Lebensbund

Mitten hinein in den Regen meiner Sehnsucht
kommst Du gesprengt wie der Ritter meiner Träume,
gleitest von Deinem wolkenhohen Sattel
und hüllst mich in Worte unendlicher Liebe.
Deine Hand, durchbohrt, ausgestreckt –
schüchtern, kalt, unwürdig meine.
Wie kann ich je begreifen, warum
Dein Herz sich in Liebe nach mir verzehrt, warum
Dein Werben solche Grenzen sprengt, warum
ich leben darf für jenen Tag, den mir
das Sternenmeer Deiner Augen verheißt:
Hand in Hand
führst Du mich zum Altar,
der König das Bettelkind,
der Herr Seine Braut.

Der Weg ist lang –
inmitten meiner Sehnsucht brennt
Dein Kuss auf meiner Stirn,
Dein Blick in meinem Herz:
Stärke. Ich bin Dein und
Du bist mein.
Leben.

März 2002