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Sterne
Author:
Arel o Imladris PM
Ein Mann, eine Frau, die unendliche Weite des Universums, eine kleine schwarze Katze, ein romantischer Sternenhimmel. Sci-Fi-inspiriert. Rating sicherheitshalber.
Rated: Fiction T - German - Sci-Fi/Romance - Words: 793 - Published: 04-24-12 - id: 3016317
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Man könnte es ein Frühwerk nennen. Mir liegt Romantik nicht, wie man sieht.

Sterne.
Die Milliarden und Abermilliarden von Sternen waren der Grund gewesen, weshalb sie aus dem Ballsaal geflohen war.
Dort drinnen konnte man sie nicht sehen und die Sterne waren etwas, das sie an ihre Heimat erinnerte.

Ein leichter Wind wehte von den Bergen herüber und das Haar der jungen Frau bewegte sich sanft.
Eine kleine schwarze Katze näherte sich ihr und sprang auf die Balkonbrüstung. Das Kätzchen rollte sich auf dem warmen Stein zusammen und schnurrte zufrieden. Die junge Frau seufzte. Es war so friedlich.

Die Sterne funkelten und Drvhds mit seinen zehn Monden leuchtete hell.

Die junge Frau hörte die Tür am anderen Ende der Terrasse aufgehen. Kurz wurde die Stille von dem Gelächter und der Musik aus dem Ballsaal unterbrochen. Dann wurde die Tür leise geschlossen.
Eine Person trat mit leisen Schritten an die Brüstung. Sie stand außerhalb des Blickfeldes der jungen Frau, aber sie war sich sicher, eine männliche Aura zu spüren. Stille herrschte und wurde nicht unterbrochen.
Es war eine gute, wohltuende Stille, nur begleitet vom leisen Säuseln des Windes.
Nach einigen Minuten begann der junge Mann zu sprechen. Es klang wie ein Selbstgespräch, aber der jungen Frau wurde bewusst, dass er mit ihr sprach.

"Ich glaube, sie weiß gar nicht, wie sehr ich sie liebe. Seit ich sie vor sieben Jahren das erste Mal sah, liebe ich sie. Und sie bemerkt mich nicht. Sie lächelt und erzählt mit ihrem Nachbarn, wenn ich mit ihr reden möchte, mich ihr gestehen möchte. Sie lächelt und tanzt mit meinem Nebenmann, wenn ich mit ihr tanzen möchte. Sie lächelt ein schönes Lächeln. Ein sehr höfliches Lächeln. Aber es erreicht die Augen nicht. Es ist ein abweisendes Lächeln."

Er trat näher an die junge Frau heran.

"Eigentlich will ich sie berühren."

Er hob die Hand, legte sie auf ihren Arm.

"Ihr durch die Haare streichen."

Er strich sacht über das im Sternenschein silbrig glänzende Haar.

"Aber sie lächelt und geht. Und ich liebe sie. Deswegen werde ich tun, was ich will, auch wenn sie mir den Rücken zuwendet. Ich werde die Hand an ihre Wange legen."

Er tat, was er sagte und ließ seine Hand dort liegen. Das Mädchen erschauerte.

"Ich werde die Hand auf ihre Hüfte legen und sie zu mir herum drehen."

Er legte die Hand leicht auf ihre Hüfte und verharrte dort, als wenn er auf Bestätigung warten würde. Als sie seine Hand nicht abschüttelte, zog er sie zu sich herum.

Er flüsterte jetzt nur noch. "Ich werde sie fragen, ob sie mich liebt."

Das Mädchen schwieg und erschauerte erneut. Der junge Mann vor ihr sah auf sie hinab und erzählte weiter.

"Sie wird schweigen. Ich werde vor ihr auf die Knie sinken und ihre Hand küssen und sie fragen, ob sie meine Königin werden möchte."

Er sank auf die Knie und küsste ihre Hand. Die junge Frau starrte mit großen Augen auf ihn hinab. "Mein König ..., ich ...", ihre Stimme brach.

Er nickte traurig. "Ich werde verstehen, dass sie mich nicht will und ich werde mich erheben, fortgehen und mit lächelndem Gesicht trauern, während ich tanze. Und irgendwann werde ich es verstehen. Irgendwann. Vielleicht."

Er erhob sich, sah noch einmal in ihr Gesicht und strebte dann mit schnellen Schritten der Tür zum Ballsaal zu.

Als sie sich fast hinter ihm geschlossen hatte, schluchzte die junge Frau auf. "Verdammt, ich liebe Euch doch." Aber die Tür schloss sich unerbittlich und zerriss das kleine Fädchen der Hoffnung. Die junge Frau brach zusammen. Aber die konnte nichts mehr ändern. Sie hatte ihre Chance gehabt.

"Ich liebe ihn doch. Verdammt, ich liebe ihn doch", flüsterte sie leise und schluchzte trocken. Sie stand auf und taumelte auf die Balkonbrüstung zu. Schwer atmend stützte sie sich auf dem immer noch warmen Stein ab und starrte auf die Berge. Er hatte Recht, irgendwann würde er es verstehen, dass sie ihn geliebt hatte. Bis dahin ...
Die Berge wurden immer verlockender. In den Bergen kannte sie sich aus. In den Bergen war ihre Familie, ihr Clan und da sie jetzt keine Liebe mehr im Schloss hielt ... Warum nicht? Sie waren besser als jeder andere Ort.
Sie raffte ihre Röcke und machte Anstalten, über die Brüstung zu klettern, als sich von hinten zwei starke Arme um ihre Taille schlangen und sie an eine breite Brust zogen. Der König hob sie hoch wie ein kleines Kind und sah ihr in die Auge.
Geh nicht!, flehten seine Augen.
Wenn du mich noch nimmst?, antworteten ihre.

"Dann ist ja alles gut, mein Schatz.", sagte er und küsste sie hingebungsvoll.

***

Zufrieden stahl sich eine weibliche Gestalt leise aus dem Schatten der Säule zur Tür.
"Das ist ja gerade noch mal gut gegangen.", murmelte sie vor sich hin.

"Herzlichen Glückwunsch, mein Sohn."

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