Teil 10 Rating: PG18 Warnung: voilence, Disclaimer: Die Charactere in dieser Story gehören mir! *grins* Sie sind meinem kranken Hirn entsprungen. Ausleihen ist erlaubt, doch fragt bitte vorher! *smile*

Kommentar: Und mal wieder ist es nur eine wage Vorstellung, mit der ich mich an den Teil setzte. Bin selber gespannt, was dabei rauskommt. ^^ Eigendlich wollte ich ja gänzlich aufhören zu schreiben ... *seufz* Aber irgendwie halten mich diese Charas in ihrem Bann gefangen. T-T Achso, wer das instrumental Silent Morning von Angel Sanctuary hat, sollte es sich zu dem Flashback anhören. Passt ziehmlich gut. ^^

~ Wenn die Hoffnung verraten .... wenn das Lachen verlernt .... und die Tränen ignoriert. Dann .... ja dann hat dein Schicksal dich besiegt. ~

~ Flashback ~

Ein weites offenen Feld. Der Himmel durch dunkle, graue Wolken bedeckt. Das heilige Licht verschluckt ... seiner Existenz beraubt.

Der Boden ... hart, trocken ... leblos. Genau so wie die Körper die ihn bedecken. Mare de Serenitas .... Meer der Stille ... ein passender Name für diesen Gottverlassenen Ort. Denn kein Geräusch erreichte dieses Feld. Nur der kalte Ostwind wagte sich auf dieses Gefilde .... spielte mit den Haaren jener, die lautlos kamen um eine neue Epoche anzukündigen.

Auf einer kleinen Erhöhung stand ein Mann. Neben ihm, tief in den Boden gerammt, ein großes kristallenes Schwert. Man konnte ein leises Klirren vernehmen, das, wenn man genau hinhörte, wie ein geheimnisvolles Lied erklang.

Die langen pechschwarzen Haare tanzten im Wind und glitzerten wie der junge Tau an einem schönen Frühlingsmorgen. Die gigantischen schwarzen Schwingen lagen verborgen unter einem nachtschwarzen Umhang. Der junge Dämon konnte nur jenen Rücken seines Herrschers erblicken, und doch spürte er diese alles versengende und so machtvolle Aura. So gigantisch und wunderschön, dass sie einen blendete.

" M ... Meister?" Deutlich konnte er hören, wie seine Stimme zitterte. Auch wenn er schon seit vielen Eonen an der Seite seines Meisters kämpfte, empfand er nur drei Gefühle in seiner Gegenwart: Liebe, Bewunderung und unendliche Angst.

Die flüchtige Handbewegung seines Gegenüber riss ihn aus den Gedanken und hastig beeilte er sich, seinen Bericht hervorzubringen. Langsam glitt er auf die Knie, den Kopf dabei ehrfürchtig senkend.

"Hoheit, wir haben 320 Gefangene gemacht. Der Rest der Legionen sind geflohen oder liegen hier vor ihren Füßen. Wir selbst haben 268 Verluste zu melden. Verletzte zählten wir168. Darunter auch Primus Turael aus dem Westektor."

Das waren also die Resultate dieser Schlacht. Ein Sieg ohne gleichen, dass stand außer Frage, aber der junge Dämon fragte sich zu welchem Preis. Was würde jetzt auf sie zukommen, nachdem sie den ersten Krieg begonnen hatten?

"Komm her Alastor!" Hastig sprang dieser auf, denn die tiefe Stimme seines Heern sprach kalt und emotionslos. Er duldete keinerlei Widerstand, dass mussten selbst die engsten Vertrauten des Königs erfahren.

Den Kopf noch immer gesenkt trat er neben seinen Heerscher.

"Was siehst du, Alastor?" Verwirrt wagte es der junge Mann hinauf zu sehen. Unsicher suchten seine Augen das Gesicht seines Königs ab .... versuchten irgendetwas darin zu finden. Doch das wunderschöne und doch so leere Gesicht erzählte nichts. Nur diese pechschwarzen Höllen blickten kalt und erbarmungslos auf das Schlachtfeld, welches sich unter ihnen erstreckte.

