"Du hast es also bis hierher geschafft? Hat ja lange genug gedauert..."

Er konnte sich das Lächeln nicht verkneifen. Also würde es doch ein Ende haben.

Raven glitt von seinem Thron.

"Kane... Du bist der, auf den ich all die Jahre gewartet habe. Und wie ich sehe... hast du dich seitdem nicht sonderlich verändert..."

Kanes Miene blieb kalt.

"Ich bin nicht hier, weil ich der Welt da draußen helfen will, Raven. Im Grunde ist es mir egal, ob sie untergeht oder nicht, wenn es nur nicht meine Schuld wäre."

Raven legte den Kopf schräg.

"Wie niedlich. Genauso wie früher, schon damals hast du den tragischen Helden gespielt. Gib doch einfach nur zu, dass du es satt hast, einfach alles, du sehnst dich nach dem Tod genauso sehr wie ich. Warum also zögern?"

"Die ganze Sache ist nicht so einfach, wie du sie dir vorstellst, Raven."

"Was bewegt dich zu dieser Ansicht, mein alter Freund?"

Er trat einen Schritt auf den Nekromanten zu.

"Schließlich warst du es doch, Kane, der die Worte unseres Bluteides gesprochen hat... 'In dem Moment, in dem das Blut eines jeden die Flammen berührt, werden ihre Körper verbunden und in unsterblichem Leben vereint. Doch nur der eine wird befähigt sein, das Band zu lösen. Opfer.' War es nicht so?"

Er kam noch einen Schritt näher, doch Kane streckte ihm energisch die Hand entgegen.

"Bleib mir fern", zischte er und Raven spürte, wie seine Füße rückwärts über den Fußboden gezogen wurden.

"Du bist ganz schön nachlässig geworden, mein Kleiner. Scheint so, als seiest du es nicht mehr gewöhnt, dich mit einem wahren Gegner zu messen."

"Nein, Kane, ich habe dieses Leben einfach nur satt. Du gabst mir die Unsterblichkeit, aus diesem Können resultierte der Clan, den du nun anführst, doch sieh mich an, die einzige Frau, die ich je lieben konnte wurde von einem Pack arroganter Spitzohren getötet, die ihren Körper für ihre heidnischen Rituale missbrauchten. Ich habe lediglich Untergebene, die aus Furcht handeln, nicht aus Vertrauen, wie die deinen, doch... ich hatte keine andere Wahl. Mit Freunden kann man keine Rache verüben, das habe ich gelernt. Was ist das für ein Leben, mit dem du mich gestraft hast?! Ich warte nur noch auf den Schatten. Bring es zu Ende."

"Wie ich bereits sagte... Du stellst es dir zu einfach vor. Den Bluteid haben wir zwar begangen, doch du bist ein Verräter. Ein Verräter des ältesten Clans."

Raven zuckte bei diesen Worten zusammen.

"Der älteste Clan... besteht immer noch?"

"Der Clan besteht, solange der Meister auf diesem Boden wandelt. Und die Regeln des Clans besagen strikt, was mit Verrätern geschieht, mit jenen, welche die edle Kunst der Magie zu ihren dunklen Zwecken missbrauchen..."

"Kane.. das kannst du nicht tun..."

Ravens Stimme wurde brüchig, eine düstere Erkenntnis schlich sich in seinen Kopf.

Kane streckte die Hand aus, weißer Nebel hüllte sich ein.

"Ich beraube dich deiner Magie. Nun sollst du all die Jahre, in denen du das Land zerstört hast, ohne Zauberkraft erneut durchleben und nur eine Hand kann dich von deinem tristen Dasein erlösen. Die deines Meisters."

Raven erhob beide Hände und der Hauch einer Zauberformel streifte seine Lippen. Schwarzes Feuer loderte von seinen Handflächen auf, alles Licht verschlingend und trotzdem harte Schatten werfend, finsterer als die Nacht und doch blendend wie der helle Sonnenschein.

Er schien unter der Kraft förmlich zu beben, wo sein Umhang verrutscht war, sah man die Adern, die aus seinen Unterarmen heraustraten, als er sich bemühte, des Feuer in Schach zu halten.

Kane war beinah vollkommen von einem Schild aus weißem Nebel eingehüllt, der ihn wie einen Untoten Geist erscheinen ließ, bleich und durchsichtig.

