Gepriesen neigst Du stets Dein Haupt
Errötend will ein Lächeln Dir nicht glücken
Weil der Verstand an Ehrlichkeit nicht glaubt
Wenn Dich im Geist nur kalte Worte schmücken
Doch schilt man Dich darauf, so lachst Du wohl
Verhöhnend, was der Spiegel von Dir zeigt
Verbietet dann der Stolz es doch als hohl
Das man vor Deinem Los den Kopf nicht neigt
Da mag man reden wie man will -
Zum Glauben wird es niemals Dir genügen
Und schweigen Leute um Dich schließlich still
Scheint klar, dass sie mit ihrer Treue lügen
So flieht dann wahre Freundschaft oft vor Dir
Traust Du wohl Deinem Selbsthass mehr als ihr

Anm.: Schreibzeit ungefähr 1h 45min.