Xxx ist online

Sagt mein ICQ-programm.

Und mein Herz spielt verrückt. Ich darf nicht, ich darf nicht. Ich würde dir so gerne schrieben, dir so gerne sagen wie sehr mein Herz klopft wenn ich an deine Stimme denke, wenn ich an unseren Kuss denke, wenn ich an deine weichen Hände in meinen denke.

Und dass daran nur der Alkohol Schuld ist. Bei dir zumindest.

„Das kommt schon mal vor, dass ich ein Mädchen küsse, wenn ich betrunken bin."

Ach ja? Ich bin auch betrunken, dennoch weiß ich, ich könnte Nein sagen (ach, könnte ich?). Aber ich will ja gar nicht nein sagen. Ich will wissen, wie du schmeckst, wie du dich anfühlst. Streiche wieder durch dein Haar, denke ich würde gerne alleine sein mit dir, nicht zwischen all diesen Menschen.

Warum muss ich mich immer wieder an jemanden so klammern?! Ich wurde doch erst so schlimm verletzt, versetzt und wieder verletzt. Trotzdem will ich dich, will ich deinen Blick auf mir, deine Lippen auf meinen.

Ich ziehe dir mühsam aus der Nase, dass du mich nett findest, dass du wegen mir so lange geblieben bist. Warum, frage ich mich. Dich nicht. Weil du es nicht weißt.

Ich möchte dich gern wiedersehen. Aber ich traue mich nicht zu fragen, weil ich weiß, ich bekomme nur eine Abfuhr. Du weichst aus, reagierst nicht oder gehst plötzlich weg.

Warum bist du den ganzen Tag online? Ich weiß, du lässt deinen PC an, aber sitzt nicht davor. Du willst immer erreichbar sein. Man kann dir auch offline schrieben.

Dann wäre die Versuchung nicht so groß für mich, dir zu schreiben. Fragen ob du da bist.

Ob du an mich denkst.

Eine Freundin hat mir gesagt, du würdest nicht über mich reden. Redest du überhaupt über Mädchen? Bei mir nicht.

Ich träume von deinen weichen Händen. Deinem Lachen. Deinen ins Gesicht fallenden Haaren, die ich dir aus der Stirn streiche. Das hast du auch einmal bei mir gemacht. Ich bekomme jetzt noch einen trockenen Mund, wenn ich daran denke.

Was hast du mit mir gemacht?