Discaleimer: Alles meins Summery: Eigentlich so ne Art `Keine Nacht Ohne Drogen´ Inspiration: David Gahan

Vom Anfang bis zum Ende

Kapitel 1

Seine Augen wirkten leer, als er mit seiner rechten Hand eine scharfe Klinge zu seinem linken Arm führte und sie auf das weiße Fleisch setzte. Er schloss die Augen und drückte die Klinge in sein Fleisch, tief, tiefer, bis er das Blut über seinen Arm rinnen spürte. Ein Lächeln huschte über seine Lippen.

Es war eine Sucht und er würde nicht mehr davon loskommen. Er hatte es versucht, doch ohne Erfolg. Und je öfter er es versucht und erfolglos geblieben war, desto gleichgültiger wurde es ihm, ob er nun süchtig war oder nicht. Er war eben ein verdammter Boarderline-Junkey. Er lies von seinem Arm ab, wischte die Rasierklinge an einem Taschentuch ab und steckte sie zurück in seine Brieftasche, lies sich auf sein Bett fallen und streckte den Arm in die Luft, lies das Blut daran hinunterrinnen. Dicke, rote Tropfen strömten wie Bäche aus der offenen Wunde. Er genoss es, drehte die Musik auf volle Lautstärke. Abermals schloss er die Augen und lies die dröhnende Musik auf sich wirken. Er spürte das Leben in sich, spürte das Blut auf seinem Arm, er fühlte den Schmerz. Nicht mehr den Schmerz seines Herzens, seiner Seele, eben diesen betäubte er mit dem Schmerz in seinem Arm, er wollte vergessen, was passiert war, vergessen warum er hier lag und sich selbst verletzte, und es gelang ihm

Er wurde von dem Klopfen an seiner verschlossenen Zimmertür geweckt. Langsam drehte er sich zur Seite und sah auf die Uhr. Es war sechs Uhr, Zeit aufzustehen. Er setzte sich auf und ein Schwindelanfall packte ihn, drückte ihn wieder nieder auf sein Bett, Kopfschmerzen stachen in seinen Kopf, immer und immer wieder. "Argh..", murmelte er leise und setzte sich abermals auf, doch diesesmal langsam. "Aufwachen! Wach doch endlich auf! Es gibt Frühstück!", brüllte seine Mutter von draußen in einer Ohrenbetäubenden Lautstärke, was die Kopfschmerzen nicht unbedingt verringerte. "Komm schon..", grummelte er weiter und stand langsam auf. In seinem Zimmer waren Bierdosen und Wodkaflaschen verteilt, er erinnerte sich an nichts. Doch das Blut am Boden, an seinem Arm und auf dem Bett, lies ihn vermuten, was er getan hatte. Es war ihm egal. Er stapfte zu einem Schrank und zog sich an.

