Hierarchie des Schicksals

Obenauf da steht das eine
schlingt sich wie eine Leine
Wie ein langer Galgenstrick
langsam um dein Genick
Flucht heißt Tod
Verweilen - Not

Die Bühne auf der Du stehst
das ganze Gebilde - das Leben
ist als ob Du einen Steg begehst
es steht auf wackeligen Streben
droht zu kippen, schwankt
bis es Dir mit einem Nicken dankt

Darunter, weit wie ein Meer
versammelt sich eine Schar
außen schön und innerlich leer
ist sie als Trug immerdar
Ist die Essenz des Herzblutes
gebiert Schlechtes als auch Gutes

Tief im Grunde verborgen
unter den kalt schimmernden Sorgen
Dort ist zu suchen das eine
das könnt' durchschneiden die Leine
Ein zarter Funke der da brennt
und ewig da ist, bis an's End'