Autor: Mika

Titel: Es gibt keine Liebe

Teil: 05

Warning: sap, lime^^- endlich^^, Gefühlslosigkeit??^.^

Rating: bleibt beim Altem^^

Disclaimer: Alles mir.... nur wer lieb fragt, darf ausborgen^.^

Kommentar: Tut mir Sorry!!!!!! *heul* Es dauert lange, ich weiß..... Aber nachdem ich wieder so viele liebe Kommentare bekommen hab und mehrere nach Fortsetzung gebeten haben, hab ich mich aufgerafft.....

Ach ja, danke an Lilly, dass du mich (im wahrstem Sinne des Wortes...) immer getreten hast -.-°°

Diesmal is sogar n bissel lime drinne^^ hihi... ich hoffe es gefällt euch! Lehnt euch zurück *schokokuchen ausgeb* und genießt^^ Ach ja, und sagt mir, wie ihr's findet^^

Bye Mika

Es gibt keine Liebe 5

Ein Schritt nach vorn…

Wir sprachen nicht über diese Nacht, in der Angel mich gehalten und getröstet hat, in der er mir versprochen hat, zu bleiben. Mit einem stetigen Lächeln sprang ich die nächsten Tage fast durchs Zimmer, liess mich von Angel verwöhnen und begann tatsächlich mit voller Absicht zu hoffen.

Erwartungsvoll sass ich im Schneidersitz auf meinem Bett mit dem Plüschhasen auf dem Schoss. Die Tür ging quietschend auf und lächelnd schaute ich auf. An dem leicht schweren Gang erkannte ich Angel, das leichte Lachen verriet ihn zusätzlich.

„Du machst das mit Absicht, ne?" Grinsend blickte ich auf und setzte meine Sonnenbrille ab. „Was… denn?" Die fehlende Antwort ließ mich stocken, unsicher blickte ich mich um, versuchte Angel zu lokalisieren.

„Angel?"

Verwirrt ließ ich meinen Hasen aus den Händen gleiten und schob mich auf die Knie.

„Angel?!"

Tränen bildeten sich in meinen Augen. Wollte er nicht immer da sein? Wollte er nicht bleiben? Warum also hörte ich ihn nicht mehr??

„Schh... Speechless, ist okay, tut mir leid! Ich bin direkt vor dir." Leise schluchzte ich auf, mein Nervenkostüm war nicht das Beste. „Warum… hast du… nichts gesagt?" Von gelegentlichen Schluchzern und dem schon gewohnten Aussetzten meiner Stimme unterbrochen versuchte ich ihn vorwurfsvoll anzublicken.

„Schau mich nicht so an! Ich war nur fasziniert davon, wie deine Augen geglänzt haben. Das wollte ich mir einfach länger anschauen." Ich spürte wie mir Hitze nach diesem Geständnis  ins Gesicht stieg und senkte den Kopf. Leise lachte Angel auf und plazierte sich genau neben mich. „So, lass uns essen. Sag ‚AHH'!" Ebenfalls lachend öffnete ich den Mund. „Ahh!"

Plötzlich sprach Angel mich an.

„Sag, Kleiner, willst du mir nicht was erzählen? Ich würde gerne etwas über dich erfahren." Verwundert blickte ich auf. Was sollte ich ihm denn erzählen? Und wieso auf einmal? „Häh?" nicht sehr geistreich aber wirkungsvoll. Angel erklärte sich näher. „Naja, willst du mir nicht etwas über dein Tennis erzählen? Ich kenne den Sport nicht sonderlich gut. Warst du gut darin? Hat es dir Spaß gemacht?"

Zögernd knetete ich meine Hände. „Spaß… hat es natürlich… gemacht, sonst hätte… ich es nicht gespielt. Und… ob ich gut war… ist relativ. Jeder… empfand das anders. Ich… erzähle nur, wenn du auch…" Eine Hand legt sich an meine Wange. „Mund auf! Ja, klar erzähl ich auch was."

Meine Hände kamen zur Ruhe und jeder Andere hätte mich als sehnsuchtsvoll in die Ferne blickend beschrieben. „Tennis… ist ein schöner Sport. Wenn es… gut kommt… ein sehr schneller. Der Ball… gelb, der Platz rot… und manchmal zu klein."

