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Author: Lorelei Lee
Fiction Rated: M - German - Romance/Humor - Reviews: 1 - Published: 09-13-02 - Updated: 09-13-02 - id:964297
Disclaimer:

Ähnlichkeiten mit lebenden oder fiktiven Personen, Orten und Handlungen sind rein zufällig.

Spoiler:

Neulich fand ich hier die Storys von Mortianna und ich war nicht nur begeistert, sondern auch inspiriert!
Erwartet nicht zu viel - es ist meine erste eigene Slash-Story, aber ich wünsche euch trotzdem viel Spass bei meiner kleinen Parodie.

PS:
Wer die Police-Academy-Filme kennt, der weiss auch was es mit der Blue Oyster Bar auf sich hat *g*.

Valentinstag in New York

(by Lorelei Lee)

Es war der 14. Februar und Larry Topper sass allein in der kleinen Eingangshalle der New Yorker Hexen-Pension in der er abgestiegen war. Er blätterte müssig in einer alten Ausgabe des "Goldenen Besen", doch seine Gedanken waren ganz woanders.

Er war mittlerweile Anfang zwanzig und schon lange kein Wighearts-Schüler mehr, stattdessen war er im Hexereiministerium für Sonderaufgaben zuständig. Eine dieser Aufgaben bestand gegenwärtig darin, die Familie Badtry ausfindig zu machen, die sich seit Malificus' endgültigem Sturz versteckt hielt. Zu diesem Zweck war er schon ein paar Mal um den halben Erdball gereist und hatte auch schon mit anderen Hexen und Zauberern zusammengearbeitet. Immer wieder hatte er dabei auch mit Professor Snyder zu tun gehabt, seinem alten Lehrer. Und so auch hier. Ryan Woolsey, der auch seinen Platz im Hexereiministerium gefunden hatte, hatte ihnen einen Brief zukommen lassen, in dem ein Informant ausdrücklich wünschte sich mit Snyder und Larry in einer bestimmten New Yorker Nicht-Magiere-Bar zu treffen. Dort wollte er ihnen dann etwas über die Badtry's mitteilen.
An diesem Punkt seiner Überlegungen angelangt, zog Larry kurz die Schultern hoch.
"Von allen Zauberern musste es natürlich ausgerechnet Snyder sein", dachte er unmutig. Snyder war in der Vergangenheit zwar nicht mehr ganz so gemein zu ihm gewesen, doch Larry war davon überzeugt, dass Snyder ihn immer noch von ganzem Herzen hasste. In diesem Moment betrat Snyder die Halle und blieb vor Larry stehen.
"Nun, Topper? Können wir dann gehen?" sagte Snyder kurz angebunden und offensichtlich schlechter Laune.
Larry warf einen Blick auf dessen wallende, schwarze Robe und wagte es eine Bemerkung zu machen.
"Ähm, Professor, waren wir uns nicht einig, dass wir uns mehr wie - Nicht-Magiere kleiden sollten?"
Ein stechender Blick traf Larry und er wünschte sich, er hätte einfach die Klappe gehalten.
"Wie ich sehe ist Ihnen dies bewunderungswürdig gelungen, Topper", äusserte Snyder sarkastisch und liess seinen Blick über Larry's Jeans, T-Shirt und Jeansjacke gleiten. "Was mein Erscheinen angeht, so lassen sie das bitte meine Sorge sein", bemerkte er zum Abschluss ätzend.
Snyder hatte definitiv schlechte Laune! Larry ging daher nicht auf die Provokation ein und erklärte stattdessen, dass er sich informiert habe und die Bar nur zwei Blocks entfernt wäre, weshalb er vorschlug, diese Strecke zu Fuss zurückzulegen.
Snyder enthielt sich einer Antwort und beschränkte sich darauf Larry zu folgen.

