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Dienstag, 2008
So weit fort
von allem
so verloren
in meinem zu großen Leben.
Wieder mal
vor dem Aus.
Wieder mal alles falsch gemacht…
Baumle am selbstgedrehten Strick
Ertrinke im eigenen Blut
Verblute an meinen Tränen
und alles alleine.
Ich will nur noch schlafen
und nie mehr Aufwachen müssen
- bis jetzt immer die ultimative Lösung.
Aber ich will wach bleiben.
Bloß nicht in meine Träume verschwinden
die der Realität so entsetzlich ähneln
dass sie mir jeden Halt rauben.
Bloß nicht das letzte Bisschen Kontrolle verlieren.
Ich klammer mich an den Tisch
und habe Angst
seine Kante könnte unter meinen Händen verschwimmen.
Ich zähle Gegenstände
sie scheinen unter meinen Fingern zu verschwinden.
Ich ordne krampfhaft mein Zimmer
doch die Gegenstände verschieben sich vor meinen Augen.
Die Luft flimmert
wo ist oben
wo unten
was ist ein Boden,
eine Wand?
Ich löse mich auf in verzweifelten Tränen.
Ich gebe nach
Ihr habt all eure Streite gewonnen,
eure Machtspiele bestritten,
ich werde mich fügen,
werde zahlen.
Aber dann redet mich nie mehr an!
Ich gebe nach
keine Kraft mehr zum Kämpfen
keine Kraft mehr zum Weinen
keine Kraft mehr zum Atmen
woher?
Womit denn?
Ist auch egal
bin ja nur ich
nur ich…