.:Wolkenband:.

Es zieht am Himmel entlang
eine einsame weiße Wolke
Färbt sich nach der Sonne Klang
gleich dem himmlischen Volke

An jenem denkwürdigen Tage
an dem schwarz und rund sie ward
Sah man als Zeichen ihrer Klage
Regen prasseln auf die Erde hart

So schien es ihr doch so undendlich
das einsame Leben am weiten Firmament
Verlassen von der Sonne allabendlich
auch der Mond ein schwindend Element

Doch als ihre Tränen angekommen waren
am Boden der Realität, der harten Erde
Wirkten diese wie Wunder die Neues gebaren
Leben das quellt, ohne dass es enden werde

So erhob sich aus dem Donnergrollen
eine Blüte, klein zwar, aber so bunt
als ob sie die Wolke hätte färben wollen
Mit einem sanften Kuss auf den Mund