Leise lachte ich auf, in Erinnerung an so manch ungläubige Gesichter, als der Platz doch kürzer war als man dachte. „In meinem Verein… war ich die Nummer 1… der Junioren… und Mannschaftsführer. Wir waren…eine lustige Truppe. Nicht sonderlich… oder überragend stark… aber wir hielten zusammen. Es… war schön, soviel Verantwortung zu tragen."

Leicht traurig blickte ich auf. Angels gewohnter Befehl ließ mich den Mund öffnen und kurz nachdenken.

„Ich habe auch Turniere gespielt." In meinen Erinnerungen vertieft bemerkte ich nicht, dass auch meine Sprachqualität besser wurde, meine Stimme nicht mehr so oft abkippte, da ich keine Angst hatte etwas Falsches zu sagen. „Drei Pokale, zwei Medaillen und ein Haufen Urkunden zierten meine Zimmerwände.

Ich war damals nicht wirklich der Musterknabe, aber für diesen Sport liess ich meine Punks stehen und ging. Ich erinnere mich genau an die Turniere. Im Sommer habe ich immer mehrere während den Ferien gespielt." Wieder lachte ich auf. „Jeden Sommer hab ich mir mindestens einmal die Knie aufgeschlagen. Die Asche ist sehr fein und wenn man da mit den Knien drüber rutscht tut das schon weh.

Meine Knie sahen immer schlimm aus, auch weil ich dagegen geschlagen hab mit dem Schläger." Auflachend erinnerte ich mich an manch entgeisterte Gesichter. „Dann hatte ich vernarbte, blaue und neu aufgeschlagene Knie. Ein Bild für die Götter." Ich hielt kurz inne und bekam einen neuen Bissen, registrierte es aber nicht mehr wirklich.

„Aber dieser Sport ist auch sehr emotional. Du stehst alleine auf diesem Platz und fühlst dich manchmal ganz klein. Keiner hilft dir, weil dir keiner helfen kann. Deine Fehler hast du allein zu verantworten.

Es ist nicht so, dass ich nicht verlieren konnte. Wenn ich gemerkt habe, der Gegner ist eindeutig überlegen, dann hat es mir nichts ausgemacht zu verlieren und ich habe mich über diese Chance zu lernen gefreut." Mein Gesicht verdunkelte sich, ich zog die Augenbrauen ins Gesicht.

„Anders ist es, wenn man klar führt und doch verliert. Oder wenn man gewinnen könnte und es trotzdem nicht tut. Man versteht sich selbst nicht, versucht sich zu analysieren, kommt aber auf kein Ergebnis. Es tut weh, wenn man verliert obwohl es nicht sein müsste. Oft war ich kurz davor alles hinzuschmeissen, den Sport aufzugeben. Oft habe ich beinahe auf dem Platz angefangen zu weinen.

Wie oft habe ich mich in meinem Zimmer eingesperrt und geweint? Mich verbarrikadiert, mich abgeschottet. In solchen Momenten konnte mich keiner trösten. Ich war nahe dran alles aufzugeben. Es brachte nichts, ich kam nicht weiter." Angel legte den Arm und mich und ich lehnte mich gegen ihn.

„Aber ich liebte ihn. Liebte diesen Sport zu sehr, als dass ich es hätte tun können. Die verschiedenen Menschen, welche ich kennen lernte, die neuen Freunde, das alles wollte ich nicht aufgeben.

Ich weiß noch, wie wir bei meinem allerletzten Spiel in einer siebener Gruppe waren. Wir hatten alle T-Shirts und Basecaps bekommen, und kannten uns untereinander schon fast. Ich kannte drei Leute, drei waren mir unbekannt. Und wie wir immer untereinander gefragt haben, wie wir gegen den und den spielen sollen, oder wie der und der rennt. Das sind mir die liebsten Erinnerungen."

„Ein schöner Sport." Ich hörte das Lächeln aus Angels Stimme. „Jetzt du… du hast es versprochen!" Auffordernd legte ich meinen Kopf in seinen Schoß, das heißt versuchte es und ließ mir von Angel helfen.

„Mhm… lass sehen... ich hatte eigentlich keine Hobbys, wie du. Ich lebte von einen Tag in den anderen. Meine Eltern… nun, das ist irgendwie kompliziert. Was genau sie waren, weiß ich nicht. Vielleicht Yakuza? Wir zogen auf jeden Fall immer um. Drei Tage hier, fünf dort. Maximal zwei Wochen lebte ich an einem Ort. Ich war ihnen nicht böse, ich war zu klein und fand es toll, viel zu sehen.

