Titel: Sin - Sünde im Nebel

Autor: Mika

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Teil: 01/??

Warnung: Furchtbar naiver Engel?^^ Könnte man so sagen. später wahrscheinlich noch lemon. Alles andere wird gaaaanz individuell gestaltet.

Fandom: FANTASY!!!!! Fantasy Pur!!

Rating: uh, oh, keine Ahnung. Wohl später so MA?^^

Kommentare: Vielen lieben Dank an mein Blacktear-chan!!! Dein betalesen war super, hat mich total aufgebaut!! *kuchengeb*

Ich wünsch euch viel Spaß.

Ach ja, dies ist meine erste Engelchen - Teufelchen Story... habt erbarmen!



Da die Engel anders sind und im Himmel leben, haben sie auch eine andere Sprache. Ich habe es extra übersetzt, damit man es versteht. Nur die verschiedenen Anredeformen hab ich so gelasen:

-satou: setzt sich mit dem japanischen -sama gleich -chasa: setzt sich mit dem japanischen -chan gleich



SIN - Sünde im Nebel

/Schön. Es ist so schön. Wie ist es, dort zu sein? Dort zu leben? Wirklich zu leben?/

Sehnsüchtig betrachtet Yandro eine blaue Kugel durch ein Tor, welches auf der Rückseite eine junge Göttin zeigt. Er seufzte und warf sein langes, silbernes Haar, welches knapp unter seinem Po endete über seine Schulter.

Seine silbernen Flügel streckend, strich er sich die Falten aus seiner weißen, mit silbernen Fäden durchsetzten Kleidung. Seufzend löste er seine Beschwörung auf, drehte sich um und trottete mit hängenden Flügeln davon. Unter einem Baum, einer Glyzinie, blieb er stehen. Sich über die Augen reibend, ließ er sich ächzend nieder und lehnte sich an den Stamm. Dösig starrte er in die Ferne.

Ein Ast strich über seine ausgestreckten, nackten Beine. Langsam wendete er seinen Kopf nach oben. "Oh, Hotaru-san, du bist wach?", sprach er die Glyzinie an.

"Wie du siehst.", antwortete sie ihm mit leiser, melodischer Stimme. "Doch spüre ich, dass du dich heute nicht so sehr wie ich über diesen schönen Tag freuen kannst." "Wie recht du hast.", seufzte Yandro. "Sag mir, was bedrückt Gottes Liebling so sehr, das sein Blick unendlich viele Male in die Ferne schweift, wie um etwas unendlich kostbares zu entdecken?"

Yandro senkte den Blick. Eine ganze Zeit lang schwieg er, und Hotaru ließ ihn schweigen. Sie war alt, hatte viel Erfahrung und kannte diesen Engel seit seiner seiner Entstehung und sie wusste um sein Schicksal. "Hotaru- san.", fing Yandro an doch brach wieder ab und verstummte für eine weitere lange Zeit.

"Sag, Hotaru-san, du kommst von der Erde, jener fernen blauen Kugel, nicht?" Nachdenklich strichen die Blätter der Glyzinie über die Beine von Yandro. "Ja, einst brachte mich ein Engel von der Erde mit." "Hast du viel dort gesehen?" "Ja. Ich habe vieles dort gesehen, doch längst nicht alles."

"Was sahst du dort? Wie empfindet man in jener seltsamen Atmosphäre?", leise Neugierde schwang in Yandros Stimme mit. "Ich sah vieles, und doch sah ich nichts. Ich sah die Sonne, jenen fernen heißen Planeten, um den die Erde kreist. Ich sah die Blumen, die sich zu der Sonne neigten. Und ich sah die Menschen, welche aus ihren Häusern kamen, sobald die ersten Sonnenstrahlen das Land berührten. Ja, ich sah vieles und doch nichts."

Seinen Kopf in den Nacken legend fragte Yandro lächelnd weiter. "Hast du viel Schönes gesehen?" Die Blätter der Glyzinie rauschten. "Oh ja, ich sah sehr viele schöne Dinge. Ich sah die Technik, berauschend war sie. Ich sah Gebäude. Und ich sah das, was ihr Engel nie sehen dürft."

