Reviews for Die Lady von Shalott
Julia chapter 1 . 5/5/2012
Faszinierend, diese Geschichte - allein der Übergang von der Legende (die ich dann erst mal nachgelesen habe) zu einer ganz neuen Wende...und wunderbar in Worte gefasst, diese Neugeburt und dieses ganz andere Leben danach, so vieles, was einfach "unvorstellbar" ist, wird irgendwie lebendiger. Allerdings ohne das Mysterium, was es dennoch ist und bleibt, "platt" zu machen. Das neue Leben mit den - ebenso unvorstellbaren - Vorgängen von natürlicher Zeugung und Geburt zu verbinden, ist eine Idee, auf die man erst mal kommen muss - und es dann noch so schreiben zu können, ohne dass es komisch wirkt... Wow! Besonders gut gefällt mir auch, dass in den Teppich, das Lebenswerk, seine Schönheit und sein Sinn hineingewebt wird, weil er über der Zeit steht. Und mir wird ganz neu bewusst, welche Wunder (Geburt, Taufe, Heilung, Leben...) wir täglich erleben (und als völlig normal hinnehmen, obwohl wir sie nicht verstehen), und welche Wunder wir noch zu erwarten haben. Denn dieses Leben ist nur ein Vorgeschmack, wie ein Schatten von der wahren Welt... Klasse! Julia
Erlkoenigin chapter 1 . 5/5/2012
Erstaunlich, was du aus der Gedichte gemacht hast. Das war wirklich äußerst "kreativ"! Vor allem die Volte zur Belle Dame sans Merci kam unerwartet, aber Waterhouse schafft die Verbindung zwischen Keats und Tennyson. Die Entwicklung ins Christliche hat mich hingegen nicht erstaunt, da ich dich kenne :-)

Ich bewundere immer wieder die Ausführlichkeit und Anschaulichkeit deiner Schilderungen. Ich hätte das ganze in wenigen Sätzen erzählt.

Nach dieser gelungenen "Fingerübung" erwarte ich natürlich jetzt dein opus magnus.

LG

Franziska