Mit sieben kam ich in ein Heim und dort war es nicht wirklich rosig. Es war ein Jungenheim, eigentlich ganz toll. Dort gab es alles, was man sich wünschte. Sportmöglichkeiten, Zeitung, nette Leiter, Taschengeld… Aber was unter den Heimkindern geschah, sollte niemand wissen." Angels Hand, welche angefangen hat durch mein Haar zu streichen, stockte.

„Erzähl weiter", forderte ich ihn auf und rollte mich mit dem Gesicht zu seinem Bauch, hörte sein scharfes Einatmen und legte meine Hand auf seinen Schenkel beim Beinansatz. Leicht und ermunternd streichelte ich ihn durch die Jeans.

„Drogengeschäfte… unter den Älteren waren keine Seltenheit. Sie wurden zu Zuhältern…Wir Jüngeren mit Drohungen und Drogen gefügig gemacht. Ich hatte Glück, zu mir kamen sie nicht. Wenn ich an die siebenjährigen Kinder denke, dann bleibt mir das Herz stehen. Ich verstehe es nicht. Mit dreizehn war ich meinen Kameraden voraus, war gut entwickelt und verständig. Da wurde das Interesse größer.

Nein, falsch. Das Interesse war immer da, aber es wurde ausdrücklich verlangt, dass ich in die Dienste treten sollte. Und die netten Leiter waren nicht besser als die Älteren. Verfickte Arschlöcher waren das. Nutzen uns schamlos aus, stießen uns noch tiefer ins Elend, wo kaum jemand hinaus kam." Angels Hände ballten sich zu Fäusten.

„Nun, ich habe es geschafft. Wie ich es anstellte, weiß ich heute noch nicht. Jedoch, immer wenn ich an diejenigen, welche ich zurück in dieser Hölle gelassen hatte, denke, dann tut es weh. Sehr weh. Obwohl ich weiß, das es nicht meine Schuld war und ich ihnen im Grunde nicht helfen konnte."

Ich richtete mich auf und nahm meinen Freund in den Arm. ‚Freund? War er tatsächlich mein Freund? In welchem Sinne eigentlich? Und warum? Warum ließ ich jemanden so nah an mich heran? Und warum interessiert es mich eigentlich auch nicht mehr und lasse mich hemmungslos gehen? Wahrscheinlich, weil er mein Freund ist...'

Beruhigend streichelte ich Angel über den Rücken bis zu seinem Hosenbund und drehte brav wieder um. Etliche male wiederholte sich dieser Vorgang, jedoch schien sich Angel nicht zu beruhigen. Als meine Hände wieder auf den Bund trafen, glitten sie ganz von alleine weiter und legten sich über die Rundungen von Angels Hintern.

Leise kicherte ich Angel ins Ohr: „Mhm, der Hintern eines Engels fühlt sich gut an!"  Auflachend vergrub Angel seinen Kopf in meiner Halsbeuge. „Dankeschön. Wie fühlt sich denn deiner an?" Ich nahm meine Hände von seinem Hintern und legte sie auf meinen eigenen. „Hm, normal... würde ich sagen." Grinsend ließ ich mir die Hände wegziehen und plazierte sie auf Angels Hintern, während seine ihren Halt auf meinem fanden.

„Was wird das eigentlich, wenn's fertig ist?", fragte ich mit rauher Stimme. „Weiß nicht. Du hast doch angefangen!" Damit zog er mich seitlich nach unten und küsste mich hingebungsvoll. Keuchend  schlug ich meine Finger in die derbe Jeans, presste unsere Lenden aneinander. Mit Genugtuung vernahm ich Angels Keuchen.

„Du gehst aber ran…", brachte er zwischen atemlosen Pausen hervor, bevor er sein Becken rhythmisch an meinem zu bewegen begann. „Was meinst du… wie lange sich bei mir… was aufstaute?" Ich lächelte noch einmal in Angels Gesicht, ehe sich meine Augen schlossen und ein ekstatisches Stöhnen meinem Mund entwich. Angestrengt lächelte Angel zurück. „So möchte ich dich immer hören..." und im selben Augenblick schlichen sich Finger zu meinem Hosenknopf, öffneten ihn und zogen mir die Hose aus.

„A-ah—angel!!" Sein freundliches Lächeln wandelte sich zu einem lüsternem Grinsen, ich konnte es regelrecht spüren, als er seine Finger über mein Geschlecht streichen ließ. Rasch wurde ich steif und ließ mich von Angel immer höher treiben. Ich genoß es mit ihm hier zu liegen.

