23.6.2098 in einem Krankenhaus New Yorks Der Arzt trat in das Zimmer und schaute die junge frisch gebackene Mutter lange und traurig an." Ich muss ihnen leider mitteilen das ihr Baby krank ist, es leidet unter einem Gendefekt der wahrscheinlich dazu führen wird das es mit etwa 20 Jahren ihr Augenlicht und Gehör verlieren wird, es tut mir leid. Sie wollten ihr Kind zur Adoption freigeben?" "Ist dieser Entschluss endgültig?" fuhr der Arzt fort. "Ja, ich kann ja nicht anders, ich hab ja nicht einmal genug Geld um meine Miete zu bezahlen. "Die letzten Worte stotterte die Mutter nur noch." Kann ich ihr wenigstens einen Namen geben?" "Aber natürlich, wie soll die Kleine nun heissen? Ihren Nachnamen soll sie auch von ihnen erhalten? Der Arzt setzte sich auf den neben dem Bett stehenden Stuhl. "Sie soll Lea Parker heissen wie meine Mutter." " Gut, ich muss ihnen Lea jetzt leider abnehmen, sie können hier jederzeit nachfragen wie es Lea geht, wo sie ist und so. Sie dürfen sie nur nicht bis zu ihrem 16 Geburtstag besuchen" Er nahm ihr Lea ab verabschiedete sich und verliess das Zimmer. Anna Clark sollte ihr Kind nie mehr wieder sehen, sie starb fünf Jahre später bei einem Flugzeugunglück.

23.6.2114 16 Jahre später in einem Waisenhaus in Los Angeles "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Lea!!!" schallte es aus dem Esssaal. Lea schaute sich ziemlich verwundert um, alle Bewohner des Heims hatten sich versammelt um ihr, ausgerechnet ihr zum Geburtstag zu gratulieren! ?Das Waisenhaus war nicht sehr bewohnt ,da gab es Jon und Leila Zwillinge die ihre Eltern vor fünf Jahren als Zehnjährige verloren hatten, den zwölfjährige Marc, die achtjährige Julia, der Leiter Mr.Smith, der schon recht betagte Gärtner Mr.O`Conell und da war da noch Michael. Der sechszehnjährige Punk war erst vor vier Monaten in dieses Waisenhaus gekommen ,er hatte etwa die ähnliche Geschichte wie Lea hinter sich ,ein Adoptivkind das von Familie zu Familie wanderte das langsam zum Problemfall wurde weil sein Charakter nicht dem Wunsch der Adoptiveltern entsprach. "Freust du dich denn gar nicht, oder was ist mit dir los?" fragte Michael sie etwas enttäuscht. "Doch, doch aber bei meinem letzten Geburtstag habt ihr nicht den ganzen Essraum geschmückt, also was ist los? Mr.Smith räusperte sich etwas verlegen ,,Nun ja es ist wegen deiner Genkrankheit, du bist auf die Gentheraphieliste gesetzt worden." Lea schaute Mr .Smith an als wäre er ein Geist."Was? Das ist doch ein Scherz oder?" Nein ist es nicht aber lassen wir das, willst du dir nicht deine Geschenke ansehen?" .Die kleine Julia zerrte sie ungeduldig an ihrem Arm. "Mr.Smith hat Recht, Komm schon Lea!" Die hat ja ganz schön Kraft." dachte Lea amüsiert und liess sich zum Tisch führen auf dem die Geschenke und eine etwas windschiefe Schokoladentorte standen." Leila kam zu ihr hinüber und schaute die Torte etwas verlegen an "Ich und John haben die gemacht leider etwas schief, was? "Ach macht doch nichts, Hauptsache es kommt von Herzen." mit diesen Worten umarmte Lea Leila ganz fest das Gleiche machte sie mit John. Von Marc bekam Lea ein Paar Ohrringe, Julia schenkte ihr ein Zeichnung die Lea als Prinzessin mit einem Jungen zeigte der Michael verdammt ähnelte. Das Geschenk von Michael jedoch war mit Abstand das schönste und das wertvollste, es war eine Kette mit einem Anhänger in Form einer Flamme der mit funkelnden Steinen in rot, orange, gelb und weiss besetzt war. Nachdenklich drehte Lea die Kette hin und