Neugierig sprang Yandro auf und hüpfte wie ein kleiner Engel von einem Bein auf das Andere. "Was war das? Was war das? So erzähl doch, Hotaru-san!" Das Blätterdach schloss sich hinter Yandro zu einem undurchsichtigen Nebel. "Ich sah jene Verbotenen Früchte, die Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben. Ich sah jene Zuneigung, wie sie selten vorkommt. Ich sah die Liebe in ihrer Reinform."

Verblüfft schaute Yandro an dem Baum hoch. "Was ist Liebe, Hotaru-san?" Ein leises Lachen erklang und das Blätterdach öffnete sich wieder.

"Liebe, kleiner Engel, Liebe kann man nicht beschreiben. Sie ist mal so und mal so. Kein liebendes Paar gleicht dem anderen, keine Liebe ist so, wie eine andere. Und doch wird alles mit einem Begriff bezeichnet. Doch Liebe, kleiner Engel, Liebe ist unbegreiflich."

Seufzend lehnte sich Yandro an den Stamm der Glyzinie. "Ich möchte so gern auf die Erde. Ich möchte den Himmel von unten sehen. Möchte die Engel auf den Wolken zuschauen und sagen können: Ich war da. Ich hab das unbeschreibliche erlebt. Ich möchte die Menschen kennen lernen. In ihrer natürlichen, reinen Art. Das ist mein größter Wunsch."

Verträumt richtete er seine Augen in die Ferne. Die Glyzinie war still. Die Zeit verstrich, bis ein kleiner Engel aufgeregt zu ihnen flog. "Yandro- satou, Yandro-satou! Kommt schnell!" Überrascht blickte Yandro auf, als auch schon das kleine Engelchen an seiner feingliedrigen Hand zog.

Hinter her stolpernd schaute Yandro verwirrt auf und bremste dann den eiligen Flug des Engels. "Unaj-chasa, was ist denn? So zieh doch nicht so!" "Schnell, so beeilt euch doch! Ihr sollt zu Gott, nun macht schon!" Eine leise Nervosität nicht unterdrücken könnend, entfaltete Yandro nun ebenfalls seine Flügel, nahm den kleinen Engel auf den Arm und flog mit einem kurzem Abschiedsgruße von Hotaru weg.

"Schneller, schneller! Ich soll euch unverzüglich zu Gott bringen." "Warum denn?" Yandro hatte Mühe den zappelnden Engel festzuhalten. Der zuckte daraufhin nur mit den Achseln. "Weiß nicht." Kopfschüttelnd erhöhte Yandro sein Tempo noch einmal gezielt um wenig später beim Palast Gottes anzukommen.

Die bronzenen Löwen sahen ihn kommen, traten beiseite und verneigten sich. Das seltsame Gebären der Torwächter aufnehmend schritt Yandro mit dem kleinen Engel auf den Arm durch das riesige Tor. Zielstrebig führte das kleine Engelchen ihn durch den großen Palast, welcher mit vielen Wolken und noch mehr Pastellfarben ausgestattet war.

Vor einem großem Tor blieb Unaj stehen, deutete auf das Tor und trat dann mit einem wissenden Lächeln in den Schatten. Unsicher blickte sich Yandro um, trat dann an das Tor heran und öffnete es.

Innen war es Mucksmäuschen still, ein helles Licht blendete ihn. Seine Flügel aus einem Reflex zur vollen Größe ausrichtend trat er in den Saal. Die Türen schlossen sich und lauter Jubel brach hervor. Vollkommen verwirrt betrachtete Yandro die vielen verschiedenen Engel, alt und weise, sowie jung und unwissend, die sich an Festtafeln eingefunden hatten und ein Glas in der Hand hielten.

Sein bester Kumpel trat auf ihn zu. "Alles Gute, Yandro-chasa!" Verwirrt nickte dieser. "W-was." Doch schon wurde er durch die lärmende Masse gezogen, vor einen großen Thron, auf dem eine freundlich lächelnde Person saß. Sie sah sehr jung aus, doch aus ihren Augen sprach die Weisheit.

Unsicher blieb Yandro vor ihm stehen. "Komm her." Mit einer auffordernden Bewegung unterstrich er diese Worte. Zaghaft stieg Yandro die Stufen hervor. "Weißt du, wer ich bin, Yandro?" Zögerlich schüttelte der angesprochene den Kopf. "Kannst du auch nicht. Erst ab einer bestimmten Zeit werden mir die Engel vorgestellt, welche den Wunsch besitzen zur Erde zu gelangen. Sag, willst du zur Erde?"

