Heiligabend auf Burg Hohenfels

Leichter Regen nieselte gegen die Windschutzscheibe. Die Scheinwerfer entgegenkommender Autos spiegelten sich auf der nassen Fahrbahn und irritierten mich. Ich hasste es, wenn ihr grelles Licht mich blendete. Zum Glück war wenig Verkehr heute an Heiligabend. Mein Blick fiel auf das Armaturenbrett. 18 Uhr. Der Gottesdienst hatte nur bis 17 Uhr gedauert, aber die Gemeinde, der ich angehörte, lag ziemlich weit außerhalb.
Nun war es nicht mehr weit. Sie würden schon warten, meine Eltern und Geschwister. Wahrscheinlich war der Baum bereits geschmückt und alles vorbereitet.

Nebelschwaden zogen durch das Tal zu meiner Linken. ‚Wieder keine weiße Weihnacht,' dachte ich flüchtig. ‚Eher eine verregnete, neblige Weihnacht.'
Ich war sowieso nicht sonderlich in Weihnachtsstimmung, und der Gottesdienst hatte daran auch nichts ändern können. Ich versuchte, mich an die Worte des Pfarrers zu erinnern. Die obligatorische Geschichte mit der Krippe, natürlich, und irgendetwas mit Freude und Frieden. Das waren für mich eher abstrakte Begriffe und ich konnte nicht viel damit anfangen; ich hatte sie selbst noch nie richtig als Realität erlebt, und wenn ich mich so umschaute, konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass sie auf dieser Welt wirklich existierten.
Was war es noch gewesen? Irgendetwas mit einem Herzen aus Stein, das ausgetauscht werden sollte gegen ein Herz aus Fleisch. Auch das hatte mich nicht sonderlich angesprochen, denn ich hatte ja ein Herz aus Fleisch. Leider. Manchmal wäre es angenehmer, ein Herz aus Stein zu haben…

Meine Gedanken wanderten zurück zu dem Gottesdienst und der Gemeinde. Früher einmal hatte ich mich ziemlich wohlgefühlt unter ihnen. Ganz früher, bevor Dinge in meinem Leben passiert waren, die diese Menschen mit ihren Eheringen und ihrer quietschenden Kinderschar nicht nachvollziehen konnten, mit denen sie nicht einmal konfrontiert werden wollten. Inzwischen verbarg ich es nicht mehr, dass ich anders war als sie. Auch heute Abend nicht. Zur Feier des Heiligabends hatte ich heute einige meiner Mittelalterkleider angezogen, einen verspielten Rock und eine weitärmelige Bluse in grünen Waldtönen. Ich fühlte mich darin wohler als in den Kleidern, die ich zur Arbeit tragen musste, sogar wohler als in den schwarzen Sachen, die ich sonst in den Wintermonaten meist trug. Als einzigen Schmuck hatte ich einen Blütenanhänger aus Granatsteinen ausgesucht, der die Form eines Kreuzes hatte. Komplimente hatte ich für diesen Aufzug in diesem Kreis natürlich keine geerntet, aber eigentlich war es mir auch egal, was andere Menschen von mir dachten.

Plötzlich hatte ich es satt, über Menschen nachzudenken. Ich wollte wenigstens für heute Abend die Gedanken an sie alle verdrängen: an die Familie, die mich nicht verstand; an meinen Freund, der mich immer wieder enttäuschte und verletzte, den ich nicht richtig lieben konnte, weil wir nicht wirklich zusammenpassten; an die Leute in der Gemeinde, die so taten, als ob sie sich für mich interessierten, aber meine Anliegen nicht beachteten, keine Rücksicht darauf nahmen, dass mir (und anderen) ihre überlaut eingestellte Musik, auf die sie so stolz waren, Ohrprobleme verursachte. Vor allem aber wollte ich nicht wieder an die Vergangenheit denken: an Menschen, die ich nie mehr wieder zu sehen brauchte, und die dennoch meine schlaflosen Nächte heimsuchten.
Weg mit all diesen Gedanken! Ich würde es einfach vergessen und weitermachen. Ich wollte niemandem böse sein, und erst recht niemanden hassen.
Vielleicht war mein Herz inzwischen wirklich versteinert. Zumindest hatte es keine Kraft mehr, sich mit allem auseinanderzusetzen.

