L'amour est mort, vive l'amour!

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Warmes Blut tropft von den Händen

um die Kehle schnüren sich Gedärme

Das letzte Licht, die letzte Wärme

Alles Sterbliche muss tödlich Enden

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Der Odem, in Stille empor gesandt

legt einen Dunst über das Gewand

Welches einst rein und unbefleckt

nun gierig das letzte Blut aufleckt

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Was bleibt ist ein Epitaph der Pein

Gehauen aus dem edelsten aller Dinge

mittels der Liebe scharfer Klinge

Zu einem Denkmal, kalt und allein

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Umdüstert von Gespenstern aus alter Zeit

Sehnend, wartend, zweifelnd, in Einsamkeit

Bis die Sonne erneut in ihrem Zenit steht

und die Wärme auch das Dunkel nicht schmäht

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Wenn des Herzens Winter verbleicht

und die Hoffnung erneuten Sproß nährt

Die Trauer endgültig Einhalt gewährt

bis erneut der Tod dem Leben weicht