Balrog

Durch die Straßen der Einsamkeit
die Häuserschluchten der Leere
kalt, unaufhaltsam
kriecht der Nebel
wie eine schwarze Spinne
in mein Herz
beklemmt mich
umwebt mich
unerbittlich
mit Verzweiflung
dumpfer Schmerz
lähmende Schwere
zieht mich hinab
ins graue
Alptraum-
Meer des
Nichts.

Nun weiß ich wieder
wie du dich fühlst
denn bei mir
war es lange her.

Dieses Mal
werde ich kämpfen,
dem Balrog ins Auge sehen.
Allein
würde ich untergehen,
doch der, der mich herausholt,
ist treu.
Er
gibt mir die Waffen,
verheißt mir den Sieg –
wenn ich nur kämpfe.

Ich tue es
mehr für dich als für mich:
Dir will ich die Hoffnung zeigen,
das Licht, das mit dir hindurchgeht.

Dankbar
bin ich nun für den Nebel,
denn er webt eine Brücke zu dir;
dankbar
für das kalte Feuer,
denn es stählt meine Liebe für dich;
froh
über die durchlebte Erfahrung:
denn nun will ich kämpfen
für dich.