Gedankenverloren betrachtete ich die Landschaft. Links von mir erstreckte sich übers Tal hin der Ort von Hohenfels, seine Mischung aus alten und neuen Häusern halb verdeckt durch kahle Bäume. Spitz ragte das Schieferdach seines schmalen Kirchturms in die Höhe. Hoch oben auf dem Berg musste nun jeden Moment die Burg Hohenfels erscheinen, von deren angestrahlter, imposanter Kulisse ich in der Dunkelheit immer wieder gerne einen Blick erhaschte. Auf der rechten Seite der Straße verloren sich endlose, hohe Fichten im Nebel. Weit vorne am Rand meines Sichtfeldes löste sich gerade ein dunkler Schatten aus den Bäumen. Ich verlangsamte das Tempo, und der Schatten nahm Gestalt an, streckte einen Arm aus.
‚Ein Anhalter! An Heiligabend!', dachte ich erstaunt. Ich nehme nie Anhalter mit, schon gar nicht wenn ich alleine bin, und erst recht nicht nachts. Viel zu gefährlich.

Ich war nun fast auf seiner Höhe angelangt und betrachtete ihn neugierig. Die gedeckten Farben seiner Kleider verschmolzen mit den Schatten des Waldes, aber ich hätte ihnen sowieso nicht viel Aufmerksamkeit schenken können. Das schmale, weiße Gesicht, umrahmt von dunklen Haaren, das aus der Dunkelheit hervorzuleuchten schien, schlug mich unmittelbar in seinen Bann. Die feingemeißelten und doch weichen Gesichtszüge und die dunklen, ausdrucksvollen Augen konnte ich trotz meiner Geschwindigkeit mit erstaunlicher Klarheit erkennen. ‚Oh mein Gott,' dachte ich, ‚wenn ich jemals so etwas wie eine Vorstellung von meinem Traummann hatte, dann ist es genau das!' „Fahr weiter!" rief ich laut, setzte den Blinker, bremste und bog in den kleinen Waldparkplatz ein.

Ich kurbelte das Fenster des Beifahrersitzes herunter, und die großen Augen bohrten sich in meine. ‚Grün, nicht schwarz,' dachte ich. ‚Oder grau?'
„Könnten Sie mich ein Stück mitnehmen?" Die Stimme war leise und melodisch, leicht wehmütig.
‚Unvorsichtig!' schalt ich mich selbst im Stillen. ‚Unvernünftig! Du weißt, was du schon alles erlebt hast! Du weißt genau, wovor du Angst hast! Los, fahr weiter!'
„Wo wollen Sie denn hin?"
„Nur ein Stück die Straße entlang."
Mit zitternden Händen öffnete ich den Türriegel, ließ ihn einsteigen und fuhr los.

Schweigen. Trotz des Motorgeräusches hörte ich das laute Pochen meines Herzens, bis es sich allmählich beruhigte, je länger nichts passierte. Verstohlen musterte ich meinen Fahrgast von der Seite. Trotz seiner recht zerlumpten Kleider, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen schienen, saß er aufrecht im Sitz, und sein Profil drückte eine gewisse Würde und Unnahbarkeit aus. Als hätte er meinen Blick bemerkt, drehte er sich nun zu mir um und sah mich ernst an.
„Am nächsten Halteplatz können Sie mich rauslassen. Es sei denn … du würdest mich zur Burg hochfahren."
Seine intensiven Augen hielten meinen Blick gefangen.
„Äh … zur Burg. Hohenfels? Wohnen Sie dort?"
„Manchmal. Auch."
‚Ich lasse ihn an der Kurve raus, dort ist ein kleiner Halteplatz,' dachte ich entschlossen, und bog in die Abzweigung zur Burg ein. Eng und kurvig wand sich die kleine Straße den Berg hinauf, an Wiesen und dunklen Silhouetten von Obstbäumen entlang, dann unter hohen Eichen, Buchen und Fichten hindurch. Gelb, warm und geheimnisvoll strahlte uns die Burgruine entgegen, ihre grazilen gotischen Fenster mit ihren schönen, teils zerbrochenen Rosetten schienen mich fast zu rufen, und ich wusste nun, dass ich nicht mehr anhalten würde, bis wir sie erreicht hatten.

