Reviews for Im Farblos
Franziska chapter 7 . 4/21/2012
Ein gut aufgebautes, zärtliches Gedicht! Am besten gefällt mir das aufgesaugte Rot- Schön, dass du weiterhin zum Schreiben kommst!

LG

Franziska
issachar chapter 6 . 4/21/2012
das ist ein schöner traum, den du hier träumst. leider sieht's anders aus. du weißt es, sonst hättest du das gedicht nicht in dieser art verfaßt. schmerzen, die angst vor dem tod. das loslassen enes anderen menschen, der die beziehung für beendet erklärt hat, ebenso die arbeit, die einen treibt - all das zählt ebenso wie das kälbchen, der schlehenduft, die veilchen und die berührung auf der haut, oder die blauen augen und das lächeln. ist nun mal so. die frage ist nur, wie man dem negativen streß gegenübertritt. ihn gelassen annehmend oder verzweifelt? gelassenheit, vielleicht auch mal nach dem motto: 'augen zu und durch' und sich in jedem falle sagen, daß das leben eigentlich nur eine ansammlung von erfahrungen ist. man lernt aus ihnen. macht man keine erfahrungen, ist man eigentlich schon tot, bevor man gestorben ist.

ich denke, beides zählt im leben, ist wichtig, um sich weiterentwickeln zu können.

danke für den denkanstoß.

lg, issachar
Erlkoenigin chapter 6 . 4/21/2012
Ein schönes, berührendes Gedicht. Mir gefällt der symmetrische Aufbau, in dem plus und minus (oder besser minus und plus) genau ausgewogen sind und trotzdem die Bilanz positiv erscheint. Dein Kälbchen ist angetan einem zum Vegetarier zu bekehren, aber ich finde das Bild gut. Rehlein oder junge Hunde wären kitschig. So entsteht ein wehmütig, lyrischer Eindruck.
kloun mannequin chapter 6 . 4/21/2012
I like this part:

Veilchen aus...

these imageries are beautiful, brings me peace of mind.
Eirien chapter 5 . 4/21/2012
Franziska: Da wäre ich mir gar nicht so sicher. Neulich hatte ich eine Diskussion mit einem bekannten Künstler, was wichtiger sei, die Kunst oder "der Rest vom Leben". Er meinte wohl die Kunst, aber wenn die Liebe zum "Rest vom Leben" zählt, finde ich diesen eindeutig wichtiger! Liebe ist das Wichtigste im Leben, und die Kunst, die meist nur Gefühle oder Wahrheiten in einer Art sekundären Realität spiegelt, ist für mich nur ein Ersatz und rangiert immer hinter der "echten Realität".
Erlkoenigin chapter 5 . 4/21/2012
Gut aufgebaut und ergreifend, aber wetten, dass der Dichter dies zwar verspricht, aber wenn er zum Zuge kommt, besinnt er sich wieder darauf, dass seine Kunst ihm das Wichtigste im Leben ist.
Laura Schiller chapter 5 . 4/21/2012
Erinnert mich an Petrarca und seine Sonette. So schön...so traurig!
Gwalchmai chapter 5 . 4/21/2012
That hits home!
Keskonrix chapter 5 . 4/21/2012
Wenn ich nicht wüsste, dass das Gedicht im 21. Jahrhundert geschrieben wurde, hätte ich es für ein Gedicht aus der Epoche der Romantik gehalten - das Gedicht ist auf die typisch romantische Art wehmütig, anders als viele andere (auch deiner) Gedichte, wo es im weitestens Sinne um die Tragik unerfüllter Liebe geht. Ich kann nicht so genau sagen, woran das liegt, jedenfalls hast du in dieses Gedicht eine für meine Begriffe eine typisch romatische Atmosphäre reingebracht.

Schön ist, dass der Kontrast zwischen den Worten des Sprechers noch dadurch hervorgehoben wird, dass sich seine Worte (3. Strope) reimen, ihre (1. Strophe) aber nicht - das hebt die Dichtereigenschaft des Sprechers noch hervor.

Hm. Ich vermute mal, für einen echten Literaturkenner wäre dieses Detail ein Indiz dafür, dass das Gedicht eben nicht original romantisch ist... macht aber nichts, die Sehnsucht, der Schmerz und natürlich das Thema der unerfüllten/unerfüllbaren Liebe sind in dem Gedicht wirklich gut verarbeitet.

Besteht die 1. Strophe eigentlich aus Zitaten aus romantischen Werken? Ich hab so'n bisschen den Eindruck, als hätte ich da die ein oder andere Anspielung verpasst...
Erlkoenigin chapter 4 . 4/21/2012
Passend zum Herbstanfang ein schönes, sehr trauriges Gedicht.

Das kenne ich: Gerade, wenn es wichtig ist, findet man nicht die richtigen Worte (aber beim Dichten, zuhause in der stillen Stube findest du sie mit schlafwandlerischer Sicherheit).
kloun mannequin chapter 4 . 4/21/2012
Für wen blühen die Blumen

so strahlend bevor sie verwelken

die Blumen die niemand

sieht?

I love that part, the imagery is very heartbroken.
Erlkoenigin chapter 4 . 4/21/2012
ein ergreifendes Gedicht!

Aber was deine letzte Frage betrifft, alle die vorbeikommen sehen und schätzen die Blume am Wegrand.

LG

Franziska
Shizuky chapter 3 . 4/21/2012
Nein, ich denke, es ist ein bißchen anders gemeint; Dasein ist etwas schwieriges und selbst, wenn man plant oder das Leben angeblich an einem vorbeizieht, so ist es doch ein ganz besonderes Gefühl, im Einklang mit der Welt zu sein, für einen Moment in allem zu sein, nicht nur sehen, nicht nur hören, nicht nur fühlen, nicht nur riechen, alles mit allem erfassen, ein Teil sein, nicht nur ein Teil sein, DAS Leben sein und für den Augenblick frei und doch gebunden sein,gebunden im Leben.

Du drückst das sehr schön aus.

Die Reimform wechselt zwar oft, aber darauf kommt es auch nicht zwingend an. Das Gedicht ist trotzdem gut strukturiert und die Worte passen zueinander. Insgesamt eine wirklich gelungene Arbeit.
Erlkoenigin chapter 3 . 4/21/2012
Ja, das ist ein ganz großes Problem. Zwischen Verarbeiten und Planen rauscht das Leben dahin und man muss bewußt innehalten, um mit Körper und Geist da zu sein.
Erlkoenigin chapter 2 . 4/21/2012
Die Farbmetaphern sind sehr überzeugend auch die Abwesenheit der Farbe als Gemütszustand.

Nachdem ich aber las, dass „speak“ dein Lieblingsbuch ist, hoffe ich, dass sich hier keine allzu schrecklichen persönlichen Erfahrungen widerspiegeln? Ich finde deinen emotionalen Einsatz sowieso erstaunlich, da ich eher der Gegentyp bin, der sich nicht gern in die Karten schauen lässt. Naja. widerspricht sich andererseits mit der Schreiberei. Philipp Roth schrieb (Human Stain): writing is exposing and concealing at the same time.”

Ich finde deine Gedichte so gut (auch und gerade die Haikus), dass ich ernsthaft darüber nachdenken würde, sie „richtig“ zu veröffentlichen. Ich weiß allerdings nicht, wie die rechtliche Lage ist, wenn man etwas schon im Netz veröffentlicht hat.

Viele Grüße Franziska
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