Vor der Bar angelangt studierte Larry kurz das Neonlicht über der Eingangstür.
"Blue Oyster Bar - hier sind wir richtig", stellte er fest.
Drinnen gab Snyder seine Robe an der Garderobe ab und Larry konnte ein leises "Wow!" nicht unterdrücken. Doch er hatte Glück, Snyder, unter dessen Robe ein eleganter, schwarzer Anzug mit einem schwarzen Hemd zum Vorschein gekommen war, hatte ihn tatsächlich nicht gehört. Gemeinsam stiegen sie die breite Treppe hinunter und betraten die eigentlichen Räumlichkeiten. Larry war noch nicht oft in Bars oder Nachtclubs gewesen, doch auf den ersten Blick fiel ihm nichts Ungewöhnliches auf. Es gab eine kleine Bühne für diverse Showeinlagen, eine Tanzfläche, abgedunkelte Nischen mit kleinen Tischen und natürlich eine langgezogene Bar.
"Topper!" peitschte da Snyder's Stimme in sein Ohr. "In was für eine Art von Bar haben sie mich geschleppt?"
Doch genau in diesem Moment war auch Larry der offensichtliche Mangel an Frauen aufgefallen und er errötete leicht. Ob vor Wut oder Scham war ihm selbst nicht ganz klar.
"Professor, ich habe sie nicht hierher geschleppt. Wenn sie sich erinnern, wartet hier ein Informant auf uns!" zischte er Snyder leise zu.
Ein sich küssendes Männerpärchen schob sich an Larry und Snyder vorbei.
"Na wunderbar", murmelte Snyder und Larry glaubte, einen resignierten Unterton heraus zu hören.
"Warum setzen wir uns nicht einfach an die Bar?" schlug er deshalb vor. Und Snyder folgte ihm tatsächlich ohne Widerworte.
Sie nahmen nebeneinander auf den Barhockern Platz und Larry bestellte Bier für sie beide. Während Larry die ersten Schlucke trank, sah er sich unter gesenkten Wimpern unauffällig im Raum um, ob er schon eine Spur des Informanten entdecken würde. Dabei streifte sein Blick auch Snyder, der ihn - so schien es - die ganze Zeit unverwandt angestarrt hatte.
"Topper, finden sie ihren Schlafzimmerblick etwa der Situation angemessen?" näselte er arrogant und Larry schoss zum zweiten Mal an diesem Abend das Blut in die Wangen. Er wusste nicht, was er darauf hätte antworten sollen und so beschränkte er sich darauf, die Schultern zu zucken und die Tanzfläche zu beobachten. Er versuchte dabei möglichst unbeteiligt zu wirken, doch in gewisser Weise erinnerten ihn die tanzenden, maskulinen Körper an einige Siegesfeiern nach Wettkämpfen in der Dusche der Growlingflys. Einige verdrängte Bilder tauchten in seinem Kopf auf, die dazu führten, dass ihm langsam warm wurde. Er dachte flüchtig daran ohne Snyder nochmal hierher zu kommen, als ihn die Stimme des verhassten Lehrers aus seinen bildhaften Träumen riss.
"Topper, ich hoffe, Sie vergessen über diesem - Schauspiel - nicht, warum wir eigentlich hier sind", sagte Snyder anzüglich.
War es der Alkohol oder die Erinnerungen? Larry wusste es selbst nicht so genau. Er drehte bei diesen Worten langsam den Kopf zu Snyder und stellte fest, dass dessen Gesicht sehr nahe bei seinem war - zweifellos um nahe genug an Larry's Ohr zu sein, damit die ätzende Bemerkung auch bestimmt nicht in dem vorherrschenden Lärm unterging. Larry's leicht entrückter Blick glitt über Snyder's Gesicht. Über die schmalen Lippen, die tiefschwarzen Augen und über die dunklen Haare, die von den ersten grauen Strähnen durchzogen wurden. Und Larry fragte sich, warum ihm noch nie aufgefallen war, dass sein ehemaliger Lehrer auf gewisse Weise attraktiv war. Seine Kehle wurde ihm eng und er fragte sich, wie es wohl sein musste, diese allzu nahen, schmalen Lippen zu küssen und... Energisch schüttelte er den Kopf. War er denn wahnsinnig geworden? Snyder hasste ihn und er - nun zumindest konnte er Snyder nicht besonders gut leiden... Hastig trank er sein Glas leer und stand auf.
"Nein, das habe ich nicht vergessen, Professor. Aber ich denke auch, es ist etwas zu auffällig wenn wir den ganzen Abend wie festgeleimt an der Bar sitzen. Ich gehe jetzt auf jeden Fall tanzen." Es hatte herausfordernd klingen sollen, doch selbst Larry kam es so vor, als ob der Unterton eher trotzig gefärbt war. Deshalb zog er seine Jeans-Jacke aus und warf sie achtlos auf seinen Barhocker und ging mit raschen Schritten auf die Tanzfläche.
Der Barkeeper stellte ein weiteres Glas Bier vor Snyder, der Larry's Abgang mit starrem Blick verfolgte.
"Hattet ihr Streit?" mischte sich der Barkeeper ungefragt ein und erntete dafür einen tödlichen Blick aus Snyder's Augen.
"Geht mich ja nichts an", äusserte der Barkeeper achselzuckend. "Aber wenn ich Sie wäre, würde ich diesen Wahnsinnsknaben nicht allzu lange allein lassen. Sind heute ne Menge Raubfische hier, denen so ein leckerer Happen schon schmecken würde." Mit diesen Worten drehte er sich weg und überliess Snyder seinen finsteren Gedanken. Während Larry tanzte liess ihn Snyder nicht aus den Augen. Unablässig verfolgte er jede Bewegung seines ehemaligen Schülers. Unmutig musste er dem Barkeeper recht geben. Aus dem aufsässigen Schüler war ein schlanker, junger Mann geworden, der offensichtlich wusste, was er wollte. Snyder musterte die anderen Männer auf der Tanzfläche. Einige waren grösser als Larry, doch Snyder hielt nicht viel von körperlicher Überlegenheit. Viele waren muskulöser als Larry, doch Snyder hatte nicht sehr viel übrig für Muskeln. Alles in allem war kein anderer Mann in dieser Bar, der auch nur im entferntesten die gleiche Wirkung auf Snyder gehabt hätte wie Larry. Der Junge war wirklich verdammt anziehend. Halt! Was hatte er da gerade gedacht? Larry und anziehend? Das konnte nicht sein, weil es nicht sein durfte - und doch... je länger er diese schmalen, kreisenden Hüften betrachtete, desto sicherer würde er sich zu einer unbedachten Handlung hinreissen lassen. "Eine kalte Dusche wäre jetzt nicht schlecht", dachte Snyder. "Und hinterher noch ein wenig altmodische Selbstbefriedigung und basta!" Snyder wusste, dass es für alle Beteiligten besser wäre, wenn er jetzt den Blick von Larry's Körper abwenden würde, doch er brachte es einfach nicht über sich. Wie hypnotisiert starrte er weiterhin auf die Tanzfläche und beschäftigte sich in Gedanken damit, wie aufregend es wäre, Larry auf lustvolle Art und Weise ein wenig zu demütigen... Snyder's Herzschlag beschleunigte sich.

