Ich wurde heute auf einer Zugfahrt von der vorbeiziehenden Herbstlandschaft inspiriert. Feedback ist sehr willkommen.

Kampf der Farben

Fahl und schräg fällt nun das Licht

Die blasse Sonne schreckt mich nicht

Mich aus der Tür zu wagen

Was immer mich auch heut bedrückt

Bleibt hinter mir im Haus zurück

Auch der Wind kennt kein Verzagen.

Es plätschert leis der Wasserlauf

Grau atmet die Erde Nebel aus

Durch altes Laub, das gehäuft auf ihr liegt

Die Welt ist von hohen Wolken begrenzt

Ich seh perlenden Tau, der auf Spinnweben glänzt

Und Moos, an die feuchten Stämme geschmiegt.

Die Sonne durchbricht den Dunst der Früh

Die Welt scheint zu leben wie noch nie

Das Licht zaubert goldene Garben

Tief atmend richt ich den Blick in die Höh

Auf das schaukelnde Laub an den Ästen und seh

Voll Staunen den Kampf der Farben.