Autor:                    Mika

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Name:                   Spiegel der Vergangenheit

Teil:                      1/1 (One-shot)

Fandom:                 reality

Wäääh, es tut mir leid!!!!!!!!! Es ist grausam, nicht??? Ich sollte sie eigentlich gar nicht posten....... Bitte, ich hoffe ihr leidet nicht allzu sehr! Es ist auch nicht betagelesen, da ich meinen beiden Betaleserinnen (*winkewinke*) das nicht auch noch antun wollte... Es kam einfach über mich! Ich war plötzlich in der Stimmung und da fiel mir natürlich nichts besseres ein als so n Stuss zu schreiben! (Wir haben grad in Geschichte Hitler......^^)


Also, verzeiht mir, es wird nicht wieder vorkommen, aber solche Kreativitätsausbrüche kommen bei mir selten, das musste ich ausnutzen^__^. Verzeiht mir!!

Ansonsten noch schöne grüße an: *räusper* Lillis uns Blacktears!

Spiegel der Vergangenheit

Ich stehe vor dem Spiegel. Was ich sehe missfällt mir. Leere dunkelgrüne Augen schauen mich an, glänzendes blondes Haar umgibt das schmale Gesicht. Die zierliche Figur wurde in eine Uniform gesteckt.

In Rot. Am Arm prangt das Hakenkreuz. Was ist das für ein Mensch, der sich in solche Ideale drücken lässt? Ist das überhaupt ein Mensch? Kann er von sich selbst behaupten überhaupt gelebt zu haben? Natürlich nicht. Es ist nur ein Spiegelbild.

Doch ich stehe davor. Ich kann mir die Frage stellen- ich stell sie mir jeden Tag. Warum ziehe ich Tag für Tag diese Uniform an? Warum unterstütze ich eine Meinung, die nicht meine eigene ist? Die Antwort erscheint hinter mir.

Ich drehe mich nicht um, messe ihn im Spiegel wie er mich. Auch er trägt die von mir so verabscheute Uniform. Er trägt sie gern und mit Stolz. Es lässt mir das Herz zusammen krampfen. Du stehst hinter ihm, nicht wahr? Verfolgst seine Ziele mit Eifer, würdest alles für ihn geben, nicht?

Sei stolz auf dich, wenn ich es schon nicht auf mich bin. Ich betrachte dich weiterhin, wie du mich. Unsere Augen streifen sich. Dein kaltes grau wandelt sich in dem Moment, wo wir uns begegnen in warmes blau. Ich liebe deine Augen, habe ich dir das schon einmal gesagt?

Wenn sie mich anschauen, dann vergesse ich all die Zweifel. Ich folge dir blind, ja. Ich vertraue dir mehr als irgendjemanden sonst. Du bist stark, du bist wie der Fels in der Brandung. Mein Fels. Wie gern würde ich dir das alles sagen. Doch dein Stolz lässt so etwas nicht zu, habe ich recht?

Du zupfst genervt an deinen Haaren. Es lässt mich leise lächeln. Du hasst deine Haare, nicht wahr? Weil sie nicht so blond wie die der anderen Deutschen sind. Deswegen wirst du schief angeschaut. Von den Kindern, von den Erwachsenen. Aber du bist stark. Du steckst das weg, hast allen deutlich gemacht, wie blond du wirklich bist. Und haben sie dir nicht geglaubt?

Du hast so wundervolles Haar. Habe ich je einen Menschen mit blauen Augen und braunem Haar gesehen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur das du in dem Moment hinter mir stehst, mich alles vergessen lässt.

Du kannst gleich wieder aufhören, ich habe mit jedem einzelnen deiner Haare ein stummes Gespräch geführt und ihnen gesagt wie sehr ich es liebe, wenn sie so störrisch um dein Gesicht liegen, du sie dir immer wieder aus dem Gesicht pustest, wie du versuchst sie zu bändigen.

Du hörst tatsächlich auf, hast du meine Gedanken gelesen? Selbstvergessen schaust du in den Spiegel, deinen Mund hat sich zu einem Lächeln verzogen. Wie liebe ich dieses sanfte Lächeln. Warum nur zeigst du es so selten?

Nein, sag es nicht. Ich würde jede Person umbringen, die dein Lächeln sieht. Nur mir allein soll es gehören. Mich allein sollst du anlächeln. Bei mir allein sollen sich deine Augen in dieses warme Ozeanblau verfärben.

Ich begehre dich. Die Ausmaße dieser Begierde kann selbst ich kaum tragen. Doch es ist so.