In der Zwischenzeit amüsierte sich Larry prächtig. Er konnte nicht umhin, die Blicke zu bemerken, die ihm die anderen Männer zuwarfen. Die eine oder andere Hand hatte ihn auch schon wie versehentlich berührt und ein sanftes Prickeln auf Larry's Haut hinterlassen. Schliesslich legte ein blonder, junger Mann einen Arm um Larry's Hüfte und zog ihn unmissverständlich an sich. Doch bevor sich noch dieses gewisse, lustvolle Ziehen zwischen Larry's Beinen einstellen konnte, wurde er hart am Oberarm gepackt und von jemand aus der beginnenden Umarmung gerissen. Wütend sah er sich nach dem Störenfried um und seine Augen weiteten sich überrascht, als es niemand anders als Snyder war.
"Er gehört mir!" Zischte Snyder den blonden Mann an. Larry glaubte nicht richtig zu hören. Was zur Hölle hatte das nun wieder zu bedeuten? Der blonde Mann zog sich hastig zurück, nachdem er eine Kostprobe von Snyder's stechendem Blick erhalten hatte.
Larry starrte Snyder immer noch verblüfft an.
"Finden Sie es eigentlich klug, Topper, auf diese Weise unliebsame Aufmerksamkeit zu erregen und so unsere Mission zu gefährden?" fragte Snyder mit einem gefährlichen Funkeln in den Augen.
Larry überlegte, dass für jeden anderen diese Unterhaltung wie ein Streit zwischen Liebhabern aussehen musste. Liebhaber! Das Wort ran ihm mit einem lustvollen Prickeln über den Rücken. Snyder und er - er und Snyder... ein beunruhigender Gedanke, verstörend und vielleicht gerade deshalb so - aufwühlend?
"Sie sind doch nicht etwa eifersüchtig, Professor?" fragte er leise. Doch zu seiner weiteren Überraschung brachte ihn Snyder nicht auf der Stelle um.
"Reden Sie keinen Unsinn, Topper. Tanzen Sie lieber, oder wollen Sie noch mehr Aufmerksamkeit erregen", knurrte Snyder ihn lediglich an.
Während dieses Wortwechsels lief die Musik aus und ein neues Lied durchklang den Raum. Es war ein langsames Lied und einige Paare bewegten sich bereits engumschlungen über die Tanzfläche. Snyder hielt immer noch Larry's Arm umklammert und Larry zögerte nur eine Sekunde, bevor er seine Hände auf Snyder's Schultern legte und sich langsam im Rhythmus der Musik bewegte.
"Was, zum Teufel tun Sie da, Topper", fauchte Snyder ihn an.
Larry bedachte ihn mit einem unschuldigen Augenaufschlag. "Ich tue nur, was sie mir gesagt haben, Professor. Ich tanze", sagte er langsam und beobachtete, wie sich plötzlich in Snyder's Augen etwas veränderte. Und auf einmal war es wieder da, dieses köstliche Ziehen zwischen seinen Beinen. Sein Herz pochte heftig und er fragte sich ernsthaft, warum ihm noch nie aufgefallen war, wie faszinierend diese schwarzen Augen funkelten, wenn kleine Flammen in ihnen zu lodern schienen. Langsam löste Snyder seinen Griff um Larry's Arm und legte wie unter einem geheimen Zwang seine Arme um Larry's Hüften, während er sich fragte, wie weit dieser mutige Growlingfly wohl gehen würde...

