Reviews for Fünf Sinne
Franziska chapter 5 . 4/25/2012
Die zweite Variant ist nicht nur besser. Sie ist das beste Haiku der ganzen Serie. Der „Nebel“ passt zu dem schrägen Sonnenstrahl, ist aber auch übertragen zu sehen. Und das Licht trifft die Vorstellung von Gott besser
Keskonrix chapter 5 . 4/25/2012
Die zweite Version gefällt mir besser, da durch den "Nebelwald des Bewusstseins" noch eine zusätzliche Bedeutungsebene hereinkommt, nämlich dass wir Gott nur undeutlich, schemenhaft wahrnehmen können. So ähnlich wie Pauls "dunkles Bild durch einen Spiegel" aus dem 1. Korintherbrief.
Erlkoenigin chapter 5 . 4/25/2012
Stellst du dir Gott farbig vor? Ich eher als blendendes Licht.

Dies ist ein schöner, positiver Abschluß der Serie.
Keskonrix chapter 5 . 4/25/2012
Hm, ich weiß nicht ganz, was ich mir da vorstellen soll - vielleicht einen beeindruckenden Regenbogen? Oder ein buntbemaltes, sonnendurchflutetes Kirchenfenster? Wie auch immer, das ist auf jeden Fall eine beeindruckende Beschreibung einer sinnlichen Gotteserfahrung, wie die anderen 4 Gedichte auch.
Erlkoenigin chapter 4 . 4/25/2012
Auch hier verblüfft, dass das Schmecken eine Matapher ist. Eigentlich erstaunlich, was man alles aus einem Haiku machen kann.
Keskonrix chapter 4 . 4/25/2012
Sehr schöne Veraunschaulichung der Sehnsucht, Gottes Gegenwart mehr zu spüren oder vielmehr zu genießen - nicht nur weil Honig in der Bibel (bzw im Hohelied) eine bestimmte Bedeutung hat...
Keskonrix chapter 3 . 4/25/2012
Hm. Ich muss wohl einen Grundkurs in deutscher Grammatik machen oder so...
Erlkoenigin chapter 3 . 4/25/2012
Ich finde es synthaktisch doch eindeutig. Wäre das Herz Subjekt müsste es „deinen Kuss“ heißen!

Genial sind die kurzsilbigen Wörter. Ich habe die Schlusszeile an den Fingern abgezählt, weil ich nicht glauben wollte, dass es wirklich nur 5 Silben sind.
Keskonrix chapter 3 . 4/25/2012
Interessant, dass in der dritten Zeile syntaktisch nicht eindeutig klar ist, ob der Kuss Subjekt und das Herz Objekt ist oder umgekehrt... ist es das Herz, das in Bewegung ist oder der Kuss? Regt auf jeden Fall zum Nachdenken nicht nur über das Gedicht selbst, sondern auch über Gottes Liebe an.
Erlkoenigin chapter 2 . 4/25/2012
Sehr originell: Man erwartet, dass das lyrische Ich der Riechende ist, aber nicht dass es selbst sich verströmt, Auch die für das Haik typische Wendung ist wieder sehr gut gelungen!
Keskonrix chapter 2 . 4/25/2012
Hm... zuerst habe ich in der 3. Zeile "sich" gelesen - "mich" ist hier ziemlich unerwartet, macht aber bei näherem Nachdenken durchaus Sinn, wenn man weiß, dass ein Mensch, der sich nach Gott sehnt, ein "Wohlgeruch" vor ihm ist... ich weiß nicht, ob du diesen Begriff im Kopf hattest, als du das geschrieben hast, aber der Vergleich ist so oder so genial.
Erlkoenigin chapter 1 . 4/25/2012
Eine interessante Idee: die Sinne als reliöse Haikus! Hier gefällt mir die unerwartete Wendung zur Stille, die man bei dem Hörsinn nicht vermutet hätte.
Keskonrix chapter 1 . 4/25/2012
Sehr schön, wie der Bezug von den kleinen Singvögeln über das Universum zum Schöpfer von beiden hergestellt wird - über Musik/Gesang zur kontemplativen Stille...