Raven spürte, wie der Wiederstand langsam aus seinen Armen wich, lange würde er die Flammen nicht mehr kontrollieren können, seine Hände zitterten, doch mit jeder Sekunde brannte das Feuer stärker, wenn er es nur noch wenige Augenblicke erhalten könnte...

Kane riss die Hände über den Kopf, als sein Nebelschild von den brennenden Wogen Ravens zerfetzt wurde. Er wurde über den kalten Steinboden gezogen, warf einen Blick hinter sich, zwei Schritte bis zum Abgrund. Raven keuchte leise.

"Weißt du, Kane, der Clan besteht, solange der Meister noch auf Erden wandelt, das waren deine Worte. Vielleicht sollte man den Meister beseitigen. Dann wird unser Bluteid nichtig, meine Rache an allen Völkern wird vollendet werden, der Schatten vollkommen."

Doch Kane erwiderte sein sardonisches Lächeln. "Das musst du erst mal schaffen... Denn jeder Meister hat Untergebene...

Ich rufe dich, mein Diener, der du durch mein Blut am Leben bist, mir zu Loyalität und Treue verpflichtet. Erscheine, mein Drache."

"Drache?!"

Raven wurde binnen Sekunden kalkweiß. Doch aus der Ferne ertönte ein ohrenbetäubendes Kreischen, es drang ihm durch Mark Bein und ließ ihm das Herz beinah stillstehen. Drachen waren seit jeher gefürchtet, nichts als Zerstörung im Sinn, mit undurchdringlichen Panzern, messerscharfen Zähnen und dem Odem der Hölle.

Kane sah zum grauen Himmel, auf dem sich der weiße Knochendrache deutlich abzeichnete.

Dann verlor er den Halt, etwas riss ihn zum Rand des Turmes, wo ihm der eisigkalte Regen ins Gesicht peitschte. Sein Kopf fuhr zu Raven herum, der bereits den nächsten Zauber murmelte. Sein eigener Wahnsinn hatte ihn vollkommen in seiner Gewalt. So würde er Raven nicht töten können, der Bann des Clans lastete auf ihm. Er konnte nur versuchen, ihn seiner Magie zu berauben, doch es würde ihn viel Kraft kosten.

Der Stoß einer unsichtbaren Hand riss den Nekromanten von den Füßen, er spürte lediglich noch die Luft, die blitzschnell an ihm vorbeizischte.

Krallen gruben sich in seine Schultern durch seine Rüstung hindurch.

Ein weiterer schriller Schrei, ähnlich dem eines Vogels, hallte durch den Regen.

Der Drache.

Raven stockte der Atem als er mit ansah, wie das Kuppeldach seines Turmes von schneeweißen Knochen heruntergerissen wurde, in die Tiefe stürzte und Kane triumphierend den kalten Stein betrat. Die zornigen roten Augen des Ungetüms fixierten den Schwarzmagier, er stürzte auf ihn los.

Raven streckte ihm seine Handflächen entgegen, doch anstatt einer schwarzen Wand entstand lediglich eine dunkle Wolke Giftwolke, die dem Drachen nichts anhatte.

Der Tod konnte nicht sterben.

Er fühlte, wie sich knöcherne Klauen, spitz wie stählerne Pfeile, in seine Brust bohrten. Er schnappte verzweifelt nach Luft, würgte einen Schwall Blut hervor, der sich über ihn ergoss. Doch auf diese Weise konnte er nicht sterben.

Es war Kanes Mittel um Zeit zu schinden. Und dies war ihm gelungen, mit jedem Atemzug, der ihm höllisch schmerzte, spürte er gleichzeitig, wie ihn etwas von innen heraus aussaugte, an seinen Kräften zehrte und ihn auffraß.

Er war unfähig sich zu bewegen, doch ihm war klar, dass kein noch so großer Schmerz ihm dem ersehnten Tod näher bringen würde.

Nur Kanes Hand würde ihn töten, solange dieser noch am Leben war, nicht sein Schwert. Er fühlte, wie sein Brustkorb unter dem Gewicht des Monsters zerknackte, wie die Splitter seine Knochen durch sein Herz bohrten, welches doch nicht aufhören wollte, zu schlagen.