Larry spürte die Hände auf seinem Rücken und auf seinen Hüften, wie sie sich sanft streichelnd hin und her bewegten. Jede Berührung hinterliess brennende Schauer auf seiner Haut. Die Kehle wurde ihm eng und langsam aber unaufhaltsam bewegte er sich näher auf Snyder zu, bis sich ihre Körper fast berührten. Larry's Bedürfnis, seinen Mund auf Snyder's schmale Lippen zu pressen wurde übermächtig. "Er wird mich umbringen", wisperte eine kleine Stimme in seinem Kopf. Und eine zweite Stimme antwortete aufgeregt: "No risk, no fun!"
Snyder beobachtete, wie sich Larry's Kopf langsam ein wenig neigte. "Ob er wohl...", dachte Snyder unzusammenhängend und spürte zu seinem eigenen Ärger wie sich seine Lippen automatisch ein wenig teilten. Diese winzige Geste war die letzte Ermunterung, die Larry noch gefehlt hatte. Mit einem leisen, kehligen Seufzen legte er seine Lippen auf Snyder's Mund und schloss die Augen. Snyder erstarrte für wenige Sekundenbruchteile zu völliger Reglosigkeit, während seine Gedanken durcheinander wirbelten, wie geheimnisvolle Zutaten in einem Kessel. "Er hat es tatsächlich gewagt", dachte er wütend. "Das wird er noch büssen - so einfach einen ehemaligen Lehrer zu verführen, eine Respektsperson... eine... ach zum Teufel damit!" Und er erwiderte Larry's Kuss mit sinnlicher Vehemenz. Seine Zunge stiess gegen Larry's Lippen, die sich dem Eindringling bereitwillig öffneten um sofort sanft daran zu saugen. Heisses Blut rauschte durch Snyder's Adern und er presste sich eng gegen den begehrenswerten, jungen Körper. Dabei machte er eine derart faszinierende Feststellung, dass er den Kuss mit einem letzten Zungenschlag beendete.
Er betrachtete mit funkelnden Augen, den leicht glasigen Blick Larry's.
"Ich hoffe, Topper, dass das in ihrer Hose nur ihre Geldbörse ist", äusserte er in provokantem Ton mit hochgezogener Augenbraue.
Und tatsächlich, Larry's Blick klärte sich etwas und seine Wangen röteten sich leicht. Die Beule jedoch, die sich so nachhaltig gegen Snyder's Oberschenkel presste, schien sogar noch ein wenig heisser und härter zu werden. Diese Reaktion brachte Snyder auf eine Idee.
"Topper", flüsterte er drohend, während er sein Bein weiterhin möglichst unauffällig an Larry's Jeans rieb. "Ich habe sie etwas gefragt. Und ich warte immer noch auf eine Antwort. Oder muss ich Ihnen erst Manieren beibringen?"
Larry biss sich auf die Lippen um ein verräterisches Stöhnen zu unterdrücken, doch das Zucken, das Snyder an seinem Oberschenkel spürte, verriet genug. Snyder lächelte leicht. Wer hätte das gedacht? Der liebe Larry sehnte sich danach, ein bisschen gemassregelt zu werden.
"Haben Sie mich verstanden, Topper?" zischte er leise in Larry's Ohr.
"Ja, Herr Professor", antwortete Larry leicht atemlos und diese Antwort führte nun auch bei Snyder zu der erwarteten körperlichen Reaktion. Als Larry dies bemerkte, liess er seine Hände tiefer rutschen, bis sie auf Snyder's Hintern auflagen. Dann ergriff er erneut von Snyder's Lippen Besitz, während er seinen Unterleib aufreizend gegen dessen stetig wachsende, heisse Schwellung rieb. Snyder stöhnte verhalten zwischen Larry's Lippen und löste sich erneut von ihm.
"Wir dürfen nicht vergessen, warum wir heute abend hier sind", sagte Snyder stockend. "Reissen Sie sich zusammen, Topper." Mit dem letzten Rest von Selbstbeherrschung löste Snyder den begehrlichen Griff von seinen Pobacken. "Wir warten hier immer noch auf einen Informanten", flüsterte er eindringlich.
Larry runzelte enttäuscht die Stirn. Dann hellte sich sein Blick wieder etwas auf. "Später?" fragte er schliesslich.
Wer hätte diesem einzelnen Wort widerstehen können? Ein Wort, das nichts bedeutete und doch so viel verhiess. Snyder ganz sicher nicht. Zumindest nicht in dieser Nacht.
"Später", antwortete er rau. "Später werde ich Sie für ihre Handlungen zur Rechenschaft ziehen, Topper!"
Diese Worte lösten in Larry wieder ein lustvolles Kribbeln aus, das sich besonders in seiner Körpermitte konzentrierte. Ein Lächeln der Vorfreude huschte über sein Gesicht.
"Versprochen?" fragte er hartnäckig.
Snyder war sich mittlerweile sicher, dass die Erwartung einen feuchten Fleck zwischen seine Beine gezeichnet hatte.
"Versprochen?" Er hob sarkastisch eine Augenbraue. "Das verspreche ich Ihnen nicht nur Topper - das schwöre ich Ihnen sogar. Beim Wappen von Scissorin", knurrte er hitzig. Dann zog er Topper mit sich zu einem freien Tisch.
"Wehe, Sie behalten Ihre Hände nicht bei sich!" zischte Snyder Larry an, während sie sich setzten.
"Jawohl, Herr Professor", hauchte Larry geschmeidig, der längst gemerkt hatte, wie vielversprechend Snyder auf diese kleinen Unterwürfigkeiten reagierte. Und auch jetzt wirkte es wieder.
"Topper, du wirst den Tag bereuen, an dem du geboren wurdest", stiess Snyder deutlich erregt hervor.
Larry enthielt sich einer Antwort. Er gestattete sich lediglich ein zufriedenes Lächeln, während die kleine Stimme in seinem Kopf freudig erregt "au ja - au ja" rief.

