Nina, und ohne das er eine Antwort abwartete fuhr er fort: „Weißt du, wir haben uns noch einmal getroffen und uns unterhalten. Wie wir zwei uns jetzt unterhalten. Wir hatten ein letztes Rendezvous.“ Das Grinsen, welches sein Gesicht überzog war hämisch und verachtend.

„Und in dieser Nacht habe ich sie zur Rede gestellt. Ich ging zu ihr hin und flüsterte ihr ins Ohr“, er beugte sich hinunter zu Nina, bei der er mittlerweile wieder in direkter Nähe stand und hauchte: „Glaubst du wirklich du kannst mit mir spielen?“

Er erhob sich wieder und sprach weiter. „Das habe ich ihr ins Ohr geflüstert. Sie war genauso wie du an den Stuhl festgebunden mit Händen und Füssen. Man kann quasi sagen sie war mir verfallen, oder ist hilflos ausgeliefert doch die bessere Beschreibung?“

Wieder lachte er, doch diesmal klang es weder ungläubig noch euphorisch, diesmal klang es verrückt. Nina wurde so langsam klar, was auf sie zukommt. Hätte sie ihn letzte Woche doch nur nicht angesprochen, als sie mit ihrem Hund Gassi war.

Doch sie wollte es sich nicht eingestehen, sie wollte die Gewissheit nicht wahrhaben, sie hatte viel zu viel Angst davor. Der Angstschweiß schien ihr wie ein nie mehr enden wollender Wasserfall das Gesicht hinunter zu laufen, und er war kalt, sehr kalt.

„Nachdem ich sie das gefragt hatte zog ich ein Messer aus der Tasche“, er griff sich in die Hosentasche und holte ein silbernes Klingenmesser heraus. Es hatte unten am Ende eine gelbe Drehkugel, die das Gehäuse lockerte, damit er die Klinge hinausfahren konnte.

„Ein Messer wie dieses“, sprach er den Satz zu ende, betrachtete ausführlichst erst die scharfe Klinge und wandte danach seinen Blick zu Nina. Er legte ihr die Klinge an die Wange und sagte: „Genau so, wie jetzt bei dir, hielt ich ihr die Klinge ins Gesicht.“

Nina sah ihn mit angsterfüllten Augen an.

Kurz nachdem er das letzte Wort ausgesprochen hatte drückte er ihr das Messer ans Gesicht und zog ihr eine kerzengerade Linie hindurch. Die Haut klaffte auf, es war ein sehr tiefer Schnitt. Er hatte mit des Messers schneide auch das Tuch zerschnitten, so dass sie in gleicher Lautstärke zu schreien anfing, wie das Blut mit Druck aus ihrer Wunde floss. Jetzt konnte sie sich auch nicht mehr zurückhalten und fing an zu weinen, währendem ein roter Fluss ihren Hals herab rann und ihre grüne Bluse anfing dunkel rot zu färben.

Timo holte mit der linken Hand aus und schlug ihr heftig ins Gesicht, so dass das Blut sich auch über den Boden verteilte.

„Du weißt doch dass ich nicht gestört werden will wenn ich rede“, sagte er erklärend. Kurz darauf fing er auf einmal an schallend zu lachen.

„Weißt du was wirklich komisch ist“, fragte er nach Luft schnappend. „Genauso war es auch mit Theresa auch, haargenau so.“

Er lachte mindestens eine Minute bevor er sich wieder Nina zuwandte, die wieder verstummt war, es aber nicht verhindern konnte, dass ihr weiterhin Tränen aus den Augen kullerten. Der Sturzbach aus ihrer Wunde floss unaufhaltsam weiter.

„Mir fällt ja jetzt gerade erst auf, du hast selbst eine unwahrscheinliche Ähnlichkeit mit Theresa. Deine Haare, sie glänzen genauso, wie ihr Haar glänzte“, und er beugte sich wieder zu ihr hinab und roch an ihren Haaren. „Und sie riechen auch genauso. Welch ein Zufall, welch ein riesiger Zufall.“

„Willst du wissen wie es weiterging, wie unser letztes Rendezvous weiter verlief?“

„G-g-g-gitte nikt“ flehte sie. Sie konnte nicht richtig reden, weil ihr Gesicht so sehr schmerzte. Mit jeder Bewegung der Mundwinkel spritze Blut aus der Wunde, als würde jeder Blutstropfen anlauf holen, damit er weiter vom Körper wegspritzt wie die anderen Tropfen.

„Du scheinst dich nicht gerade für mich und mein Leben, mein Leiden zu interessieren. Aber ich werde es dir trotzdem erzählen. Du bist nur etwas verwirrt, ich nehme das nicht persönlich.“

Er ging in die Hocke und erzählte weiter.