Die Lippen zu einem stummen Schrei geöffnet, zitterte sein Körper, während seine Finger, die immer wieder verzweifelt am Boden nach Halt suchten, auf der Blutlache ausglitten. Aus dem Augenwinkel konnte er zu Kane hinüberblicken, dessen Leuchten dem eines Feuerballs glich.

Doch als er genauer hinsah, bemerkte er, dass auch sein einstiger Meister von Krämpfen geschüttelt wurde und sich eher schlecht als recht auf den Beinen hielt. Je mehr das Licht zurückging, desto heftiger atmete der Totenbeschwörer, sein Blick klebte an Raven, dessen regendurchnässtes Haar in seinen tiefen Wunden hing.

Und plötzlich spürte Kane, wie sich seine Gedärme in seinem Bauch zu krümmen schienen, wie ein Knäuel lebendiger Schlangen, das versuchte, ihm aus dem Hals zu kriechen. Er würgte. Sein Blut mischte sich mit dem Ravens, er fühlte, wie seine Lunge unter einem unsichtbaren Gewicht zerquetscht wurde.

Er streckte die vor Erschöpfung und Schmerzen zitternde Hand nach dem Drachen aus, der im selben Moment in sich zusammenfiel, die Zauberkraft Ravens war gebannt.

Die seine hatte er dafür opfern müssen.

Doch wurde die Qual, die ihn beinah zerriss nur gering gemildert, Lichtpunkte schwirrten vor seinen Augen umher, mit letztem Atem murmelte er eine Heilungsformel, die ihm nur dürftige Linderung verschaffte.

Er war leer.

Der Schein, der zuvor seine Finger erhellt hatte, war nun vollends verblasst, er war genau wie Raven nichts weiter mehr als ein Schatten im herabfallenden Regen auf einem zerbrochenem Turm.

Er tat einige flache Atemzüge, konnte kurz darauf wieder klar sehen und kam mit Mühe auf die Beine.

Raven röchelte immer noch, obzwar der weiße Drache zu Staub zerfallen war, klafften die Wunden in seinem Fleisch noch immer und machten es ihm beinah unmöglich, sich zu bewegen.

"Raven. Deine Verletzungen werden nicht heilen. Tausende von Jahren nicht. Ich erspare dir das. Ich tue es für den Freund, der du einst gewesen bist. Ruhe in der Tiefe"

Der Nekromant hievte ihn mit zitternden Armen und Beine hoch, nun auch von Ravens Blut bedeckt, das er bei jeder Bewegung hochwürgte.

Er kam nur schwankend zum Stehen, doch noch bevor Kane ihn von seinem eigenem Turm stoßen konnte, hatte er bereits seinen Arm gepackte und ließ sich nach hinten fallen, zog dabei seinen einstigen Freund mit sich, dessen warme braune Augen sich vor Schreck weiteten.

Er wurden von Ravens Armen umfangen, zusammen stürzten sie hinab. Raven schloss die Augen und seine Lippen legten sich Kanes, bevor ihre beiden Körper am Boden zerschellten.

Xenon rannte zurück zur letzten Biegung, wo Ceria auf ihn wartete.

"Sackgasse", murmelte er nur, woraufhin sie die entgegengesetzte Richtung einschlug.

"Seltsam", hauchte er, "Eigentlich gab es hier kein Labyrinth..."

"Doch, manchmal gibt es eins."

"Manchmal?!"

"Das ist alles, was ich über dieses Gemäuer weiß. Es ist verhext, wenn sich das magische Labyrinth auftut, blockieren normalerweise bereits Stunden vorher Wachen den Eingang, da Ravens Banne hier wirkungslos werden."

Er antwortete nicht, sondern hielt sich nur dicht bei ihr, doch kam er ihr nicht zu nahe, die Erinnerung an den Fluch war ihm noch lebhaft vor Augen.

Ein Schrei aus weiter Ferne drang an sein Ohr. Er blieb stehen.

"Was ist?", fragte sie schroff.

Er bedeutete ihr mit einem Zischen, ruhig zu sein, der Ruf wiederholte sich.

"Hier ist noch jemand."

"Ein Mensch", flüsterte das Kind der Schatten angespannt,

"Es liegt dieser schwache Menschengeruch in der Luft."

