„Wir können ihm nicht mehr trauen!", kam es sachlich von Blair.

„Was schlagen Sie vor?" Marisa war sich nicht sicher ob sie die Antwort hören wollte. Es gab nur eine Lösung.

„Eliminieren Sie ihn!" Damit wandte sich Blair von der Glasscheibe durch die er aus dem 15. Stock nach unten geblickt hatte ab und Marisa zu.

„Gut, dann werde ich alles veranlassen!" Wie immer, dachte sie insgeheim. Sie war nur dafür da die Probleme anderer zu lösen und deren Drecksarbeit zu erledigen. Ihr war diese Regierung verhasst.

„Ich möchte hier keine Sauerei! Machen Sie es so unauffällig wie möglich! Schließlich wollen wir keine Aufmerksamkeit erregen!"

Stumm nickte Marisa.

„Haben Sie schon einen Plan wie Sie es anstellen wollen?" Blair wollte es also genau wissen.

„Wie immer! Ich schicke einen unserer besten Männer, in diesem Fall eine Frau, um die unangenehme Angelegenheit aus der Welt zu schaffen!"

Misstrauisch beäugte sie Blair und kam einen Schritt auf sie zu.

„Eine Frau? Was, wenn sie versagt? Schließlich gehört er leider immer noch zu den Besten auf seinem Gebiet!"

Der Beste auf seinem Gebiet hieß er war einer der Topmänner gewesen, wenn es um einen Auftragsmord ging. Zu ihrem Leidwesen hatte er sich in letzter Zeit zunehmend als Enttäuschung entpuppt.

„Für sie gilt dasselbe. Sie hat noch nie versagt und ihr Gehorsam uns gegenüber steht außer Zweifel!", versicherte ihm Marisa.

Chris war die geborne Killerin. Sie schien weder Reue, noch Mitgefühl empfinden zu können. Niemals sah man sie in Begleitung eines Mannes. Oft hatte Marisa den Verdacht Chris würde sich für nichts anderes als ihre Arbeit interessieren. Was sie außergewöhnlich erfolgreich machte.

„Dann hoffe ich, dass Sie Recht behalten und er morgen tot ist!"

Mit diesen Worten verließ er rasch das Büro und steuerte auf die Aufzüge zu. Er wurde bereits auf einer Spendengala erwartet. Wie alle Regierungsmitglieder, erteilte auch er nur Aufträge, wollte aber selbst damit nichts zu tun haben.

Eine kurze Nachricht und ein Foto in einem versiegelten Umschlag, war alles was sie erhielt. Es zeigte ihr das Ziel und was sie mit diesem tun sollte. Zwei Worte standen dort zu lesen: Töte ihn! Klar und unmissverständlich. Sie betrachtete den Mann auf dem Foto genauer. Er war ein unscheinbarer Durchschnittstyp, obwohl, gerade diese waren, nach ihrer Erfahrung, oft die gefährlichsten. Erregung machte sich in ihrem Körper breit und brachten ihre Hände leicht zum Zittern. Tief holte sie Luft und überflog, um sich abzulenken rasch den beigefügten Text.

In dem kurzen Text gab es natürlich keinerlei Erklärung dafür, warum er für die nationale Sicherheit zu einem Problem geworden war. Sie erfuhr nur, was sie mit ihm zu tun hatte, mehr interessierte sie auch nicht. Man überließ es vollkommen ihr, wie sie den Auftrag ausführte. Nur das Ergebnis musste am Ende stimmen. Er sollte tot sein und zwar noch bevor der nächste Tag anbrach.

Chris steckte sich eine Waffe ins Strumpfband und eine in ihre Handtasche. Außerdem versteckte sie ein Messer in ihrem Stiefel, sie war gerne gut vorbereitet. Sie warf noch einen letzten Blick auf das Foto, kurz stockte ihr das Herz. Würde sie es tun können? Sie schloss ihre Augen und zwang sich an nichts zu denken. Verbannte jedes Gefühl aus ihrem Kopf und aus ihrem Herzen, dann verließ sie ihre Wohnung. Chris wusste wo sie ihn finden würde.