In der U-Bahn wachte er langsam auf. Er fragte sich, ob ihn die Frau gegenüber wohl wegen seiner 10-Zentimeter langen Narben am Arm so komisch ansah. Sicherheitshalber zog er seinen Rucksack davor, sodass niemand etwas sehen konnte. Bei der nächsten Haltestelle stiegen Andi und Luke ein, seine Kumpels, wenn man sie so nennen konnte. "Na, mal wieder durchgefeiert?", fragte Luke und lies sich neben die Frau fallen, welche verschreckt von Lukes Outfit zusammenzuckte. Er hatte grüne Haare, ein Shirt mit Totenkopf und kurze, abgerissene Hosen an, blaue Springer und außerdem klimperte er dank seiner Ketten bei jeder Bewegung. Andi setzte sich neben ihn und sah ihn kritisch an. Man konnte es ihm nicht verübeln, schließlich sah Max relativ durcheinander und fertig aus. Die Frau beäugte Andi und Max ungläubig, was da für komische Gestalten neben und vor ihr saßen. Nun, Andi mit seinen langen schwarzen Haaren und der schwarzen, langen Hose, dem schwarzen, langen Mantel und Max mit den drei Wochen ungewaschenen Hosen und T-shirt, rot-schwarzen Haaren waren auch nicht unbedingt unauffällig. Schließlich stieg die Frau bei der nächsten Haltestelle kopfschüttelnd aus. "Na der hammers aber gezeicht!!", gröhlte Luke und boxte Max fröhlich in den Arm. Dieser zuckte leicht zusammen, hoffte niemand würde es merken und blickte aus dem Fenster. "Was gehtn heut?", fragte Luke weiterhin so fröhlich und blickte abwechselnd Max und Andi an. "Halt doch mal dein Maul, is ers halb acht, Mann. Ich bin vielleicht noch müde.", gähnte Andi "Ja, aber heut ich Freitag, Leude. Heut is wieder fett Besäufniss angesagt. Nich das du das nötig hättest, Max, aber immer allene saufen is auch nix. NUR EIN SCHWEIN SÄUFT ALLEIN!! WUAHAH.", Luke lachte schallend, womit er die Blicke aller auf sich zog. Da fiel ihm ein, dass sie längst da waren. "Na was is, wir sind da! Aussteigen!"

Das Wort Schule verkörperte für Max den puren Horror. Er hatte keine Ahnung von irgendetwas, dass die Lehrer ihm in diesem Höllenhaus beibringen wollten und dementsprechend oft war er auch dort. Sogut wie nie. Doch heute sollte ein Tag der Entscheidung sein, die Zwischenprüfungen würden gestartet werden. Der Sinn dieser war es, festzustellen, ob es noch eine Möglichkeit gäbe, die Schulbildung zu verbessern und den Schulalltag bunter und fröhlicher zu gestalten. Max trug jedes Jahr seinen Beitrag dazu bei, den Lehrern klarzumachen, wie scheiße und zwecklos die Schule doch sei und schrieb auf den fünfseitigen Fragebogen seine Meinung, die jedes Jahr saftiger und ehrlicher wurde.

Gegen ein Uhr wurde es ihm aber doch zu langweilig und er fieberte erwartungsvoll dem Gong entgegen. Es wurde Zeit für sein erstes Bier und seine erste Zigarette im Park, gleich neben der Schule. Wie Luke schon festgestellt hatte, heute war Freitag und natürlich lies sich auch Max die Treffen im Park nicht entgehen. Das würde höchstwahrscheinlich eine heiße nacht werden.

Trotz seiner gerade einmal fünfzehn Jahren, schenkte ihm die Kassierin Glauben, er sei schon achzehn und verkaufte ihm den Wodka und das Bier, die Zigaretten und den Wiskey. Es überraschte ihn immer wieder, wie leicht diese Kassierer zu überlisten waren. Anscheinend hatten die früher keinen Mut Bier zu trinken oder liesen sich von den älteren versorgen. Doch darüber wollte er lieber keine Gedanken verschwenden. Sein Weg führte ihn zurück zur Schule, es war inzwischen vier Uhr Mittags, wo Luke nervös vor Andi, der auf dem Boden saß und rauchte, auf und ab schritt. Als Luke Max antrotten sah, rannte er auf ihn zu und packte ihn am Kragen: "Hast du den Stoff dabei, Alter? Ich brauch was, Mann......", keuchte er. Max grinste. Sein Kumpel war der abhängigste Smoker auf dieser verdammten Welt. "Ich habs. Und außerdem was zu saufen. Packen wirs an.", meinte er und tatsächlich erhob sich Andi und ging mit den beiden in Richtung Park.

Dort liesen sie sich auf die Wiese fallen zu den anderen, die schon da waren. Max waren die aber relativ egal, er war wegen dem Wodka hier. Diesen enterte er auch gleich und leerte ihn viertelt und fühlte sich sogleich besser. Aber richtig gut fühlte er sich erst nach einem weiteren viertel und einer halben Schachtel Zigaretten. Andi saß ungläubig im Gras und grinste. "Du scheiß Süchtling...", wiederholte er immer wieder und kippte den Wiskey.