Vorsichtig nickte Yandro. Man durfte erst zur Erde, wenn Gott dies erlaubte und man die nötige Weisheit erlangt hat. "Nun, dann sollst du auch gehen." Jubel brach aus. Yandro jedoch nahm diesen nicht wahr. Mit großen Augen blickte er die lächelnde Person vor ihm an. Hatte er eben richtig gehört? Aber.aber das konnte doch gar nicht sein. Er.er war doch noch viel zu jung und überhaupt.! Yandro fühlte sich, als würden seine Gedanken im Kreis fahren, er taumelte zurück.

"Hey, Yandro, wach auf!" Sein Kumpel plärrte ihm ins Ohr und packte ihn am Oberarm. Yandro schaute auch ihn mit großen Augen an. Dann lachte er fröhlich und wirbelte seinen Kumpel im Kreis. "Juchu!" ein Jauchzer entrang sich seiner Kehle. "Ich gehe zur Erde! Zur Erde! Jippieh!" Von der Freude angesteckt musste alle im Saal mitlachen. Die Person auf dem Thron stand auf und klatschte laut in die Hände.

"Morgen wirst du zur Erde gehen, ich wünsche dir eine schöne Zeit, mein Engel. Sei vorsichtig und lerne fleißig!" Damit drehte er sich um und ließ einen verwirrten kleinen, silbernen Engel zurück. /Warum. weint er?/ Perplex starrte Yandro immer noch auf die Stelle, wo eben noch diese Person stand.

Mit einem Seitenblick auf Yandro zog ihn Ilra nach draußen. Erst als sie durch die Gänge gingen, fing er an zu reden. "Du musst wissen Yandro, Gott liebt dich sehr." Unsicher blickte Yandro Ilra an. "Natürlich, Gott liebt doch jedes Wesen."

Mit einem Seufzer schaute Ilra seinen naiven Freund aus den Augenwinkeln an. "Yandro, Gott liebt 'dich' viel mehr als 'mich'." Langsam schüttelte Yandro den Kopf. "Wie kommst du darauf? Gott liebt alle Wesen gleichermaßen. Er hat gar keinen Grund, mich mehr zu lieben." "Aber du bist etwas besonderes." " Nein. Ich bin nicht viel anders als du. Schau, du hast sogar größere Flügel als ich!"

Kopfschüttelnd blickte Ilra zum Boden. "Das hat damit nichts zu tun, Yandro- chasa." Kurz überlegte Ilra. "Doch der Vergleich mit den Flügeln ist nicht schlecht. Schau dir mal deine Flügel ganz genau an. Und danach meine. Vielleicht wirst du dann entdecken, was ich versuche dir zu sagen."

Yandros silberne Flügel breiteten sich zur vollen Größe aus. Er besah sie sich genau. Danach streckte Ilra seine Flügel. Auch diese wurden von Yandro genauestens inspiziert. Nachdenklich wiegte Yandro seinen Kopf hin und her.

Eine große Flügeltür öffnend blickte Ilra über die Schulter zu den kleineren silbernen Engel. "Und? Hast du etwas entdeckt?" Langsam schüttelte Yandro den Kopf. "Nein. Deine Flügel sehen etwas kräftiger aus und haben eine größere Spannbreite, doch sonst sehe ich keinen Unterschied."

Ungläubig blickte Ilra seinen Freund an. Dann fasste er ihn am Handgelenk und zog ihn unter den hellblauen freien Himmel. Als nächstes packte er sanft einen Flügel Yandros und hielt ihn neben seinen eigenen. "Da!" auffordernd sah Ilra Yandro an. Irritiert blickte der zurück. "W-was?"

Fassungslos starrte Ilra ihn an. /Ist der nur furchtbar naiv, oder sieht er es wirklich nicht?/ "Sie sind SILBERN! Du hast silberne Flügel, Yandro!" Er griff in Yandros Haarmähne. "Und silberne Haare." Verblüfft schaute Yandro ihn an. "Ach das? Du hättest doch sagen müssen, das ich auch auf Farbunebenheiten achten soll."

Verständnislos blickte Ilra ihn an. /Also ist er tatsächlich so schrecklich naiv, das es schon fast an Dummheit grenzt. Und so jemand lässt Gott auf die Erde?/ Seufzend wendete Ilra sich ab.

