Sturm an der Nordsee

Es stürmt das ewige nördliche Meer

Vom Horizont bis an den Strand

Rollen die Wogen, und ihre Schaumkronen

Tragen so manches auf das Land

Ausgebleichte Hüllen von Krebsen

Unbekannt und ungeschätzt ihre Zahl

Reste von Fischernetzen und Muscheln

Und einen kleinen, verkrümmten Wal

Sein Lächeln ist für immer erstarrt

Starb er in Öl und Teer, in langsamer Qual?

Oder doch an langem Leben? Jedenfalls

Bot er wohl den Möwen ein herrliches Mahl

Der Wind heult laut aus eisgrauen Wolken

Tangfetzen eilen sich über den Sand

Die Gischt weht bis über die Dünen, weit

Trägt der Sturm Salzgeruch in das Land