her, bis Michael sie ihr aus der Hand nahm und zögernd Lea um den Hals legte." Die Edelsteine sind echt ,die Kette hat meiner Mutter gehört, ein paar Monate vor ihrem Tod hat sie mir gesagt ich solle sie irgendwann mal jemandem geben der sie verdient." Lea schaute Michael lange an "Habe ich sie denn verdient?" "Ja sonst hätte ich sie dir ja nicht geschenkt .Oder?" Die anderen standen etwas verlegen beim Esstisch. Leila hatte mittlerweile die Torte angeschnitten und jedem ein Stück auf ein Teller gelegt. Es wurde noch ein sehr vergnügter Nachmittag. Als Lea am Abend ihre Akte durchging war sie überhaupt nicht bei der Sache, eigentlich hätte sie ihre Akte brennend interessieren sollen schliesslich stand da wer ihre Eltern sind. Lea wusste aber jedoch schon alles,denn als sie vor sechs Jahren in dieses Heim kam brach sie schon in der ersten Woche ins Büro ein und las ihre Akte. Alle Adoptivkinder mussten bis zu ihrem sechzehnten Geburtstag warten bis sie ihre Akte lesen durften. In der Akte stand nur ihr Name, der Name ihrer 2103 verstorbenen Mutter der Name ihres Vaters war nirgends zu finden. Zusätzlich waren die Heime und Pflegefamilien aufgelistet in denen Lea bis zu ihrem zehnten Lebensjahr alles war. Lea würde definitiv bis zu ihrer Volljährigkeit in diesem Heim bleiben, denn wer fünfmal die Pflegefamilie oder das Heim gewechselt hatte musste im Heim bleiben Lea wusste dass wenn eine Familie kam und sich ein Kind ansah, es aber nicht nahmen, zählte das wie ein Heimwechsel. Morgen würde eine Familie kommen um Michael zu begutachten, sie hoffte inständig dass sie ihn nicht nahmen, denn dann würde er auch hier bleiben müssen. Sie wusste selbst nicht warum sie sich das wünschte. Mit der Kette von Michael in der Hand schlief Lea schliesslich verwirrt ein. Am nächsten Morgen beim Frühstück war Michael total schlecht gelaunt und stocherte gelangweilt in seinem Müsli rum. "Sag mal was ist denn mit dir los?" fragte ihn Mr.Smith."Ich will verdammt noch mal hier nicht weg, es ist das erste Mal das ich mich irgendwo richtig wohl fühle." Ach wirklich" brummte Mr.Smith."Versuch doch die Leute abzuschrecken, die passende Frisur hast du ja schon." bemerkte O'Conell um sich dann wieder seinem Müsli zu widmen. "Ja das ist eine gute Idee, danke Mr.O'Conell" antwortete Michael grinsend .Lea die neben Michael sass schaute in eingehend von der Seite an "Eigentlich hab ich ihn ja noch gar nicht richtig angeschaut, sieht gar nicht so schlecht aus" dachte Lea und strich sich einer ihrer langen braunen Haarsträhnen aus dem Gesicht. Michael hatte von Natur aus schwarze Haare die er in einem für Punks typischen Irokesenschnitt trug und grüne Augen die einen schönen Kontrast zu dem Haar bildeten. Meistens trug er Jeans und ein weisses Shirt heute jedoch hatte er ein Shirt mit einem Armymuster an. Leila schien das auch aufgefallen. zu sein "Hey Michael, gibt's einen besonderen Grund ausser dem Besuch warum das du dich so rausgeputzt hast? Michael wurde rot "Nein, wieso?" "Vielleicht für Lea? "fragte Leila ganz unschuldig Das Rot von Michaels Wangen wurde noch eine Spur dunkler."Ach lass mich doch!" Michael stand genervt auf und trug sein Müsli in die Küche. "Leila was sollte das eben?" fragte Lea."Entweder bist du blind oder einfach nur blöd, der steht auf dich, noch nicht gemerkt wie er dich immer anschaut? Du magst ihn doch auch, vielleicht sogar ein bisschen mehr als mögen? "Woher soll ich das wissen ich war noch nie verliebt oder so! "entgegnete