Doch die Stunden vergingen und noch immer hatte kein Informant mit ihnen Kontakt aufgenommen. Schliesslich rief der Barkeeper ihnen zu, dass die Bar schliessen würde.
Snyder starrte einen Augenblick mit einer Mischung von Verwunderung und Zorn auf die Tischplatte, doch dann sah er auf und sein Blick bohrte sich direkt in Larry's Augen.
"Nun, Topper. Es sieht so aus, als ob es nun an uns liegen würde, diesen Abend mit einem befriedigenden Abschluss zu krönen." Er hob eine Augenbraue und musterte Larry mit Geringschätzung und einer Spur Neugier. "Denken Sie, dass Ihnen das gelingen wird, Topper?"
Larry leckte sich über seine trocken gewordenen Lippen. Snyder's Worte hatten seine Erregung zum wiederholten Male angefacht.
"Ich werde mir alle Mühe geben, Ihre Anforderungen zu befriedigen, Herr Professor", antwortete er mit einem lockenden Vibrieren in seiner Stimme.
Sie standen gleichzeitig auf und verliessen nahezu fluchtartig die Bar. Snyder vergass sogar seine Robe wieder abzuholen. Auf der Strasse war niemand zu sehen, deshalb apparierten beide gemeinsam in Snyder's Zimmer. Sie schalteten kein Licht an, die Neonlichter auf der Strasse erhellten das Zimmer für ihr Vorhaben völlig ausreichend mit ihren bunten, schattenhaften Lichtreflexen.

