Tag im April


Der welke Tag ist
grau geworden über
der Stadt.

Sumpflandschaftlich glitschig
dampfende Gassen,

Stiefmütterlich harte
kalte Hauswände.

Aus tiefstem Kummer weinende Kuppel
über unseren Köpfen.


Frühling ist ein Name
des Fremdlings,
Streuners,

Der achtlos an uns vorüberzieht,
uns streifend
mit verächtlichem Blick,

Als wäre diese Stadt,
dieser Ort
moderstinkende Kreatur am Bordsteinrand.


Vergessen ist Wärme, vergessen
ist Licht.
Sonne, die dein Antlitz wir
nicht mehr zu erkennen wissen,
bist gefangen
im Kerker der grauen Burg.

Des Himmels Blau
wissen wir nicht mehr zu deuten
mit unseren asphaltierten Augen.

Verschwunden sind alle Vögel,
wandernde Völker
hoffend
auf andere Welten.