Ich dachte, er würde sofort aussteigen, doch ein Teil von mir wunderte sich nicht mehr, als er sitzen blieb und mich anschaute.
„Kennst du die Burg?"
„Ich war früher mal dort gewesen, als Kind. Aber so genau erinnere ich mich nicht mehr. Ich sehe sie immer nur von unten, von der Durchgangsstraße aus." Ich lachte nervös.
Er lächelte das erste Mal an diesem Abend. „Darf ich sie dir zeigen?"
„Na gut …" Ich konnte kaum glauben, dass ich das wirklich sagte.
Er stieg so schnell aus, dass er mir die Tür des Fahrersitzes aufhalten konnte, und reichte mir die Hand. Ich lächelte ihn an. In meinen mittelalterlichen Kleidern, von denen ich wusste, dass sie mir standen, kam ich mir bei dieser Aufmerksamkeit fast wie eine Prinzessin vor. Zumindest hielten sich die Gefühle von Unsicherheit und Unzulänglichkeit, die ich sonst in der Gegenwart gutaussehender Männer verspürte, gerade in Grenzen.

Schweigend schritten wir durch das Eingangstor in die dunkle Ruine. Im Inneren, fern vom Licht der illuminierenden Scheinwerfer, wirkten die massiven Mauern mit ihren hohen, zackigen Kanten, die sich düster vom Nachthimmel abhoben, fast bedrohlich. Mich fröstelte, und unwillkürlich erschauerte ich. Wortlos nahm mein Begleiter seinen Umhang ab und legte ihn mir über die Schultern.

Eine halb verfallene Treppe führte durch mehrere Torbögen und Gänge zu einem großen Saal. Seine Mauern waren noch fast intakt, nur das Dach fehlte. Am gegenüberliegenden Ende befand sich eine Art Stufe oder Podest, auf dem mehrere Steine zu liegen schienen, fast ganz von Brombeerranken und herabgefallenem Laub bedeckt.
„Dies war einst der Thronsaal."
Ich zuckte zusammen, war ich doch so in den Anblick der Ruine vertieft gewesen, dass ich meinen Begleiter fast vergessen hatte.
„Hier fanden alle wichtigen Zeremonien statt." Er sah mir tief in die Augen. „Komm."
Ich folgte ihm zu der erhöhten Steinplatte, auf der wohl früher einmal ein Thron gestanden hatte. Er drehte sich um und sah mich wieder an. Im Dunkel des Saales wirkten seine Augen fast schwarz. Geheimnisvoll und unergründlich wie diese Ruine. Unerschließbar wie die Vergangenheit, die einst diesen Thronsaal belebt hatte. Und noch viel faszinierender als diese… Ich konnte meinen Blick nicht abwenden. Ich weiß nicht, wie lange wir so standen, aber mir kam es wie eine Ewigkeit vor – und gleichzeitig nur wie eine einzige Sekunde.