"Du weisst noch, was ich vorhin zu dir gesagt habe?" fragte Snyder heiser vor unterdrückter Erregung.
"Ja, Herr Professor", antwortete Larry atemlos vor Verlangen. "Und ich warte sehnsüchtig darauf."
"Aufsässiger Bengel", knurrte Snyder und riss mit einer einzigen Bewegung Larry's T-Shirt der Länge nach auseinander. Einen Moment starrte er atemlos auf die sehnige, glatte Brust, die sich unter Larry's Atemzügen in rascher Folge hob und senkte. Dann legte Snyder seine Hände auf diese Brust. Snyder spürte Larry's Erschauern und kniff ihn ohne zu überlegen kräftig in die Nippel und zog leicht daran.
"Na, Topper, wie gefällt dir das", murmelte er halblaut, während Larry ihm seinen Oberkörper entgegen bog und sich ein langgezogener Seufzer seinen Lippen entrang. Snyder beugte seinen Kopf und leckte und saugte abwechselnd an Larry's Nippeln, bis diese so hart waren wie Kieselsteine. Snyder registrierte mit wachsender Befriedigung, dass die Beule zwischen Larry's Beinen den Reissverschluss seiner Jeans zu sprengen drohte. Spielerisch kratzte er mit seinen Fingernägeln an der Innenseite von Larry's Oberschenkel hinauf, hielt jedoch kurz vor dem Zentrum von Larry's Lust inne. Und Snyder traute seinen Ohren nicht, als sich Larry's Kehle tatsächlich ein lustvolles Wimmern entrang.
"Ich hoffe, das wird dich lehren, in Zukunft besser zu gehorchen, Topper", stöhnte Snyder bevor er seinen Mund in Larry's Halsbeuge versenkte.
"Oh ja..." murmelte Larry, dann kniete er sich vor Snyder hin und befreite mit ungeduldigen Fingern Snyder's schwellende Männlichkeit aus ihrem viel zu engen Gefängnis. Langsam liess er seine Zunge über das harte Fleisch gleiten, bevor er es begierig zwischen seine Lippen nahm. Snyder konnte seine Augen nicht von diesem Anblick losreissen. Die Neonlichter zuckten über Larry's Gesicht und warfen grünliche und rötliche Schatten auf die halbgeschlossenen Augenlider, auf die gespannten Wangen und den geöffneten Mund, der mit seiner Zunge Snyder unaussprechlichen Genuss verschaffte.
Snyder liess ihn gewähren, bis er befürchtete, sich nicht mehr länger beherrschen zu können. Seine Hände krallten sich in Larry's Haare und rissen ihn daran wieder in die Höhe.
"So leicht kommst du mir nicht davon, Topper", reizte er Larry. "Ich bin noch lange nicht mit dir fertig."
Wieder hörte er statt einer Antwort dieses Wimmern. Es war Musik in seinen Ohren und sein im Moment unbeschäftigtes Körperteil zuckte ekstatisch.
"Dann wollen wir mal sehen, was du zu bieten hast, Topper." Er hielt ihn auf Armeslänge von sich entfernt. "Na los, zieh dich aus - oder brauchst du eine Sondereinladung?" Snyder begleitete seine Worte mit einem knappen Schlag mit der blossen Hand auf Larry's Hintern. Larry's Blick umwölkte sich vor Lust. Snyder blieb unter diesem Blick die Luft weg. Noch nie hatte ihn jemand so angesehen! Verdammt! Er war drauf und dran, diesem Jungen mit Haut und Haaren zu verfallen.
Larry hatte Mühe, Snyder's Wunsch nachzukommen. Seine Hände zitterten vor Begierde und er war sich sicher, dass er noch nie in seinem Leben so geil gewesen war. Snyder spielte dieses lustvolle Spielchen mit einer Perfektion, die Larry in einen erotischen Taumel versetzte, wie er ihn noch nie erlebt hatte. Schliesslich war es ihm gelungen, das letzte Kleidungsstück abzustreifen und er stand fiebrig bebend vor Snyder, der ihn mit seltsam gierigen Blick musterte. Besonders lange verweilte sein Blick auf Larry's hervorstechendstem Körperteil, auf dessen Spitze schon die erste Feuchtigkeit glitzerte. Snyder biss sich kurz auf die Lippen um sich wieder kurzzeitig zur Besinnung zu bringen. Er wäre sonst Gefahr gelaufen seine Rolle in diesem faszinierenden Spielchen zu vergessen und vor Larry wie ein brünstiges Tier auf dem Boden herum zu rutschen.
