Einsam sitze ich in der Nacht
Kein flirrender Schimmer
Der mich mit der Welt verbindet
Verwobene fesselnde Schwärze

Träge die Lider senkend
Da sie der fliehende Gedanke
Noch Nuancen zu erkennen
Nicht mehr lange hält

Meinen Atem von mir pressend
Gegen verschluckenden Widerstand
Im berauschenden Schwindel
Ihn der Ewigkeit aufzuzwingen

Die Glieder erstarrt
Gegossen in bleierne Ruhe
Bis auch kein fester Wille mehr
Die feinste Bewegung abverlangt

So regungslos verharre ich
Ertrinkend in innerer Tiefe
Zerfließend in ziellose Weite
Verkapselt in eigener Zeit

Und während ich blind in die Stille starre
Mein Atem erstirbt
Meine Glieder versteinern
Die letzten Gedanken verhallen
Dann schließlich höre ich sie

Die Klopfzeichen

Anmerkung: Geschrieben am 19.6.04 um Mitternacht. Hat ungefähr eine Stunde
gebraucht und weil ich müde war hatte ich mal ausnahmsweise keine Lust zu
Reimen. Dadurch ist es ein wenig "ungefilterter" als andere Gedichte von
mir.