Noch immer verwirrt antwortet er, seine violetten Augen dabei auf das Feld richtend: "Ich ... ich sehe Krieger. Tote Krieger. Jede menge tote Krieger! Ich sehe .... ein Schlachtfeld eben." Leicht zuckte er mit den Achseln. Er wusste einfach nicht, was sein Gebieter hören wollte. Das einzigste was man vor ihnen sehen konnte waren tote, zerrissene Körper, zerborstene Schwerter, Pfeile und jede Menge Blut. Irritiert blickte er wieder zu seinem Herr und erschauderte als er das leichte Lächeln auf den vollen Lippen bemerkte ... so .... eisig!

Wie in Zeitlupe sah er, dass der starre Blick sich von dem Feld abwandte und diese Höllen nun ihn musterten. "Dummes kleines Kind!" Die langen Finger glitten über seine Wange .... einzigst Kälte hinterlassend. "Das war der Beginn meines Unterganges und seines Leids! Das hier, wird von nun an mein Thron, mein Reich sein! Jenes was ich am meisten hasse wird mein eigen und jene die mich am meisten verabscheuen meine Sklaven. Die Epoche des Choas, des Todes ... der Dunkelheit hat begonnen, mit mir als König! DAS kannst du hier sehen!"

Die schlanken Finger hatten sich hart um sein Kinn gelegt und zwangen Alastor seinem Meister unentwegt in die Augen zu sehen. Ein leichtes Wimmern entglitt seinen Lippen, denn rasende Angst und Schmerzen zogen durch seine Adern. Die schwarzen Augen, die ihn gefangen hielten, schienen sich noch um eine Nuance zu verdunkeln, einen noch tieferen Abgrund bildend. Einen Abgrund, der unvorstellbare Schmerzen bereithielt.

Doch wie aus Geisterhand, verging der Bann so schnell wie er gekommen war und Alastor blinzelte konfus. Die kräftigen Finger ließen seinen Kiefer frei und sein Herrscher wandte sich wieder dem Leichenfeld vor ihm zu.

"Den Gefangenen werden die Flügel abgehackt und konserviert. Der Rest wird nach Aras gebracht. Diejenigen von den Verletzten, die die Heimreise behindern, werden ohne Rücksichtsnahme auf den Rang exekutiert! Wir fliegen in einer Stunde zurück. Ach, und schicke Abbadon zu mir, ich habe noch einen Auftrag für ihn!"

Alastor verbeugte sich. Nur mit mühe konnte er sich davon abhalten zu wiedersprechen. Er wusste, dass viele seiner Freunde schwer verletzt waren .... aber das war sein Gebieter. Grausam, Gewissenlos ... zerstörend. Ein Wesen voller Bosheit, Hass und Grausamkeit .... geboren in ferner Vorzeit. Niemand war ihm gewachsen. Alles und jeder war ihm gleichgültig. Sein Thron .... ein Berg aus Leichen ... die Reste vergangener Tage. Er war der König des Chaos .... die Inkarnation aller Schrecken und Schatten dieser Welt. Und doch erstrahlte sein Glanz heller und leuchtender als alles was er je gesehen hatte. Um ihn herum wirkte alles klein und unbedeutend.

"Gibt es noch etwas Alastor?" Leicht zuckte jener zusammen. "Nein Majestät!" Eilig drehte er sich um und ging den kleinen Pfad hinunter. Verließ diesen kleinen Aussichtspunkt und somit auch jene Atmosphäre des Wahnsinns.

~ Flashback ende ~

Im Raum war es still geworden. Nur das schmerzvolle Stöhnen von Danjal klang aus einer der Ecken.

Alastor versuchte das Zittern seines Körpers zu unterdrücken, doch in anbetracht dessen, dass er nackt und gefesselt auf einem Bett lag, viel ihm das so ziemlich schwer. Änsgtlich blickte er zu der Tür, die eben noch in ihren Angeln gehangen hatte, und jetzt in kleinen Splitter im Raum verteilt lag.