"Nicht übel, Topper. Gar nicht so übel", sagte er stattdessen. "Komm' her. Du darfst mich entkleiden."
Heisse Schauer jagten über Larry's Rücken, als er Snyder's Hemd aufknöpfte. Er bedeckte die überraschend muskulöse Brust mit hungrigen, gierigen Küssen und fuhr auf diese Weise fort, Snyder von seinen Kleidern zu befreien. Snyder's verhaltenes Stöhnen feuerte ihn dabei nur noch mehr an. Auch auf Snyder's angriffsbereiter Lanze schimmerten nun die ersten verräterischen Tropfen. Genussvoll leckte Larry sie ab und registrierte mit Genugtuung, dass der samtweiche Stahl zuckend nach mehr verlangte. Snyder konnte nun nicht mehr warten. Beide waren nackt und mehr als bereit und dort in der Ecke stand ein Bett. Kurz entschlossen packte er Larry und warf ihn auf die Laken. Für einen Moment nahm er dieses Bild in sich auf. Das Bett, der junge Mann, die deutlich sichtbare Erregung, die leicht geöffneten Lippen und der aufgewühlte Blick unter den halb gesenkten Wimpern. Dann legte er sich zwischen Larry's gespreizte Beine und öffnete nun seinerseits den Mund um von dessen Erektion Besitz zu ergreifen. Vom ersten Moment, da sich diese feuchte Enge um seinen steifen Schaft schloss und eine bemerkenswert geschickte Zunge rau über sein gereiztes Fleisch zuckte, drehten sich seine Gedanken immer nur um einen Satz: "Mein Lehrer hat meinen Schwanz im Mund!" Und dieser Gedanke allein brachte ihn fast zum explodieren. Zum Glück sah Snyder das drohende Unheil voraus und lies von Larry ab. Er zog Larry's Kopf zu sich und küsste ihn hart.
"Du weisst, was du zu tun hast - nicht wahr, Topper?" So leise Snyder auch gesprochen hatte, diese Worte schickten elektrische Stromstösse durch Larry's Körper. Zu viel hatte darin mit geschwungen. Entschlossen drückte Larry seinen ehemaligen Lehrer mit dem Rücken auf die schon beträchtlich zerwühlten Laken. Snyder's Augen weiteten sich, als Larry über ihn kroch und sich mit herrlich quälender Langsamkeit über Snyder's harten, pochenden Speer schob. Als er ihn in seiner ganzen Länge und Härte in sich aufgenommen hatte, hielt er einen Moment still als ob er auf etwas warten würde.
"Oh, ja... Larry... bitte", stammelte Snyder kaum hörbar. Larry lächelte und fing endlich an, sich auf Snyder's Glied zu bewegen - die gierige, pulsierende Lanze in sich hinein zu stossen, immer und immer wieder. Jeder Stoss wurde von Snyder's ekstatischem Stöhnen und von Larry's lustvollen Seufzern begleitet. Gleichzeitig massierte er sein eigenes verlangendes Glied. Doch diese Aufgabe wurde ihm allzu bald von Snyder's leidenschaftlichen Händen abgenommen. Um beide versank Raum und Zeit. Sie schwammen auf dem dunklen Meer der Sinnlichkeit. Stoss erfolgte auf Gegenstoss. Stöhnende, schweissnasse Körper, getrieben von aufgestautem Verlangen. Doch schliesslich konnte Snyder den sich aufbauenden Höhepunkt nicht länger hinauszögern und er entlud sich unter heftigen Stössen eruptionsartig in diesen jungen, willigen Körper. Die heisse Flüssigkeit in seinem Inneren trieben auch Larry über die letzte Schwelle und während er seine Lust hinausschrie, ergoss er sich zuckend in Snyder's talentierte Finger.

