
| Kläglich gescheitert
Author: Rose90 Als Vampir hat man's nicht leicht, in der heutigen Zeit. Erst wird man von einer fiesen Erkältung gequält und dann nimmt einen keiner mehr Ernst.
Rated: Fiction K+ - German - Words: 411 - Published: 05-21-12 - Status: Complete - id: 3024452
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Kläglich gescheitert!
Als Vampir hat man's heutzutage auch nicht leicht. Nicht nur, dass man von einer fiesen Erkältung geplagt wird, keiner nimmt einen mehr ernst.
Diese Erfahrung musste Graf von Schreckenstein machen, als er durch die rumänischen Wälder streifte. Früher waren die Tiere noch geflüchtet, weil sie seine düstere Aura spürten, heute hörten sie sein Husten schon von Weitem und als er kurz vor Mitternacht ein kleines Dorf erreichte wartete schon die nächste böse Überraschung auf ihn.
Und zwar in Gestalt eines jungen Mannes, der allein durch die Straßen spazierte und wahrscheinlich auf dem Nachhausweg war.
Genau wie die letzte zweihundert Jahre schlich der Vampir sich langsam an sein nichtsahnendes Opfer heran. Die Kiefer waren leicht geöffnet, die Zähne bleckten und waren bereit sich in den Hals des Menschen zu bohren, damit … .
„Hatschi."
Das konnte doch nicht wahr sein! Nicht ausgerechnet jetzt!
„Gesundheit.", wünschte der junge Mann, der sich bei diesem Geräusch umgedreht und den Vampir erblickt hatte.
„Nein, eben nicht.", beschwerte der Blutsauger sich.
„Ich wollte doch nur höflich sein.", verteidigte sich der Mann.
„Klappe! Ich bin ein Vampir und … ."
„Nun übertreiben Sie mal nicht! Nur weil Sie etwas blass im Gesicht sind … ."
„Ich bin aber ein echter Vampir und ich will dein Blut!"
„Hustensaft macht sich bei Ihnen sicherlich besser. Oder versuchen Sie's mal mit 'nem ordentlichen Kräutertee oder … ."
„Ich bin Graf von Schreckenstein und du sollst besser Angst vor mir haben, weil … !"
„Wieso sollte ich? Ich hab mir letzte Woche erst meine Grippe- Impfung abgeholt!"
War der zu dumm, um ihn zu verstehen oder machte er sich am Ende noch über ihn lustig. So was war ihm in zweihundert Jahren noch nicht unter gekommen!
„Na, gut. Ich muss dann nach Hause. Und Sie sollten auch besser zusehen, dass sie Heim kommen. Sonst wird das mit ihrer Erkältung nie besser."
Mit diesen Worten ließ das vermeintliche Opfer den völlig fassungslosen Untoten stehen und ging seines Weges.
Aber als eingefleischter Vampir konnte er das natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Er verwandelte sich in eine Fledermaus und verfolgte seine Beute bis zu dessen Haustür.
„Jetzt hab ich dich!", dachte sich der Vampir und flog Richtung Tür und … scheiterte am automatischen Vampir- Abwehr- System!
Das war zu viel. Auch für einen zweihundert Jahre alten Vampirgrafen. Frustriert flog er zurück zu seinem Schloss und schwor sich noch in der nächsten Nacht in die Karpaten auszuwandern. Dort hatten die Menschen wenigstens keinen Strom, um sich automatische- Vampir- Abwehrsysteme zu zulegen! Hust!
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