Er packte ihre Hand und lief in die Richtung der Laute. Plötzlich stolperten zwei Gestalten aus dem Gang direkt vor ihm. Zuerst erstarrte er, doch dann erkannte er die beiden.

"Ihr lebt..."

Die Fassungslosigkeit stand ihm ins Gesicht geschrieben.

"So leicht werdet ihr uns eben nicht los, Majestät."

Izues Stimme hatte denselben barschen Ton wie immer.

"Und wer bist du, Dämon"

Selbst im Stockdunkeln waren ihre Sinne nicht getrübt.

"Dämon?! Aber Izi, erkennst du etwa unsere kleine Ceri nicht mehr?"

Xenon erstarrte. Er hatte Liel für verrückt gehalten, doch nicht einmal er selbst hatte Ceria in diesem Körper erkennen können, wie schaffte sie es?! Hatte sie einige ihrer früheren Fähigkeiten für diese Art des Sehens geopfert?

"Liel"

Cerias Stimmer verhallte in der stillen Kellerluft.

"Du bist also wirklich gekommen. Seit ich mein Gedächtnis verloren habe, geisterst du in meinen Träumen herum, versprachst mir, auf alles zu antworten, wenn die Zeit gekommen wäre und nun bist du hier..."

"Glaube mir, Zesha, wie du dich nennst, noch die ist die Zeit nicht reif. Über das Dunkel spricht man nur bei Tag. Und wir können froh sein, wenn wir den wieder erblicken."

"Dann nichts wie weg", sprach der Elf.

Er drehte sich um und sein Herzschlag setzte eine Sekunde lang aus, als aus dem Gang, den er einschlagen wollte, plötzlich wie aus dem Nichts eine Mauer hervorkam, wie eine Schlange ihren Weg versperrend. Doch sie hatte etwas mit sich geschleift.

Ein Mädchen.

"Kerane"

Izues Augen weiteten sich. Die jüngste Assassine der Gilde, halb ohnmächtig und nach Luft japsend lag sie auf dem Boden.

"Izue... Ribin war bei mir... und... und... Liam... zwei Elfen... Totenbeschwörer und Bryemme Core..."

Sie hustete heftig,

"Ich... ich habe sie nur noch Schreie gehört und als ich mich umdrehte, sah ich nur noch, die Wand auf mich zukommen"

Izue half der Kleinen auf.

"Wenn sie sich inmitten dieser Mauern befinden, dann steht es nicht gut für sie. Doch du kennst die Regeln der Gilde. Ein lebendiger Mann als Gewinner auf dem Schlachtfeld ist mehr wert als hundert Tote."

Sie hatte kaum geendet, da kam die Wand langsam ein Stück näher auf sie zu. Sie zog Kerane auf sie Füße und wies die anderen an, in die einzige noch mögliche Richtung zu laufen. Das steinerne Knirschen wurde allmählich wieder schneller, die Mauer hatte scheinbar ein Eigenleben entwickelt.

Die stickige Luft machte das Rennen zu einer Qual, doch plötzlich tat sich eine der Seitenwände auf, sodass eine Art Tor, groß und breit, zwischen den Steinen klaffte.

Izue schlug einen scharfen Haken durch die Öffnung hindurch, die anderen bremsten ab und folgten mit Müh und Not, Xenon bekam gerade noch eine Seite der Tür zu fassen, an der er sich festhalten konnte. Kurze Zeit ertönte nichts außer angestrengtem Keuchen, dann nur das schallende Rauschen der Mauer, die an dem Tor vorbeipreschte.

Ceria sah sich im Raum um.

"Hier kommen wir nicht hinaus und die Tür ist versperrt"

Stöhnend ließ Xenon sich gegen eine kalte Steinmauer fallen.

"Ich kann diese Wände nicht mehr sehen..."

Er kippte nach hinten und fand sich in einem fackelerleuchteten Gang wieder. Verwundert blieb er sitzen. Dann erkannte er, was es war. Eine magische Tür, wie sie die Diebe des Dungeons einmal benutzt hatten. Eigentlich nicht verwunderlich, wenn man bedachte, dass es auf der ganzen Insel Tvon von düsteren Gestalten nur so gewimmelt hatte. Er hörte die Stimmen der anderen durch die Wand, die keine war.

