Still liegt das land
Schattenhaft gestalten sich regen
Verstummt wie durch zauberhand
Auf weichen lagern die liebenden liegen
So neu, so zart, so aufregend
Verloren im anderen, das wolln sie sein
Wünschens sich so sehr
Versichern sich in heißen schwüren
Ewig soll die liebe sein

Aufgewült die wellen
Trunken die leiber sich drehen
Von wogentürmender faust
Die lust das lager stellt
So wild, so frei, so ekstatisch
Zusammen mit dem anderen können sie sein
Scheren sich nicht um andre
Genügen sich allein
Freudig soll die liebe sein

Ruhig ist die luft
Nicht allein sie mehr sind
Vervielfacht das glückesband
Zufriedenheit betreut sie allesamt
So schön, so gut, so harmonisch
Mit den andern müssen sie sein
Sind verpflichtet dazu,
wollen es tun, fühlen die verantwortung
fruchtbar soll die liebe sein

verloschen ist das feuer
kalt die geister sich bewegen
stehen an der grauen wand
zorn, enttäuschung die mienen füllt
so zerstritten, so abscheulich, so normal
ohne die anderen wollen sie sein
können nicht mehr anders tun
wollen die freiheit spüren
real soll die liebe sein