Nach drei Stunden hatten die drei zwei Kästen Bier von irgendeinem Kumpel von Luke ausgetrunken, den Wodka und den Wiskey geleert und mussten etwa noch zwei mal Zigaretten holen gehen. Max war nun seit langer Zeit nicht mehr aufgestanden und wagte einen Versuch. Ein fettes Schwindelgefühl machte sich in seinem Kopf breit, er verlor den Gleichgewichtssinn und torkelte nach hinten, zur Seite und schaffte es schließlich, mit ziemlichen Schlangenlinien zum Gebüsch zu laufen. Endlich pissen. Das war es, was er gebraucht hatte. Er stand anscheinend lange dort, denn als er zurückkam, waren noch einige Leute zu der Gruppe dazugekommen. Vielleicht hatte er auch einfach zu viel gesoffen und seine Wahrnehmung damit drastisch geschwächt. Da saßen Andi und Luke, neben dem spentabelen Bierkäufer, der irgendwie Geburtstag hatte, daneben saßen drei Jungs, so siebzehn- achzehn, und dazwischen räkelten sich vier Mädchen. Kurz vor der Versammlung blieb er stehen und musterte die Mädchen genauer- schließlich war er auch nur ein Mann- und betrunken. Die eine hatte rote lange Haare und ein hübsches Gesicht, lange Beine und ihre Füße steckten in Stiefeln. Eine Andere hatte kurze schwarze Haare, tiefe Augen, einen ebenso tiefen Ausschnitt, aber ihren nackten Fuß zwischen Lukes Beinen, also lies Max seinen Blick weiterschwenken. Die nächste war von der süßen Sorte, mit ihren lieben Augen und dem schönen Mund, den grünen Haaren, die zu einem langen Zopf gebunden waren. Sie war nicht zu groß und nicht zu klein, eigentlich perfekt. Die vierte konnte er nicht erkennen, da sie an einem der Typen hing und ihn abknutschte.

Er setzte sich zurück zu Andi und knackte ein Bier mit den Zähnen. Er nahm nicht mehr wahr, dass es an die fünf Bier waren, die er noch knackte und in seinem Mund verschwinden lies. Auch nicht wirklich, dass auf einmal das perfekte Mädchen neben ihm saß. Er warf das leere Bier hinter sich und sah sie an. Ihre Augen funkelten, wie die Sterne, ihre Lippen zitterten. Er fackelte nicht lange und küsste sie sanft, schob seine Zunge in ihren Mund, legte eine Hand an ihr Gesicht, die andere auf ihr nacktes Bein und lies sie unter den Rock wandern. Eine ihrer Hände fuhr in seine Hose und betatschte seinen Arsch, die andere unter sein Shirt und krallte sich in seinen Bauch. "Lass uns da hinter gehen..", flüsterte sie und zog ihn fort. Wenige Meter entfernt, betraten die beiden den Rasen einer Lichtung und sie zerrte ihn weiter hinter das Gebüsch, küsste ihn. Er konnte sich nicht mehr halten, vielleicht war es die Geilheit, aber wahrscheinlich war es der Rausch, jedenfalls lag er auf auf dem feuchten Boden, sie lag neben ihm. Er öffnete seinen Gürtel, die Hose, schob ihren Rock nach oben, ihren Slip nach unten und schob seinen harten Schwanz in sie hinein. Sie keuchte leise auf und schloss schließlich die Augen.

Nachdem Max fertig war, zogen sie sich beide wieder an und gingen schweigend zurück. Noch immer konnte Max nicht wirklich gehen und torkelte, fiel gegen jeden Baum und lies sich dann neben Luke fallen, schnorrte bei Andi eine Kippe und rauchte.

