Der dunkle Gang





Ich gehe einen langen, dunklen Gang entlang,

ich weiß nicht, wo ich bin.

Die Dunkelheit macht mir keine Angst,

sie ist mein Freund,

oder nicht?



Ich rufe laut - doch es hört mich niemand.

Nur das Echo meiner Stimme

dringt an mein Ohr,

oder?



Ist es nicht doch eine andere Stimme,

genau so einsam wie ich?

Ich weiß es nicht,

ich rufe noch einmal,

doch als Antwort kommt -

nichts.



Es ist niemand da,

ich bin allein.

Wo bist du,

ich brauche dich,

hilf mir,

laß mich nicht im Stich.



Bitte...



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Ich habe dieses Gedicht vor kurzem wiedergefunden. Es stammt vom 5.4.98 und ist einer der ersten ''literarischen'' Versuche einer damals Fünfzehnjährigen.

Obwohl es schon so alt ist, gefällt es mir immer noch, weil es meine damaligen Gefühle ganz gut wiederspiegelt. Es ging meiner Mutter zu dem Zeitpunkt nicht sehr gut, und ich fühlte mich einfach verloren.