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Author: Frozen Queen Und im Dezember geht die Welt unter.
Rated: Fiction K+ - German - Angst - Words: 245 - Reviews: 1 - Published: 02-28-12 - Status: Complete - id: 3001119
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2012
Die Welt schleppt sich dahin
Langsam in der Mitte unseres Lebens
Aber am Rand läuft sie schneller
Wie in einer Zentrifuge
Und im Dezember geht die Welt unter.
Am Rand unserer Wahrnehmung
Unseres gelangweilten Bewusstseins
Rufen sie alle
Von Nachrichtensprechersesseln oder Websitewerbebannern
Schreien sie heiser:
Afghanistan Griechenland Wulff
Amerika Iran Merkel Uniplatzmangel
Atomausstieg Überalterung Bankenwahnsinn
Und im Dezember geht die Welt unter.
Wie schön, dass man sich bei all dem Gebrüll
Noch auf das Wichtige im Leben besinnen kann
Beständigkeit. Ehrlichkeit. Loyalität.
Und dieselben kleinen alten Lügen
Die schon die Großmutter so liebte
Dass sie sie mitnahm in ihr Grab
Und im Dezember geht die Welt unter.
Und wieder ist irgendwer gestorben
In irgendeinem fernen, irrelevanten Land
Nur die Benzinpreise, die sind gottlos
Und im Dezember geht die Welt unter.
The show must go on, und doch –
Übersättigung ist genauso schlimm wie Hunger
In dieser allzu alltäglichen Hektik
Lacht irgendwo ungehört ein Engel
Und im Dezember geht die Welt unter.
Let's party from dusk till dawn
Irgendjemand wird's schon reißen
Ein anderes, anonymes Gesicht
Ein Name, den Facebook nicht kennt
Und im Dezember geht die Welt unter.
So vieles, was am seidenen Faden hängt
Und das Sicherheitsnetz wurde längst outgesourct
Das Leben schleppt sich weiter.
Was wir brauchen, ist vielleicht
Ein einschneidendes Ereignis
Damit wir merken
Was wir haben
Was wir brauchen, ist vielleicht
Ein durchgreifendes Ereignis
Damit wir merken
Was uns fehlt
Was wir brauchen, ist vielleicht
Ein klein wenig Weltuntergang.
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