"Hatte ich dir nicht etwas befohlen Alastor?" Die schneidende und kalte Stimme ließ den Angesprochen zusammenzucken. "Herr ... Ich ...." Seine Stimme versagte. Er hatte einen unmissverständlichen Befehl ignoriert und somit sein Leben verwirkt. Genau das war es, was ihm jetzt klar wurde. Alastor würde aus diesem Zimmer nicht mehr lebend herauskommen, genau so wie Danjal. Kaum merklich nahm sein Zittern zu und kalter Angstschweiß bildete sich auf seiner makellosen Haut.

Lu stieß sich leicht vom Türrahmen ab, an dem er gelehnt hatte. "Hatte ... ich mich so undeutlich ausgedrückt?" Alastor schluckte schwer. "Nei ... nein! Ich ... ich ..." //Das wars! Machs gut schönes Leben! Er wird mich umbringen!// Lu schien seine Gedanken gehört zu haben, denn seine Augen nahmen an Rotschimmer zu. Sie glichen einem See, der unruhig vom Wind aufgepeitscht wurde. Einem See aus tiefstem Rot. Wie ... Blut ...

"Zeit auf wiedersehen zu sagen, Alastor!"

*Szenenwechsel* Kevin fühlte sich seit langen Zeiten mal wieder wohl. Um ihn herum war es warm und er fühlte sich geborgen. So geborgen, wie er sich damals in den armen seiner Mutter gefühlt hatte, bevor diese auf immer gegangen war. Und still ... es war so schön still wo er war!

Ein leichtes verträumtes Lächeln legte sich auf seine blassen Lippen und zufrieden kuschelte er sich in diese seltsame Wärme. Alle Narben und Mauern waren verschwunden, all diese schrillen Schreie in seinem Kopf. Nur diese unendliche Wärme und Ruhe. Ja, hier fühlte er sich wohl, und hier wollte er bleiben.

Doch anscheinend hatte das Schicksal andere Pläne mit ihm. Überrascht schlug er die Augen auf, als er von weither eine beklemmende Kälte spürte. Doch diese Kälte kam so rasend schnell auf ihn zu, dass ihm Angst und Bange wurde. Er wollte hier nicht weg und doch versprach im ein dunkles Stimmchen, dass genau jenes passieren würde.

Wie zur Bestätigung zerriss eine riesige Sense diesen idyllischen Ort. Durch jenen entstanden Spalt drang diese sengende Kälte und eine furcherregende Gestallt trat hindurch. Riesig, mit einer langen Kutte bekleidet, welche so tief ins Gesicht gezogen war, dass man nichts als Schwärze erkannte.

Ohne das Kevin es bemerkte glitten heiße Tränen über seinen Wangen und ergeben schloss er die Augen. //Warum tust du das Lu?//

Dann wurde es schwarz um ihn herum. //Lu!?//

~~

Erschrocken sah Lu auf. Was war das gewesen? Hatte ihn da nicht gerade jemand gerufen? Verwunderte blickte er sich um. //Kann das etwas...?// Leicht zog er die Augenbrauchen zusammen und schloss die Augen. Hatte Abaddon seinen kleinen Sonnenschein etwa schon zurückgeholt?

Vorsichtig streckte er seine mentalen "Fühler" nach Kevin aus. Tatsächlich ... er war gerade auf den Weg hierher. Ein leichtes, sanftes Lächeln schlich sich auf seine Lippen und flink erhob er sich von dem unordentlichen Bett. Seine mittlerweile wieder schwarz gewordenen Augen blickten teilnahmslos auf das Chaos um ihn herum. //Abaddon wird eine Menge zu tun haben.//

Mit einem grausamen Lächeln drehte er der Szenerie den Rücken zu und ließ die schwere Tür hinter sich ins Schloss fallen.

//Macht es gut, meine kleinen Kinder!//

TBC