„Ich habe mich danach genauso vor sie gehockt, wie ich es jetzt vor dir tue, und ich habe ihr, genauso wie dir jetzt das Messer ans Knie gelegt und sie gefragt, warum sie mich verlassen hat.“

Während er weitererzählte schnitt er in Nina Jeans, rundum der Kniescheibe ein Loch, so dass diese frei lag.

„Ihre Antwort darauf erschreckte mich. Sie sagte, sie habe einen riesen Fehler gemacht, sie liebe doch nur mich und es habe ihr noch keiner so gut besorgt, wie ich es ihr besorgt hatte“, er schien sich wieder förmlich beim reden auf die Lippe zu beißen und drückte die Klinge mit der scharfen Seite in die Haut von Ninas rechter Kniescheibe, so dass sich auch dort ein Spalt öffnete, aus dem dünne Streifen des roten Lebenssaftes entronnen, doch Nina riss sich zusammen und gab keinen Ton von sich.

Sie war so fest an dem Stuhl gefesselt, dass sie sich nicht ein Stück bewegen konnte.

Timo hob, währendem er immer weiter redete das Messer ein bisschen an und legte es nun waagrecht auf die Kniescheibe.

„Ich habe sie angeschrien, DU MISTSTÜCK, DU KLEINE MIESE SCHLAMPE, DU LIEBST MICH?“ Jetzt schrie er selber. Er verlor die Kontrolle über sich, doch fing sich Augenblicklich wieder.

„Aber weißt du, warum erzähl ich dir das Ganze überhaupt, wenn ich dir doch zeigen kann, wie unser letztes Rendezvous verlief“.

In diesem Augenblick hob er die Klinge hoch und rammte sie Nina mit voller Wucht unter die Kniescheibe. Sie versuchte sich zu wehren, sich zu bewegen, doch es gelang ihr nicht. Sie konnte nur noch schreien und weinen, währendem Timo ihr langsam die Kniescheibe abschnitt.

Er achtete darauf, dass es perfekt aussah. Die Klinge war mittlerweile blutrot, genauso wie seine Hände, ihr Bein (an dem das Blut herunter lief) und der Boden rund um ihr rechtes Bein, auf dem sich eine Pfütze bildete.

„DU KLEINE MIESE HURE“, schrie er aggressiv, doch seine Bewegungen blieben ruhig und kontrolliert. Er hatte die Kniescheibe nun komplett abgetrennt und hielt sie in seiner linken Hand, während aus der offenen Wunde von Nina unaufhörlich Blut austrat.

Sein rechter Arm erhob sich ein zweites Mal, diesmal schnitt er ihr mit einem gezielten Schnitt, als hätte er darin viel Übung, die Bluse durch, die augenblicklich auseinanderklappte. Nina hatte keinen BH an. Ihre vollen Busen wippten auf und ab aufgrund der heftigen, angsterfüllten Atmung. Feine Streifen Blutes aus der Wunde ihrer Wange waren ihr über den linken Busen gelaufen.

Wieder setzte Timo an, diesmal direkt im Bauchnabel und er drückte ihr das Messer langsam hinein.

Eine Fontäne Blutes spritzte dort heraus und ihm ins Gesicht. Er drehte die Klinge zweimal komplett um, bevor er es wieder herauszog. Mittlerweile war der Griff dessen nicht mehr silbern, sondern ganz mit einer roten Schicht überzogen.

Nina hatte aufgehört zu schreien, war zu erschöpft.

„G-g-g-gitte, töhe mik n-n-n-nikt“ sagte sie unter Tränen und schmerzverzerrtem Gesicht, doch Timo nahm das gar nicht war. Er stand auf, ging langsam, sich an ihrem verblutendem Anblick ergözend, um sie herum und flüsterte ihr von hinten ins Ohr: „Und weißt du was Theresa, ich glaubte ich hatte alles, doch ich hatte es nicht. Als ich dich das erste Mal getötet habe war ich das erste Mal in meinem Leben glücklich.“

Währendem er Nina das erzählte legte er ihr das Klingenmesser an den Hals. Es lag nun genau auf der Halsschlagader. Sie presste ihre Augen zusammen.

„Ja, ich war das erste Mal glücklich und ich war es auch das zweite Mal, und dritte und vierte. Und jetzt bin ich es auch wieder. Jedes Mal, wenn ich dich umbringe fühle ich mich komplett“, sagte er todernst.

„Ich liebe dich auch“, flüsterte er weiter, währendem er den Druck der Klinge auf den Hals erhöhte.

„Ich liebe dich doch auch Baby“.

Dann schnitt er ihr die Kehle durch……

© Copyright 06.04.2007 ChristianMasters (FictionPress ID:561519). All rights reserved. Distribution of any kind is prohibited without the written consent of Christian Masters

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