Bevor der Morgen anbrach hatten sie noch mehrfach ihr Verlangen aneinander gestillt, doch irgendwann hatte Snyder dem jugendlichen Überschwang Larry's Einhalt geboten.
"Liebe mich, aber bring' mich nicht um", hatte er Larry erschöpft gemahnt. Seither lagen sie engumschlungen auf dem völlig zerwühlten Bett.
"Ich verstehe nur nicht, warum dieser Informant nicht gekommen ist", griff Snyder einen Gedanken auf, der ihm einfach keine Ruhe liess.
"Es reicht doch, dass du gekommen bist", flüsterte Larry anzüglich.
Snyder schenkte ihm einen strengen Blick.
"Accio Brief", befahl er und Ryan Woolsey's Brief flatterte ihm in die ausgestreckte Hand. Zweifelnd betrachtete er ihn. Schliesslich murmelte er leise einen Zauberspruch. Larry beobachtet erstaunt, wie die einzelnen Buchstaben auf dem Papier durcheinander torkelten und sich einen neuen Platz suchten.
Ungläubig studierten zwei Augenpaare den neuen Inhalt des Briefes.
"Ich wünsche euch einen schönen Valentinstag in New York! Und ich schwöre, wenn dieser Versuch, euch zwei zusammen zu bringen wieder nicht geklappt hat, gebe ich das Kupplergewerbe auf. Euer Ryan Woolsey."
Für einen Moment herrschte atemlose Stille.
"Hundert Punkte Abzug für Growlingfly", knurrte Snyder und Larry brach in haltloses Lachen aus.

Ende


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