sieh in diese augen, trübheit
abgestumpft und ungerührt der geist dahinter
spuren der jahre vergeudet mit unvernunft
eingegraben in wangen und stirn
meist erkennen wir die kälte dieses wesens
emittiert vom geschützten hirn
zeit seines lebens durchschritt er viele phasen
gute, schlechte doch am ende gleichgültig
genoß er in maßen oder nicht
wer in der nachwelt wird es sein
der das urteil spricht
guter keim und schlechtes end?

erkennt jemand seine ziele
seinen lebensplan
ob er getan, wie gedacht
sich vorwürfe gemacht
sein schicksal ertragen
niemand weiß, wie er damit umging
in allen lebenslagen
ist erfüllt die pflicht
die chance vertan?

dies beantwortet kein gericht
sein gewissen trifft die entscheidung
das urteil lautet
verzweiflung
und die bricht sich bahn

zeit ließ er ungenutzt verstreichen
plagte sich ab, zu feige
lebte wie andre leichen
träge in den tag hinein
erkannte nicht das wesen von seinem sein
er selbst ist es, der dies spricht
wärtend, hypothetisch hinterfragend
stellt sich den trümmern
die sein leben schuf
nichtssagend
so beugt er sich dem fluch