Eine Deutschaufgabe zu meiner Schulzeit. Thema: Mord aus Eifersucht, und zwar als Zeitungsartikel, Innerer Monolog und eben auch als Gedicht, genauer gesagt als Ballade. Die ersten beiden Texte sind verschollen gegangen (und waren auch miserabel), aber die Ballade hab ich mir gemerkt.

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Mord aus Eifersucht

Dunkelheit umspannt die Welt.
Keine Lampe ist erhellt.
Nur der Mond mit mildem Schein
leuchtete in die Gasse rein.

Plötzlich sieht man einen untern,
der herumläuft wie betrunken.
Taumelt hin und taumelt her;
das Gehen fällt im sichtlich schwer.

Doch was treibt er an diesem Ort?
Ein Fremder biegt um die Ecke dort.
Der erste, und das kann man sehen,
trifft nicht den Fremden aus Versehen.

„Hast mir meine Frau gestohlen.
Dafür soll dich der Teufel holen!
Nimm die Bleikur da von mir
und zeige dich nie wieder hier!"

Der zweite erkennt die große Not,
nur ein Schuss und er war tot.
Doch auch der erste ist entsetzt,
flieht wie von Furien gehetzt.

Dunkelheit umspannt die Welt.
Keine Lampe ist erhellt.
Nur der Mond mit mildem Schein
leuchtete in die Gasse rein.

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