Es hat uns beide erwischt, als wir nicht damit rechneten. Als wir in anderen Händen waren, vielleicht in festeren als wir es für einander hätten sein können, aber nicht fest genug um es nicht mit einem Wort beenden zu können. Aber Worte sind manchmal schwer. Schwer über die Lippen zu bringen, aber auch schwer zu verstehen, vor allem wenn sie das Herz spricht. Verstanden haben wir wenig von unseren Taten und redeten oft Unfug um uns nicht eingestehen zu müssen, dass wir es nicht besser wussten, als das was wir gerade taten und waren.

Dabei waren wir so vieles und so wenig, obwohl wir beide wünschten alles zu sein und doch wussten wir nichts und wussten dass wir nichts sein werden, nicht für uns, für einander, für dich, für mich.

Hoffnung gab es immer und überall, aber wollten wir sie überhaupt? Hatten wir nicht viel zu viel Angst? Vor allem vor dem was wir taten und nicht taten? Vorm bloßen Gedanken an einander?

Und ja, ich weiß, durcheinander waren wir und am schlimmsten hat es uns erwischt in dieser einen Nacht.

Es war schon spät und eigentlich wolltest du gehen, aber eigentlich war es zu spät dich gehen zu lassen und eigentlich versuchte ich dich ständig raus zu werfen, während wir doch eigentlich nur bei einander bleiben wollten. Ach, wärst du doch gegangen! Du und die blöde grüne Hoffnung deiner Augen! Du und die schnöde Schönheit deines Gesichts! Du und diese dunklen Locken die es rahmen! Wärst du doch bloß abgehauen! Hätte ich es bloß geschafft, dich rauszuschmeißen, dich aus meinem Herz zu werfen!

Ich würde dich weniger vermissen.

Mein Herz wäre weniger gebrochen.

Meine Lippen würden nicht wissen, was ihnen eigentlich fehlt.