Paradox

Ich sehe den Schmerz,
der deine sanften Augen umwölkt,
spüre die Hoffnungslosigkeit
wie Nebel aus deinen Worten emporsteigen,
lese die Trauer auf deinen Armen,
gezeichnet in Silber und Rot.

Ich sehe ihn vor mir, den dunklen Raum,
kann sie spüren, die bittere Sehnsucht,
weiß wie sie fallen, die blutigen Tränen,
kann sie fühlen, die einsamen Momente,
die Klinge der einzig Vertraute,
der versteht und Leiden teilt.

Ich möchte schreien
„Es gibt Hoffnung!",
möchte Tränen aus Licht
in dein trostloses Leben lieben,
möchte es dir vor Augen malen:
Du bist so unendlich wertvoll.

Doch ich sitze da, bewegungslos,
stehe da, hilflos,
denn ich weiß nicht, wie soll ich begreiflich machen,
was für dich ein Paradox ist:
dass ich dein Problem verstehe,
und du dennoch schön bist.

7.11.04

Für M.