"Folgt mir!", rief er ihnen zu, "Hier geht es weiter!"

Hastig kam die kleine Truppe durch das Portal geschritten.

Das Kind der Schatten rieb sich die Augen, geblendet vom Licht der Fackeln.

"Lasst uns keine Zeit verlieren", murmelte Izue, packte Kerane an der Schulter und gab das Zeichen zum Abmarsch.

Sie war bereits seit Tagen durch dieses Labyrinth geirrt, ihr war jeder Weg recht. Hektisch erklommen sie die Stufen, die sich nun über den Kellerboden erstreckten.

Stufen!

Das bedeutete Treppe und Treppe wiederum bedeutete Oberfläche. Izues Schritte wurden mit jedem Mal schneller, sie ließ Kerane los und stürmte hinauf, in verzweifelte Hast spürte sie ihre ermüdeten Beine nicht mehr, als sie endlich das sah, was sie gesucht hatte.

Licht!

Sie trat hinaus. Die Sonne schien, sie stand inmitten einer Wiese mit Büschen und vereinzelten Bäumen.

"Das ist Kallatien?! Als wir gekommen sind, sah es aber anders aus!", hörte sie Liels Stimme hinter sich.

"Was ist hier passiert?!"

Sie drehte sich herum. Das Loch, aus dem sie gekommen waren, erinnerte an einen großen Kaninchenbau, nun zwängte sich der Elf hindurch und blinzelte einige Male, bevor er sich lachend zu Boden warf.

In dem Moment, in dem das Kind der Schatten aus der Höhle getreten war, traf sie der Schlag, sie fiel zu Boden, ihre Haut schien unter dem Sonnenlicht zu verbrennen, sie dampfte und zischte. Sie fuhr sich über den schmerzenden Körper und wo ihre Hände die Blasen werfende Haut berührten, da zog sie sich ab und erstrahlte in gleißendem Licht. Dann verschwammen die Dinge vor ihren Augen.

Izue hatte das gesamte Schauspiel uninteressiert beobachtet. Noch immer hegte sie ihr Unbehagen gegen Dämonen, gleich welcher Art sie auch sein mochten. Als sie sich weiter umsah, konnte sie in der Ferne die Ruine eines alten verwitterten Turmes ausmachen. Ravens Turm. Doch den Kampf hatte ein anderer für sie alle gewonnen.

Gleißendes Licht erfüllte Cerias Blickfeld, als sie zu sich kam.

Das letzte, an das sie sich erinnerte, war der Überfall der schwarzen Truppen gewesen. Danach nur noch Schwärze.

Sie sah an sich hinab, ein dünnes Kleid bedeckte sie, ihr schwarzes Haar fiel ihr über die Schultern, als sie sich aufsetzte.

Die Wände des Raumes waren in einem zarten blassgrünen Ton gestrichen, der Boden von jadegrünen Fliesen bedeckt. Eine große Tür stand offen, sie führte zu einem Garten, der Geruch des Grases strömte herein.

Das erste, was sie erblickte, war Xenon, sein blaues Haar war bereits so lang geworden, dass es ihm über die Schultern hing. Sanft strich sie es beiseite und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.

Er hatte sie nicht gleich bemerkt, sah sie dann aber an und umarmte sie stürmisch.

"Ceria", wisperte er.

"Was... ist passiert... ich erinnere mich an nichts... Xenon... Hab ich geschlafen?"

Er lächelte.

"Ich hoffe es. Sieh dich nur um. Wer hätte gedacht, dass Kallatien zu solcher Schönheit fähig wäre, wenn man es von all dem Bösen befreit?"

"Wir sind in... Kallatien..."

"In der Stadt Ochea. Es gab noch andere wenige Überlebende, sie sind alle in dieser Stadt."

"Ist Kane auch hier?"

"Nein"

Sie zog die Augenbrauen hoch.

"Er hat für uns gekämpft, nicht wahr?"

Er nickte und stand auf.

"Wohin gehst du?"

"Folge mir. wir gehen zu seinem Grab"

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Gehabt euch wohl! (kein Kommentar bitte)

Mit freundlichen Grüßen

Selene

Faulste aller Faulen

Gestörteste alles Gestörten

Nichtscheckenste alle Nichtscheckenden...