Doch wusste ich, das diese Ruhe nur von kurzer Dauer war. Bald würde meine Stimme wieder angreifen und mich in den Wahnsinn treiben.

Ekstatisch stöhnten wir auf, brachten uns gegenseitig um den Verstand und ließen uns schließlich erschöpft sinken. Während Angel sofort einschlief quälte mich meine Stimme ohne Unterlass.

/Wie kannst du das zulassen, du Idiot??/ Aufstöhnend legte ich meinen Arm auf meine Augen. Weil ich ihm vertraue, verdammt!!!

/Wieso? Ich hab dich nicht umsonst an Marcel erinnert. Lernst du's denn nie?/ Du wiederholst dich! Angel ist nicht wie Marcel! Er würde nie einfach gehen. Angel würde mich nicht alleine lassen. Angel ist zärtlich, einfühlsam… all das, was ich immer wollte!

/Ja... aber wie lange noch? Bis er dich flachgelegt hat? Dann ist das Spielzeug verbraucht, das war's dann?!/ Idiot! Dann müsste er ja jetzt schon weg sein.

/Idiot! Ihr habt nur Petting gemacht. Wart's nur ab!/ ………

Wütend, erschöpft und verunsichert schlief ich ein.

Dass die Tür die aufging und nach fünf Minuten sich wieder schloß, bemerkte ich nicht.

***

„Speechie! Komm schon. Nur mir zuliebe, ja??" Genervt schlug ich nach Angel. „Nei~ein! Ich mag, will und kann nicht mit den anderen essen!!" Trotzig schüttelte ich den Kopf. „Ooooch, wieso denn nicht? Du sitzt doch mit mir, das klappt schon! Für's Trinken kriegst du nen Strohalm und wenn du schön aufgegessen hast, bekommst du nen Schokoriegel!"

Ich konnte sein verschmitztes Lächeln regelrecht fühlen.Schmollend brummelte ich noch etwas von wegen er sei doof, hatte mich im Grunde genommen aber schon entschieden, mitzugehen.

„Aber nur, wenn du mir einen… Wunsch erfüllst!" Unsicher schaute ich auf den Boden. Ich stieß einen kleinen Schrei aus, als Angel mich in die Luft hob und sich im Kreis drehte. „Alles was du willst, mein Hase, alles was du willst!", versprach er mir und ich lächelte. 

„Ach so… Sag mal, warum kommt eigentlich Joey nicht mehr?" Irrte ich mich, oder war das tatsächlich ein verschämtes Hüsteln von Angel?

„Nun, Kleiner, also… das erzähl ich dir besser nach dem Essen." Damit drückte er mir seine Sonnenbrille in die Hand, ließ mir noch Zeit sie aufzusetzen und nahm mich bei der Hand. „Let's go!"

Seit wann stört mich eigentlich seine sonnige Stimme nicht mehr? /Seitdem du mit ihm ins Bett steigst!/

***

Auf dem Gang war es laut, viel lauter als in meinem Zimmer. Ich wette die Pfleger und Patienten haben mich blöd angeguckt. Was soll's, wen stört's.

/Oh, der Herr hat doch noch Gleichgültigkeit übrig?/ Pf.

Im Essensaal setzte mich Angel an einen Tisch und holte uns was zu essen. Während er weg war, kam Pavel zu mir.

„Hey Speechless. Wie geht es dir? Hast es ja ganz schön lange auf deinem Zimmer ausgehalten." Ich antwortete nicht. Wieso auch? Er war es nicht wert. „Wir haben ein neues Spiel hier. Du kannst gern einmal mitspielen." Ich hätte gelacht über diese Idiotie. Doch ich starrte nur weiterhin ins Schwarze.

„Hey Pavel, lass ihn, wenn er nicht mit dir reden mag!" Angels belustigte Stimme erklang direkt hinter mir. Erschrocken zuckte ich leicht zusammen. Dann wurde etwas auf den Tisch gestellt, ein Tablett vermutete ich.

„Los, verschwinde Pavel!" Irritiert senkte ich meinen Kopf ein Stück. Seit wann redeten sie so… wie auch immer miteinander? Ich spürte Angel meinen Arm berühren. „Speechless? Vor dir steht was zu essen, fang an." Ich bekam sein aufmunterndes Lächeln durchaus mit. Ich hielt auch schon die Gabel in der Hand. Doch ich konnte mich nicht überwinden zu essen.