Auf einmal merkte ich, wie er meine linke Hand sachte in seine beiden Hände nahm. Seine Haut fühlte sich warm und samtig an, und der Anblick seiner langen, schlanken Finger, die ich nun zum ersten Mal wahrnahm, ließ meine Knie ebenso weich werden wie ihre Berührung. Plötzlich spürte ich etwas Kaltes an meinem Ringfinger. Dann führte er meine Hand sanft an seine Lippen, wobei sein Blick mich nicht losließ. Etwas zu hastig riss ich meine Hand weg und betrachtete sie. Ich sah einen goldenen Ring in Form einer Lilie, deren Stiel sich um meinen Finger wand und deren Blüte, aus weißem Metall gearbeitet, im fahlen Mondlicht aufblitzte. Er war wunderschön. Fragend sah ich den Fremden an. Er wies mit einer vagen Bewegung nach rechts.
„Durch diesen Torbogen hindurch gelangt man zu einer geheimen Kammer. Zur Königskammer."
„Die Königskammer? Wozu wurde sie genutzt?"
Er lächelte nur und schwieg. Dann ging er einfach hinein.
Ich folgte ihm mit klopfendem Herzen.

Langsam tastete ich mich durch den letzten Torbogen, hob die Augen – und erstarrte. Dies waren keine halbzerfallenen Mauern einer Ruine, von Moos und Farn überwuchert und vom Regen gepeitscht. Es war ein völlig intakter Raum, dessen Dach keinen Himmel durchscheinen ließ und dessen Boden trocken und frei von Laub war. In den Nischen, unter kleinen, hohen Fenstern aus dezent buntem Glas, standen schmiedeeiserne Leuchter mit filigranen floralen Motiven. Bienenwachskerzen flackerten leicht im Luftzug, tauchten den Raum in ein warmgoldenes, unstetes Licht und erfüllten die Luft mit einem Hauch von Honig. Auf dem Boden an der gegenüberliegenden Wand befand sich eine Liege mit Kissen aus schwerem, reich besticktem Stoff, der mich an die Einhorn-Gobelins englischer und französischer Schlösser des 15. Jahrhunderts erinnerte. Zaghaft trat ich einen Schritt nach vorne, und ein schwerer, rotgoldener Vorhang fiel hinter mir über den Türrahmen. Mein Begleiter war plötzlich neben mir, hob mich auf seine Arme und trug mich zu der Liege, wo er mich vorsichtig niederließ. Ich starrte ihn sprachlos an, als er sich langsam zu mir herabbeugte.

Sachte fuhren seine Finger über meine Wange, und meine Augenlider schlossen sich unwillkürlich. Strähnen seiner langen dunklen Haare strichen wie Seide über mein Gesicht, als er sich über mich neigte und mich sanft auf die Stirn küsste. Seine Lippen berührten meine geschlossenen Augen und streiften dann zart meinen Mund. Ich stöhnte leise auf vor Sehnsucht. Es war schon so lange her, seit mich jemand so berührt, so fasziniert hatte, für den ich solche Liebe empfand. Ja, ich konnte es nicht länger leugnen: ich hatte mein Herz verloren – an einen Fremden, dessen Namen ich noch nicht einmal kannte.

Seine Küsse wurden inniger, und seine Hände glitten an meinem Körper entlang. Obwohl ich immer noch völlig bekleidet war, spürte ich sie auf meiner nackten Haut. Sie flossen über meine Glieder wie kostbares Duftöl von Sandelholz und Rose. Aber seine Berührungen beschränkten sich nicht auf meine Hautoberfläche. Seine Hände gingen tiefer, in mich hinein, durch mich hindurch, als wäre ich ein Geist. Wie feurige Wellen liebkosten sie meine Eingeweide, und ich gab mich ganz den Empfindungen hin, ließ mich auf ihren Wogen forttragen. Nun waren sie bis zu meinem Herzen gewandert, hielten inne, hielten es fest.

Leicht erschreckt öffnete ich die Augen. Ich sah, wie eine Hand mein Herz packte und es mit einem Ruck herausriss. Die andere Hand holte scheinbar aus dem Nichts ein anderes, neues Herz und setzte es an die leergewordene Stelle.

Panik ergriff mich. Es war mein Herz, und ich wollte es nicht verlieren! Es sollte nicht einfach so weg sein, es war doch schon so lange bei mir! Es war ein Teil von mir, ohne es war ich unvollständig!