Es war Luke der die tolle Idee brachte, jetzt in die Stadt zu gehen. Doch besoffen oder breit, wie sie alle waren, wagten sie es doch. Es war zwar schon ein Uhr, doch das störte auch niemanden. Der Kumpel von Luke und die Mädchen waren gegangen, nur noch Andi, Luke und Max waren übrig und saßen nun in der U-Bahn in Richtung Innenstadt. "Mit deinen verdammten fünfzehn um ein Uhr morgens inner U-bahn sitzen... Und die Party geht erst los!", gröhlte Luke "Ich... ich glaub... aargh...", Max drehte sich zur Seite und kotzte eine Frau mit Hut an. Luke kriegte sich nicht mehr ein. Er lachte solange, bis sie ausstiegen und auf dem Bahnsteig das Ende seines Lachanfalls erwarteten. Max bekam nichts mehr mit, das war ein bisschen zu viel für ihn gewesen. Er hing an Andis Schulter, er konnte nicht mehr alleine gehen. Gott sei Dank machte Andi das Saufen so schnell keiner nach. Andi war der, der immer alle nach Hause fuhr, auch nach fünf Bier. Max wusste nicht viel über ihn, und vor allem hatte er nicht die geringste Ahnung, wo er gelernt hatte so viel zu Trinken. Aber das würde er auch noch herausfinden.

Die drei gingen die U-bahn schacht hinauf und betraten den leeren Amadeusplatz. Lachend ging Luke zum Brunnen und spritzte Passanten mit Wasser an. Doch schnell kamen keine Passanten mehr und er hörte missmutig auf. Andi setzte Max auf eine Bank, um sich schnell Kippen zu kaufen, Luke ging Bier holen.

Jetzt war er also alleine. Alleine auf dem riesigen Platz. Nach Hause würde er nicht finden, trotzdem stand er auf, er wollte zum Brunnen, um sich die Hände und den Mund abzuwaschen. Auf halbem Weg knickten seine Beine ein und er fiel auf den Steinboden. Mit viel Kraftaufwand zog er sich nach oben und kroch weiter, bis er es schließlich bis zum Brunnen geschafft hatte und sich müde auf den Rand setzte. Doch er war zu müde, kippte zur Seite und pennte einfach weg.

Als er aufwachte dröhnte ihm der Schädel. Vor sich sah er Luke auf und ab laufen und Andi, der einfach nur rauchend dasaß. Wie es auch sonst immer der Fall war. "Man... biste endlich wach, wa? Warst ja ordentlich beinander gestern...", grinste Luke gut gelaunt wie immer. "Was... is.. ähh..."- "Passiert meinst du? Also, das kann ich dir erklären. Du hast dich wie immer zugesoffen, Patricia gefickt..."-"Wer?"-"Na du hast n Mädl abgeschleppt. Sie hieß Patricia. Ihr habt im Gebüsch rumgefickt. War anscheinen gut, du konntest dannach nicht mehr gehen. Gut, du konntest auch vorher schon nicht mehr gehen. Jedenfalls sind wir mit der U-Bahn hierher gefahren und... na du hast noch ne Frau angekotzt und... Gott, war das witzig, ehhm.. ja, mehr war nich."-"Ach du scheiße... ich erinner mich. Nur das mit der Tusse... keine Ahnung. Du verarschst mich nicht?"-"Nene.... der Mann spricht die Wahrheit. Tut mir ja leid, aber is ganz normal, wenn man mit fünfzehn mal durchdreht. Vor allem wenn man drauf is wie du. Vielleicht solltest mal nen Gang runter?", meinte Andi und hob die Augenbrauen. "Und zuhause sitzen. Du weißt, was dann mit mir passiert. Schau dir meinen Arm an.", gab Max gereizt zurück. "Ehhhh... ich würd sagen, wir gehen in Park. Is ja schon eins, da müsste jetzt n Dealer rumhängen. Ja und der Max kann da pennen, und wir warten bis heute abend und dann geht's weiter..."- "Binsch dafür"-"Na dann los Leude!"

THE END FIRST CHAPTER