Der Moment der Ruhe ist vorbei. Ich sehe es an deinen Augen. Sie werden wieder grau. Wie immer schlägst du mir kameradschaftlich auf die Schulter. Doch ehe du dich umdrehst streift deine Hand meinen Po, deine Augen fangen meinen Blick ein. Das wunderschöne Blau blitzt noch einmal hervor, ehe du deine Gefühle verschließt.

Ich habe es gesehen. Ich habe das Ausmaß deiner Liebe gespürt. Doch es ist wieder vorbei. Aber gingst du nicht heute einen Schritt weiter auf mich zu?

Wir müssen gehen. Zum Jungvolk. Heute ist Treff, wir sind die Führer, genießen eine angesehene Position. Man hat uns Macht in die Hände gegeben. Die Macht über andere Menschenleben zu entscheiden. Wie oft wollte ich diese Macht von mir stoßen, wie oft wollte ich sie mit Füßen treten.

Doch dann warst du wieder da. Hast mir gezeigt, wie viel davon abhängt. Wie viel dir daran liegt. Und da du so stolz und selbstbewusst hinter deinem Führer stehst, so folge ich dir.

Denn du bist mein Führer.

Doch sei nicht nur mein Führer, sei mein Gott.

Wirst du heute Abend wieder bleiben? Wirst du wieder bleiben und mir sagen, was ich zu wissen habe, mir beibringen, was ich können muss? Das gesamte Jungvolk tritt vor dem Führer, verkündest du. Morgen Nachmittag ist eine Versammlung des deutschen Volkes. Und wir, so fährst du fort, das Jungvolk, werden aufmarschieren.

Ich sehe dein stolzes Gesicht. Du freust dich, nicht wahr? Kannst du dann deinem Führer etwas näher sein als jetzt schon. Ja, ich freue mich auch. Ich freue mich für dich.

Das Jungvolk löst sich auf. Kommst du mit, oder bleibst du heut fern? Muss ich in deiner Nähe dahinfließen oder vor Sehnsucht vergehen?

Schweigend laufen wir die Straße hinab. Wie immer ermahnst du mich. Ich habe keine stolze Haltung. Warum? Ich sei ja schließlich ein deutscher Junge. Warum soll ich eine stolze Haltung haben, wenn ich nicht stolz bin? Ich sage es nicht zu ihm. Ich würde ihn verlieren.

Er kommt mit zu mir. Mein Herz zerspringt vor Freude. Du hast Macht über mich, weißt du das? Größere Macht als je ein Mensch über mich haben wird. Und ich überlasse dir diese Macht.

Wieder stehen wir vor dem Spiegel. Er ist größer als ich, warum fiel mir das früher nie auf? Wirst du mir heute wieder Freude bereiten? Wirst du wieder für mich dein Gewissen quälen? Deine Antwort. Ich warte. Du schaust mir durch den Spiegel direkt in die Augen.

Langsam heben sich deine Arme, legen sich um mich. Ich schließe meine Augen, lehne mich an deine breite Brust. Kannst du vielleicht doch meine Gedanken lesen? Allein für das hier und jetzt würde ich alles machen, alles über mich ergehen lassen.

Du hebst mich hoch. Es ist etwas neues, wieso tust du das? Ich blicke in deine Augen, entdecke etwas, was ich vorher nie bemerkt habe. Wieso leidest du? Wieso dieser plötzliche Schmerz? Hattest du nicht immer wieder betont, du würdest nichts dabei empfinden, wenn du mich nimmst?

Hast du nicht immer gesagt, es dient dazu, das ich dem Führer gehorche? Doch gewusst hast du nie, das du allein mein Führer bist. Wieso sehe ich dann diesen großen Schmerz, wieso diese große… Liebe?

Ist es das? Liebst du mich? Du quälst dich wegen mir? Weil du mich liebst? Weil dein Führer diese Art der Liebe nicht billigt, weil sie für ihn falsch ist? Ist sie auch für dich falsch?

Nein. Nein, sonst würdest du nicht mehr zu mir kommen. Du legst mich auf dem Bett ab. Entkleidest mich. Wie oft hast du schon diese Uniform von meinem Körper gelöst? Doch diesmal ist es anders. Diesmal lässt du dir Zeit, liebkost jede Stelle Haut, die du freilegst.

Was ist plötzlich anders geworden? Du lässt dich von mir entkleiden. Wieso gibst du die Führung ab? Du küsst mich. Zärtlich, fast vorsichtig. Wir liegen aufeinander, unsere Körper reiben aneinander. Ich schau über deine Schulter, kann uns im Spiegel erkennen.

