Auf einem Hocker

Auf einem Hocker saß ich und aß Cracker.

Vom Salz piekte mein Hals.

Ich hörte Dinge über Fische

Und dachte nach.

Die Farben meines Bildes,

Die Farben sind so schön

Und ich fragte mich:

Was mache ich morgen?

Was mache ich heute?

Meine Gedichte, ich verachte sie.

Wir sind alle

So müßig, genügsam

Lassen wir uns vom Ehrgeiz ohrfeigen,

Bequem lauschen wir dem Kratzen

Seiner Fingernägel

An den Wänden hinter unseren Rippen.

Er schabt und stößt und rüttelt gegen

Sein warmes, luftloses Gefängnis

Unter unserem Herzen.

Er erstickt, sagen wir. Wir sagen:

Er erstickt, das darf nicht geschehen,

Gebt ihm Wasser, gebt ihm Brot und lasst ihn

An einem Faden der Existenz baumeln.

Nur so viel soll er haben,

Dass uns sein Geschrei von anderen Träumen abhält.

Nur so viel,

Dass wir uns am rastlosen Wetzen seiner Nägel erfreuen können.

So viel,

Dass er uns weiterhin so wundervoll quälen kann, an unseren Rippen

Schüttelt und in unser Fleisch beißt, denn wir lieben es,

Wir lieben es!

Laut trommelt er gegen unsere betäubten Ohren,

Dröhnend bläst er durch unser rohes Hirn,

Herrlich singt er einem Orpheus gleich

Seine quietschenden, betörenden Töne zum Lautenspiel

Unserer entzündeten Nerven.

Und was summt und heult er!

Was für ein Wiegelied! Was für ein Kriegsgeschrei!

Wir vibrieren und formen im großen ‚Oh!' und ‚Ah!'

Ein Echo.

Und wir sind entzückt,

Und wir sind vergiftet,

Und wir sind wahnsinnig,

Und wir singen mit,

Und wir kreischen den Refrain,

Und wir verdrehen trunken die Augen,

Und wir springen wild in die Luft,

Und wir rotieren besinnungslos im Reigen.

Eingeschlossen

Sind wir jetzt selbst

Und nagen

An unseren Gitterstäben

Und kratzen

An unseren Wänden.

Unser eigenes Geschrei

Betäubt jetzt unsere Ohren.

Und unsere Fäuste

Trommeln gegen unsere Rippen

Und unsere Zähne

Senken wir in unser Fleisch.

Und jetzt singen wir

Ganz allein, ganz allein.

Seht, sagen wir.

Er ist ausgebrochen, und behält jetzt die Schlüssel.

Er ist ausgebrochen, und schont jetzt seine Stimme.

Er ist ausgebrochen, und wir ersticken.

Gib uns Wasser! Gib uns Brot! sagen wir.

Das Salz der Cracker brennt in meinem Magen

Und ich muss weinen.