Du sitz dort auf deinem thron
Vor Urzeiten schon entstammst du aus dunkler Kälte
Dein blick ist hart, wie eis sticht er ins herz
Wenn ich nur wollte, so könnt ich entfliehn diesem schmerz
Doch du bist meine königin weiss ist dein kleid und kalt dein aug
Dein thronsaal ist aus eis, doch in der schimmernden pracht sehnst du dich
nach wärme
Von mensch oder tier gemacht, du rufst sie tag und nacht von weit her
Die, die du riefst können dich nie erreichen
Wer deinen thronsaal betritt und bei dir weilt tut dies für immer
Verfällt dem kalten schimmer der schönheit, der dich umgibt
Das erfriert seinen will, er merkt es nicht, er steht still
Denkt es sind nur sekunden in denen er dich bestaunt,
es vergehn aber die stunden im bei seiner eisgen braut
du blickst auf ihn, wie auf all die andern
voll hochmut schaust du hinab in die gesichter
es spiegelt sich im eis ein gelichter, der morgen graut
ein letzter tritt ans tor,
die sonne strahlt hinter ihm hervor licht wandelt in deinen hallen
doch ungerührt siehst du ihn an
mit kälte schneidend ist gewappnet dein blick doch ihn erstarrst du nicht
seiner augen feuer zwingt dich nieder mit ungeheurer macht
wieder und wieder erstarkt deine kraft
in letzter not er beginnt zu singen von feuer, mit flammenmacht
brennend heiss und scharf klingt die stimme hallt hinauf und hinab in der
halle
eiszapfen klirren und große tropfen schwirren von der decke vermische sich
mit brocken
und alles fällt in lockren schnee
"dein saal stüzt ein, kalte frau aus weissem geschmeiß, der ruhm ist mein
einzger preis. verstummt ist dein schrei, dein kalter blick auf niemand
mehr fällt bis ein end nimmt das geschick der welt