Montag, 22.2.10

So müde

unendlich müde.

Die Traurigkeit ertränkt mich

in Tränen, die ich nie weinen kann.

Ein zerbrochenes Märchen

von einem glücklichen Leben.

Ist denn niemand da

der meine Schreie hört,

die ich nie in Laute fassen kann?

Ist denn niemand da

der mich festhalten kann,

wenn ich falle?

Ich wandle in endloser Nacht durch ein Dornenfeld.

Die Dornen reißen mir die Haut auf,

so dass Narben bleiben

die mich für immer entstellen.

Sieht denn keiner,

dass eine Kriegerin Narben haben muss?

Das Leben ist ein Krieg den ich längst verloren habe.

Dennoch lässt jeder der rar gesäten Teilsiege

mich weiter in sinnlose Kämpfe stürzen.

Doch es gibt keine Aussicht auf Frieden.

Aussichtsloser Krieg.

Ich will endlich aufgeben dürfen!

Kann mir denn niemand die Erlaubnis geben?