Lea. "Wie bitte? Du bist gestern sechzehn geworden und warst noch nie verliebt. Das gibt's doch nicht!" rief Leila entgeistert aus. "Naja macht nichts du merkst es schon noch."Lea kommst du bitte mal schnell. "Lea drehte sich um, es war Michael."Na mach schon! "flüsterte Leila. Etwas unsicher stand Lea auf und folgte Michael aus dem Essraum, Michael biegte nach rechts ab, in Richtung Wendeltreppe die in das Obergeschoss führte. Während sie die Treppe raufstiegen brach Michael das Schweigen. "Ich soll auf die Leute die in einer Stunde kommen abschreckend wirken, habe aber keine Ahnung was ich anziehen soll. Ihr Mädels habt von so etwas mehr Ahnung wärst du so nett und würdest mir helfen?" er schaute Lea schüchtern an. "Ja mach ich ,ich leg dir einfach ein paar Sachen raus. Okay? Kannst ja in der Zeit noch duschen oder so." entgegnete Lea ."Danke "und mit diesen Worten drückte er Lea ganz fest an sich. Lea ging in sein Zimmer und suchte für Michael ein schwarzes Shirt mit einem weissen Totenkopfmotiv aus .In einer zerfledderten Kartonschachtel fand Lea verschiedene Nietenarmbänder und ein Stachelhalsband. "Und hast du was gefunden das für diesen " Anlass "passend ist?" Michael hatte nur seine Jeans an und seine nassen Haare waren total verwuschelt was ziemlich komisch aussah. Er schnappte sich das Shirt und zog es an. "So und jetzt noch das" Lea hielt ihm zwei Armbänder und das Halsband hin. "Mr. Smith wird mich umbringen, als ich hier her kam hat er mir verboten das Stachelhalsband zu tragen .Weiss der Teufel warum!". Michael machte sich vor dem Spiegel daran seine Haare mit viel Haargel in Form zu bringen. Lea stand auf und schnappte sich die Tube." Lass mal, ich mach das schon. "Michael setzte sich auf sein Bett und liess Lea gewähren. "Hey du kannst das ja ganz schön gut, wie wärs wenn du das jeden Morgen für mich machen würdest?" fragte Michael scherzhaft "Wieso nicht ich hab am Morgen genug Zeit." "Aber vielleicht bin ich dann gar nicht mehr hier." antwortete Michael ."Sei einfach frech und fies dann wollen die dich bestimmt nicht. So fertig !"sagte Lea. "Na dann gehen wir mal "meinte Michael .Zusammen gingen sie die Treppe hinunter und liefen den Gang hinunter zu Mr.Smith's Büro . Mr.Smith erwartete Michael bereits "Du kannst schon reingehen die Leute kommen in ein paar Minuten,während des Gesprächs bist du mit ihnen allein das weißt du. Oder?" "Ja, ja weiss ich. "Michael ging in das Büro und schloss die Tür hinter sich , so das Lea und der Leiter des Heims alleine auf dem Flur zurückblieben. "Du magst ihn nicht wahr, Lea? "Lea antwortete nicht sondern wurde nur rot. "Du kannst beruhigt sein ich glaube nicht das die Leute ihn wollen. Mach dir keine Sorgen. "Mr. Smith verschwand in einem Nebenraum in dem die Akten und sonstiges Zeug gehortet wurde .Lea ging in ihr Zimmer zurück und liess sich auf ihr Bett fallen. Eine gute halbe Stunde starrte Lea einfach nur an die Decke und hoffte einfach nur. "Lea ! Sie wollten mich nicht!". Michael stand in Lea ` s Zimmer und strahlte übers ganze Gesicht .Lea sprang erschrocken auf und schaute ihn verwirrt an ."Sie wollten mich nicht!" sagte Michael noch mal. "Wirklich?" antwortete Lea, sie war immer noch total verstört. Michael trat nun vollendens in Lea`s Zimmer herein. " Ja hast schon richtig gehört, komm wir sagen es den anderen." Er packte ihre Hand und zog sie ungeduldig hinter sich her. Die Neuigkeit verbreitete sich schnell im Heim uns alle waren natürlich ziemlich froh darüber.