Disclaimer: Die Charaktere in dieser Story gehören mir!! *grins* Sie sind meinem kranken Hirn entsprochen. Ich danke ganz doll meiner Betaleserin Mika, die ziemlich viel gelitten hat wegen der Rechtschreibfehler. *riesengroßenKuchengib* Danke dir! *knuddel*

Geliebte Dunkelheit

Teil 1

~ Gefangen. Gefangen in Dunkelheit. Nur Kälte und Leere. Tote Augen, vernarbte Seele. ~

Es war der gleiche monotone Alltag wie immer. Kevin stand hinter seinem Tresen und gab Getränke aus. Wie jeden Tag hingen hier unzählige Menschen herum. Hier und da ein paar Stammkunden, die Kevin schon längst als Alkoholiker einstufte. Jedes mal wenn er diese Männer sah, hatte er nur ein bösartiges Grinsen auf den Lippen. //Versager!! Versuchen ihre Sorgen im Alc zu ertränken, als ob das eine Lösung wäre!// Kevin schnaubte abfällig. "Hey Kevin, Schichtwechsel!" Wortlos überreichte er seiner Ablösung den Schlüssel für die Kasse, machte seine Abrechnung und verschwand aus der Hintertür.

Es regnete in Strömen, als Kevin die Straße betrat. "Na toll!!" Noch schlechtgelaunter als vorher machte er sich auf den Weg nach Hause. Auf der Straße waren kaum noch Menschen anzutreffen. Kein Wunder, es war schließlich schon 01:00Uhr Morgens. Der Regen prasselte unaufhörlich auf ihn nieder. Obwohl er nach Hause wollte, verlangsamten sich seine Schritte und er genoss das Gefühl des Regens auf seiner Haut.

Ein seltenes Lächeln umspielte seine Lippen als er den Kopf leicht gen Himmel neigte. "So spät noch allein unterwegs?" Kevins Lächeln verschwand sofort als er nach dem Störenfried sah. Vor ihm stand ein Mann, der mindestens eineinhalb Köpfe größer war als er selbst.

Er war komplett in schwarz gekleidet und auf dem langen Ledermantel perlten die Regentropfen ab. Kevin besann sich der Worte und erwiderte: "Ich wüsste nicht, was Sie das angeht!" Ein kaltes Grinsen umspielte die Mundwinkel des anderen Mannes als er näher kam. In einer lasziven Bewegung nahm er die Sonnenbrille ab, die er trotz dieses scheußlichen Wetters und der Dunkelheit trug, und sah Kevin unentwegt in die Augen. "Mmh... so schöne kalte und leere Augen! Dein Leben scheint ja nicht so besonders zu laufen, Sonnenschein!" Kevins Augen wurden zu Schlitzen. "Und wenn schon! Ich bin wenigstens kein Psychopath, der mitten in der Nacht eine Sonnenbrille trägt!"

Kevins Worte tropften vor Abneigung. Das kalte Grinsen des Mannes wurde immer breiter. In seinen pechschwarzen Augen blitzte es gefährlich auf. //Moment... pechschwarze Augen?!// Jetzt wurde Kevin doch etwas mulmig zu mute. Irritiert wich er vor dem Anderen zurück, bis er eine kalte Mauerwand im Rücken spürte. "Wer wird denn hier Angst haben?!" fragte der Mann verführerisch.

Kaltes schwarz bohrte sich in leeres grün. "Was wollen sie von mir?!" fragte Kevin. Wenn er schon endlich sterben würde, dann wenigsten nicht kampflos. "Oh nein Sonnenschein, so schnell werde ich dich nicht Töten." Inzwischen war er nur noch wenige Zentimeter von Kevin entfernt. "Du kannst Gedanken lesen?" Die Fragen klang nicht erschrocken oder entsetzt. Nein, es war eher Gleichgültigkeit. "Wenn ich es will!" Das Grinsen war nicht von den Lippen gewichen. "Also? Was hast du mit mir vor?"

Sanfte Finger strichen auf einmal über seine Wange. "Mmh... vielleicht ein bisschen Spielen?!" Wie aufs Stichwort wurden Kevins Augen noch leerer, noch ausdrucksloser. "Bitte, bedien dich!" Ohne zu blinzeln blickte er in die pechschwarzen Augen. //So kalt...so tief.// "Oh nein. Das wäre zu einfach Sonnenschein!"

Noch immer prasselte der Regen auf die zwei Gestallten. Kevin hatte inzwischen seine Augen geschlossen und harrte der Dinge, die da noch kommen. Plötzlich war ein tiefes Lachen zu hören. "Nein mein Sonnenschein, jetzt noch nicht! Ich werde mich noch ein wenig gedulden müssen." Sanfte Lippen legten sich flüchtig auf Kevins, bevor der Fremde verschwand. Kevin öffnete die Augen. //Wie vom Erdboden verschluckt.//

Er versuchte ein paar Schritte zu gehen, doch nach kurzer Zeit gaben seine Beine nach. Um ihn herum wurde es dunkel und er versank in kalter Dunkelheit...endlich. Er bemerkte nicht, wie der Fremde auf einmal wieder auftauchte, ihn auf die Arme nahm und mit ihm wieder in der Dunkelheit verschwand, so als ob es sie nie gegeben hätte.