/Was denn? ist dir das peinlich? Nicht doch! Ich dachte, du wärst so gefühlskalt? Das dürfte dir doch gar nichts ausmachen!/ Ich hasse diese Stimme!

„Speechie? Was ist los? Seitdem wir unser Zimmer verlassen haben, hat sich dein Gesicht nicht verändert. Was ist los, Hase?" Leise, besorgte Worte drangen an mein Ohr. Ein Lächeln breitete sich auf mein Gesicht aus, wie es bezaubernder nicht hätte sein können.

Ebenso leise antwortete ich. „Es ist nichts, Engel. Ich fühl mich nur… unwohl… wenn ich daran denke, dass sie alle über mich sprechen werden." Beruhigend legte sich eine Hand auf meine.

„Aber Kleiner! Keiner spricht über dich. Klar, sie sind alle überrascht, aber sie freuen sich auch für dich. Denk doch daran, was Pavel sagte. Warum hast du ihm eigentlich nicht geantwortet?"

Ich druckste etwas ob dieser Neugier herum. Konnte ich ihm schonungslos offen sagen, wie es war? Ich nahm einen Schluck meines Getränkes, Cola, und antwortete dann ohne Kompromisse.

„Warum sollte ich ihm antworten? Er ist es nicht wert. Wenn er mal hören könnte, was für einen Blödsinn er erzählt, dann würde er nie mehr den Mund aufmachen." Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie Angel mit offenem Mund vor mir saß und ein breites Grinsen manifestierte sich auf meinem Gesicht.

„Ach so? Und warum sprichst du nicht mit Joey oder den anderen?" „Aus ein und demselben Grund. Sie sind doof. Was sie sagen ist einfach idiotisch." In Anbetracht der Lage habe ich meine Cola ausgetrunken und fing auch an zu essen.

Es ging besser als erwartet, während Angel mir von dem, was er sah, erzählte. Nach dem Essen nahm er mich wieder bei der Hand und wir gingen auf's Zimmer. Ich setzte mich auf's Bett und forderte Angel auf zu reden.

Ein Seufzen ging dem Wortschwall voran. „Pass auf. Ich bin auch ausgebildeter Pfleger, bin aber aus dem Grund der Stimmen in meinem Kopf hier. Dadurch dass wir uns so gut verstehen und im gleichem Zimmer liegen, kamen die Pfleger und Psychologen auf die Idee, mich als deinen Betreuer einzusetzen. Deswegen kommt Joey nicht mehr, den mögen wir beide nicht und ich bin ganz zufrieden mit dieser Regelung."

Stumm vor Staunen schüttelte ich den Kopf. Also lief hier alles hinter meinem Rücken ab und ich bekam nichts mit. Wut sammelte sich in mir an und meine gefühlskalte Maske kam wieder hervor.

Anscheinend bekam er Panik, denn er packte mich bei den Schultern und drückte mir seine unglaublich weichen Lippen auf den Mund. Ich ließ es über mich ergehen.

/Siehst du! Siehst du!! Er belügt dich auch! Er wird dich verlassen!/ Nein!!

Tränen stahlen sich aus meinen Augen und ich setzte meine Sonnenbrille ab. Hilflos schluchzte ich auf. Währenddessen stammelte Angel vor sich hin, wischte mir die Tränen von der Wange.

„Oh mein Gott, Kleiner, Kleiner! Bitte… nicht… nicht weinen! Mensch Kleiner! Ich wollte dir doch… nicht weh tun…" Aus meinem Schluchzen heraus kristallisierten sich Wörter.

„Was? Nein! Nein, Kleiner! Hase, ich lasse dich doch nicht alleine! Niemals! Das könnte ich nie! Und ich spiele auch nicht mit dir! Mein Gott, wie kommst du auf diese Idee? Mensch, Kleiner!"

Langsam beruhigte ich mich wieder. Ich kuschelte mich in die Arme meines Engels und versuchte, diese nervige Stimme auszustellen. Nach kurzer Zeit schlief ich ein. Angel küsste mich noch einmal ganz sanft, ehe er sich aus dem Zimmer schlich.

***

Ich schlief so tief, das ich nicht merkte, das jemand ins Zimmer kam, mich aus dem Bett hob und weg brachte. Eine andere Tür wurde geöffnet, ich wurde auf ein fremdes, ausgekühltes Bett gelegt und die Tür verschlossen.

TBC…