Aber es war zu spät. Im Bruchteil einer Sekunde war es geschehen, und nun war er verschwunden.

„Komm zurück!" schrie ich. „Du hast mich betrogen! Du hast das alles nur getan, damit du mein Herz nehmen konntest!"

Nehmen … und ein neues geben. War es nicht das, worum ich vorhin im Gottesdienst, wenn auch halbherzig, gebetet hatte? Ein Herz aus Stein für ein Herz aus Fleisch.

Ich lag im Dunkeln, im Nichts, und konnte nichts sehen. Aber irgendetwas war anders. Ich fühlte Ihn um mich, in mir. Und ich vertraute Ihm. Ich hatte keine Angst mehr. Irgendwie war alles richtig so.

„Tu mit mir, was Du willst. Ich gebe mich Dir hin. Ich gehöre Dir."

Welkes Laub raschelte im Winterwind, und mich fröstelte. Die Luft roch nach Nacht und Regen.

Er würde wiederkommen. Er war unberechenbar, voller Überraschungen, jeder Vorstellungskraft entzogen; aber Er würde wiederkommen, auf seine eigene Art, die alle Erwartungen sprengte. So wie Er, das wusste ich nun, in dieser Nacht vor über zweitausend Jahren zum ersten Mal gekommen war. Und irgendwie war Er ja auch jetzt bei mir. Und ich wusste, dass Er mich liebte. Niemandem sonst würde Er je auf genau die gleiche Art begegnen.

Langsam öffnete ich die Augen. Mein Kopf war auf das Lenkrad gesunken, und durch das halboffene Autofenster kam leichter Regen hereingeweht und hatte meine Haare schon ganz klamm gemacht. Ich hörte, wie der Lärm eines vorbeifahrenden Wagens an- und wieder abschwoll, aber es klang weit entfernt und schien von irgendwo unter mir zu kommen. Für einen Moment war ich völlig orientierungslos. Dann sah ich durch das rechte Seitenfenster ein paar Mauerreste. Burg Hohenfels. Das letzte, woran ich mich klar erinnern konnte, war, dass ich ihre Silhouette von der Straße aus bewundert hatte. Ich war wohl so in meine tiefschürfenden Gedanken versunken gewesen, dass ich aus Versehen die Abzweigung zur Burg genommen hatte.

Benommen schüttelte ich mich und startete den Anlasser. Die Lichtanzeigen am Armaturenbrett glommen auf. 19 Uhr – ich musste, müde wie ich war, auf dem Parkplatz angehalten haben und eingeschlafen sein. Und was für einen skurrilen Traum ich gehabt hatte! Langsam kamen mir Bruchstücke in Erinnerung. Als ob ich jemals einen Anhalter mitnehmen würde! Und das alles danach … – einfach absurd! Kerzen und Teppiche in der alten Ruine! Ich schmunzelte, aber gleichzeitig drehte ich mich etwas unbehaglich um. Plötzlich wollte ich nach Hause, zu meiner Familie. Für diesen Abend hatte ich genug von Mysterium und Romantik. Ich wollte um den geschmückten Baum sitzen, den Kerzen zuschauen, Bratäpfel auf der Zunge zergehen lassen im Kreis der altvertrauten Gesichter – und ihnen zeigen, dass sie mir wichtig waren. Wer weiß, wie lange dazu noch Zeit blieb.

An der Tür sprang mir meine kleine Schwester entgegen. Impulsiv nahm ich sie in die Arme und hauchte ihr einen Kuss aufs Haar. „Hallo, meine Süße! Frohe Weihnachten!"
„Frohe Weihnachten, Elanor! Hast du mir was mitgebracht?" Ihre Augen wanderten zu der Tasche in meiner Hand, dann griff sie plötzlich an meine Finger. „Oooh, ist das ein schöner Ring! Wo hast du denn den her?"

Weihnachten 2008