"W-was ist? Hab ich was falsch gemacht?" Ilra drehte sich wieder zu Yandro, blickte die unsichere Gestalt an und strich ihr dann über das fein glänzende Haar. "Nichts, schon gut. Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Du darfst jetzt schon zur Erde, weil du eine besondere Aufgabe hast, deren Ziel unbekannt ist."

"Und warum hat der Mann dann vorhin geweint?" Ernst blickte Ilra Yandro an. "Dieser Mann, Yandro, dass war Gott. Und er hat geweint, weil er dich auf die Erde schicken muss. Yandro, Gott ist dein Vater." Forschend blickte er Yandro ins Gesicht. "D-das war Gott?" Ilra nickte.

"Aber Gott ist doch auch dein Vater, Ilra-satou." Verzweifelt schlug Ilra die Hände vor sein Gesicht und ließ sich auf den Boden fallen. /Er versteht es nicht!/ "Yandro-chasa, es gibt einen Unterschied, ob Gott dein 'Vater' ist, oder ob du von Gott abstammst." "Worin besteht der?" resigniert schlug Ilra die Augen nieder. /Weiß der denn gar nichts??/

"Wenn Gott dein 'Vater' ist, dann bist du nicht in irgendeiner Weise mit ihm verwand, in keiner Weise bist du vertraut mit ihm. Doch wenn du von ihm abstammst, heißt das, dass du das selbe Blut in dir trägst. Das er dich geschaffen hat, du sein Meisterwerk bist. Und er dich natürlich am meisten liebt."

"Ähm, und deswegen darf ich jetzt auf die Erde und Gott hat geweint, ja?" Erleichtert nickte Ilra. "Ja." Verstehend nickte Yandro. Nach kurzem schweigen sprang er auf, verabschiedete sich von Ilra und flog in Richtung Glyzinie zurück.

Atemlos kam er dort an. "Hotaru-san, Hotaru-san!" Die Äste der Glyzinie bewegten sich. "Was gibt es, schöner Engel?" "Hotaru-san, stell dir vor! Ich darf zur Erde! Zur Erde!! Morgen geht es los! Ich bin so aufgeregt!"

Doch Hotaru antwortete nicht, solange, bis es Yandro unheimlich wurde. "Hotaru-san?" Ein leises grummeln war zu hören. "Dann werden wir uns längere Zeit nicht sehen. So werde ich dir noch etwas von der Erde erzählen. Denn nicht alles dort ist gut und schön. So wie eine Medaille nicht nur eine Seite hat, Magie nicht nur weiß oder schwarz ist."

~*~

Szenenwechsel. Im Reich von Satan.

"Landro! Morgen schickt mein dämlicher Bruder wieder einen Engel auf die Erde. Wie ich hörte, seinen liebsten. Geh mit einen deiner Diener auf die Erde und kümmere dich um diesen Engel."

Ein dunkles Grinsen umschwebte die Lippen des Dämonen. "Sehr wohl, Vater." Lautlos verzog er sich in die Dunkelheit.

Der Herr der Unterwelt nahm sein Glas Wein in die Hand und schwenkte es leicht. Dann setzte er zum trinken an, fuhr sich anschließend über die blutroten Lippen. "Mhm" machte er leise. /So ein kleiner Engel würde mir auch mal wieder gefallen./

"Landro!" rief er laut und nach kurzem erschien noch einmal sein jüngster Sohn. "Ihr wünscht, Vater?" "Spiel mit diesem Engel erst eine Weile auf der Erde, dann bringst du ihn zu mir. Es dürfte meinem Bruder das Herz zerreißen, wenn er seinen Lieblingsengel in meiner Hand weiß. Etwas Spaß wird mir auch vergönnt sein. Nun geh."

"Sehr wohl." Genauso lautlos wie er gekommen war, verschwand Landro wieder in der Dunkelheit. Es war still im Thronsaal geworden. Nur das Knacken des Feuers war zu hören, das im Kamin brannte. Doch plötzlich, wie aus dem nichts erklang die tiefe Stimme Satans, der nach seinem Kammerjungen verlangte. Noch während er wartete legte sich ein hinterhältiges Grinsen auf die vollen Lippen.

To be continued.?

So, ich weiß, furchtbar^^.