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Vampire, Dämonen und andere Katastrophen
Author:
Violet.Miranda PM
m/m Ein Dämon und ein Vampir tauchen plötzlich in einer Stadt auf und stellen das Leben von zwei Jungen auf den Kopf. -entstanden 2008- Überarbeitete Fassung wird es auch irgendwann geben.
Rated: Fiction M - German - Romance/Fantasy - Chapters: 5 - Words: 4,915 - Favs: 1 - Follows: 1 - Updated: 01-14-12 - Published: 01-04-12 - id: 2985519
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4. Kapitel

Freitag [Nacht 01]

Turai lag in seinem Bett, das Gesicht in seinem Kissen vergraben und wartete. Aber das tat er schon fast seit zwei Tagen: warten auf ein Lebenszeichen von Runael.
„Das ist doch sinnlos", redete er sich ein. „Warum sollte er wieder kommen? Das war sicher nur eine schnelle Nummer für ihn, nichts besonderes... im Gegensatz zu mir."
Wie hatte er es nur geschafft, sich wegen einmal Sex mit Runael gleich in diesen zu verlieben? Vaica hatte Recht, er war erbärmlich.
Zum wiederholten Mal in den letzten Tagen konnte Turai die Tränen nicht zurück halten. Er fühlte sich so verdammt einsam und wusste gleichzeitig, dass sich das nicht sehr bald ändern würde. Wenn er Pech hatte, machte Runael in diesem Augenblick mit dem nächsten Jungen rum und hatte ihn, Turai, längst vergessen.
„Nein!", schluchzte der Braunhaarige, „das darf nicht sein, das kann er nicht machen, das..." Das wäre das normalste der Welt für Runael.
Geschockt rannte Turai zum Fenster, riss es auf und schrie so lange Runaels Namen in die Dunkelheit, bis sich die ersten Nachbarn wegen Ruhestörung beschwerten und drohten, die Polizei zu informieren.
Deprimiert beendete der Vierzehnjährige seine „Lärmbelästigung", zusätzlichen Ärger brauchte er nun wirklich nicht. Sein Blick schweifte durch sein stockdunkles Zimmer- er hatte absichtlich kein Licht eingeschaltet- und blieb an den Leuchtzeigern seiner Uhr hängen. 00:13 Uhr. Ein Glück, dass heute Freitag und morgen keine Schule war, somit konnte er die gesamte Nacht aufbleiben, denn ein kleiner penetranter Teil in ihm steckte anscheinend in der Trotzphase und hoffte, dass Runael entgegen allen deutlichen Anzeichen doch noch vor seinem Fenster auftauchen würde. Er wischte sich über die verdächtig nassen Wangen und versuchte sich dann ein wenig abzulenken, indem er das Radio einschaltete. Leider schien sich irgendjemand bei diesem Radiosender einen bösen Scherz zu erlauben, denn es lief ein schnulziges Liebeslied nach dem anderen und grinste ihn beinahe böse an, auch wenn das völlig unmöglich war.

~~This one goes out to the lonely
This one goes out to the broken ones
This one goes out to the angels
Fallin' from the sky
This one goes out to your brother
This one goes out to your mother
This one goes out to your sister
And this one's for you

And all the lovers and believers
And the ones who've been betrayed
To all the fighters, all the dreamers
And the ones who´ve not been saved

Don't lose your faith; I know you're right
Don't be scared of being lonely
I'm here with you

This one goes out to the lonely
This one goes out to the broken hearts
This one goes out to the people
Left behind, waiting to be found
I've seen your shadow in the dark
I've seen this struggle in your life
Feels like nothing comes out right

For all the lovers and believers
And the ones who've been betrayed
To all the fighters, all the dreamers
And the ones who've not been saved
For all the lovers and believers
And the ones who´ve not been heard

I know you're right
You've got that something in your eyes
I know that you will be alright

Yeah, Yeah, Yeah
Don't be scared of being lonely
I'm here with you ~~

„Das darf doch nicht wahr sein", murmelte Turai.
Das Lied schien fast an ihn adressiert, nur klang es gleichzeitig so ironisch in seinem jetzigen Zustand, dass ihm richtig schlecht wurde.
Demonstrativ zog er den Stecker des Radios und öffnete erneut das Fenster, dieses Mal allerdings um frische Luft hereinzulassen.
Trotz der kleinen Erfrischung fühlte er sich noch nicht besser, aber wie dumm musste man sein, um seine Laune von einem Lied abhängig zu machen? Den heftigen Impuls, seinen Kopf einmal schön gegen die Wand zu schlagen, unterdrückte Turai und stellte zum tausendsten Mal heute fest, dass mit ihm definitiv etwas nicht stimmte.
Am Besten sortierte er erst mal seine Gefühle und Gedanken: er fühlte sich zum Schreien einsam, musste sich mit der Tatsache anfreunden, schwul oder zumindest bisexuell zu sein, sollte vielleicht die Klasse oder gleich die Schule wechseln, kam sich wie der letzte Idiot vor und außerdem... brauchte er unbedingt etwas zum Essen.
Turai schlich sich in die Küche, angelte einen Joghurt aus dem Kühlschrank und setzte sich an den Küchentisch. Wie konnte man nur so viel denken, dass man vergaß, etwas zu essen? Nun ja, irgendwie hatte er das erreicht. Er sollte jetzt vorsichtshalber schlafen gehen, sonst vergaß er das womöglich auch noch, zutrauen würde er es sich.
Fünf Minuten später lag er in seinem Bett und zwang sich zum Einschlafen, was ihm aber erst gegen 4 Uhr gelang und selbst seine Träume verwirrten ihn.

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