Wie oft habe ich einen hilflosen Jungen gesehen? Doch jetzt sah ich das schönste Bild, was ich mir vorstellen könnte. Du über mir, ich mit gespreizten Beinen unter dir. Deine Hände gleiten ziellos über meinen Körper, immer stärker reiben wir uns aneinander. Leises Keuchen erfüllt die Luft. Wir haben es begonnen. Unsere Symphonie wurde angestimmt.

Mit einem leisen Schnaufen dringst du in mich ein. Es fühlt sich anders an. Weil du mich liebst? Du stößt zu, wir keuchen heftiger. Unsere Symphonie ist wunderschön. Es ist wie ein Engelschor.

Ich höre sie so gerne. Deine wunderschöne samtene Stimme. Wenn du sprichst. Aber noch lieber, wenn du mir vor Lust ins Ohr keuchst. Mit einem heiserem Aufschrei kommst du tief in mir drin. Weißt du was für ein Gefühl das ist? Es geht mir durch Mark und Bein, lässt mich erschaudern und das höchste Gut der Gefühle kosten.

Du bist jetzt verzweifelt, nicht wahr? Weil du mich liebst. Weil dein Führer diese Liebe nicht billigt. Was soll ich tun, um es dir leichter zu machen? Kann ich etwas tun? Ich weiß, ich kann es nicht.

Du gehst. Kein Wort, kein Blick. Du ziehst die Uniform wieder an. Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Was erwartest du von der Zukunft? Kommst du wieder? Darf ich noch einmal dein lustvolles Stöhnen hören oder war dies das letzte Mal?

Sag es mir gleich, mein Geliebter.

Sag es mir hier und jetzt ins Gesicht, mein Führer.

Sag, wendest du dich ab von mir, mein Gott?

Du sagst nichts. Lässt mich allein mit meinen Zweifeln, quälst dich selbst mit deinen Gedanken. Quäl dich nicht, oh Geliebter. Und komm zu mir zurück…

Du bist gekommen. Dein Blick hart wie Stein, dein Gesicht eine Maske. Doch ich spüre sie. Spüre deine Verletzlichkeit. Wo ist mein Fels? Muss ich für dich jetzt stark sein? Er holt mich zu dieser Versammlung ab. Müssen wir dort hin? Dein knappes Ja ist Antwort genug.

Warum gehst du dorthin, hast du nicht deinen Führer verraten?

In dem du mich liebst?

Indem du einen Mann liebst?

Deinen Augen funkeln. Wer sich nicht bekehren lässt, muss sich beugen. Das war der Satz, den du mir am Anfang gesagt hast. Mit dem Satz hat meine Liebe zu dir angefangen. Du glaubst vielleicht an das Falsche, doch du besitzt einen Glauben. Und unerschütterliche Loyalität. Mein Fels.

Wir stehen neben ihm. Neben dem Führer. Die Parole schallt aus Abertausenden Mündern.

Ein Volk, ein Land, ein Führer. Du stehst neben mir. Mein Führer.

Du bist stolz, nicht wahr? Stolz hier zu stehen. Stolz darauf, das dir niemand die Nacht mit mir angesehen hat. Die Nacht, in der du mich geliebt hast.

Doch selbst deine Augen strahlen nicht. Sind in tiefstes Grau gehalten. Quält es dich noch so sehr? Lässt es sich nicht aushalten, zerreißt es dich? Komm zu mir, oh mein Geliebter, komm zu mir und ich werde dir helfen dich zu heilen.

Und du kamst zu mir. Spät am Abend kamst du in mein Zimmer. Ich stand wieder vorm Spiegel. Stumm musterst du mich. Fällt dir etwas auf? Die Leere in meinen Augen, die nur du ausgefüllt hast? Du sagst, ich sei dünn geworden. Du bemerkst das. Nur du. Es täte dir leid, sagst du. Was, mein Führer, was tut dir leid? Du hättest mich nicht allein lassen sollen. Und du liebst mich. Das alles sagst du mir. Und noch viel mehr.

Du legst sie mir bloß. Die gesamten Wunden deiner Seele. Das es dich innerlich zerreißt.

Mich einerseits zu lieben, andererseits deinen Führer zu verraten.

Das du deinen Führer nicht verstehen könntest. Warum verbiete er liebe? Ich kann es dir nicht beantworten. Ich kann dich nur stumm in den Arm nehmen und dich hin und her wiegen. Ich kann versuchen dir zu helfen.

Lass mich dir helfen.

Lass mich dich lieben, auch wenn es noch so kompliziert ist.

In unserer Zeit.

Unter dieser Führung.

Unter Adolf Hitler.