Eine Bar in der Innenstadt. Als sie diese betrat, entdeckte sie ihn sofort. Er saß auf einem der Barhocker und drehte in seinen Händen ein halbleeres Glas. Rasch warf Chris einen Blick in die Runde. Außer ihm befanden sich noch vier andere Männer ebenfalls auf Barhockern und zwei Pärchen, die sich diskret auf kaum beleuchteten Tischen zurückgezogen hatten, im Raum. Aber für die interessierte sie sich nicht.

Zielstrebig ging sie auf die Bar zu. Sie ließ zwei Hocker zwischen ihm und ihr aus und nahm dann auf einem Platz. Auf ein Zeichen von ihr eilte der Barkeeper herbei und erhielt kurz darauf ein Glas trockenen, weißen Wein. Es dauerte nicht lange, da hatte sie der erste Mann der Bar für sich als mögliches, potentielles Opfer entdeckt. Mit unmissverständlicher Klarheit drückte er sich auf den Barhocker neben sie und rückte sogleich etwas näher heran.

„So alleine, Schätzchen!", nuschelte er ihr leicht angeheitert ins Ohr.

Sie konnte sehen wie die Mundwinkel des Manns, der ihr eigentliches Ziel war, leicht zu zucken begann. Er machte sich lustig über sie, oder über die Situation in die sie wie er bestimmt dachte, aus eigenem Verschulden gebracht hatte. Hart packte sie dem Fremden zwischen die Beine und drückte zu.

„Mach einen Abgang!", zischte sie ihm scharf zu und nachdem dieser zustimmend genickt hatte, ließ sie ihn wieder los. Ohne sich noch einmal umzusehen, verschwand er leicht humpelnd aus der Bar.

„Auf die Emanzipation!", prostete ihr der Mann neben ihr zu und nahm einen großen Schluck aus seinem Glas.

Chris hob auch ihr Glas, nickt ihm zu und trank. Das ging alles viel leichter als gedacht. Der Mann neben ihr erhob sich und setzte sich auf den freien Barhocker an ihre Seite. Ihr Opfer machte es ihr aber auch zu leicht. Scheinbar wollte er noch heute von ihr getötet werden, oder er dachte wie immer an etwas anderes.

„Was bringt eine Frau wie sie, in eine Bar wie diese?"

Chris musterte ihn aus halbgeschlossenen Augen. Versuchte er mit ihr zu flirten?

„Ich wüsste nicht was Sie das anginge!", erwiderte sie trocken. Erneut nippte sie an ihrem Wein. Sie hatte keine Lust auf irgendwelche Spielchen. Für sie war damit die Unterhaltung beendet. Für ihn noch nicht.

„Scheinbar warten Sie auf jemanden. Ihren Liebhaber? Freund? Feind? Wer schafft es Sie hier her zu locken?"

Provozierend strich er mit seinem Zeigefinger über ihre Hand. Unwirsch zog sie sie weg.

„Ich mag es nicht, wenn man mich anfasst!", wies sie ihn scharf zurecht.

Überrascht hob er seine Augenbrauen. Aus der Nähe betrachtet, sah er , zu ihrem Leidwesen, überwältigend aus. Er hatte braune, warme Augen und entweder hatte er vor sich einen Bart stehen zu lassen, oder ihm fehlte die Zeit sich zu rasieren. Immer wieder fielen ihm seine zulangen Haare ins Gesicht und verdeckten seine Augen. Wie gerne hätte sie jetzt ihre Hand ausgestreckt und es ihm zurückgestrichen.

Am Foto wirkte es braun, doch jetzt konnte sie darin einige silberne Strähnen entdecken. Er trug ein rot kariertes Hemd und einfach Jeans.

„Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass es Sie stört berührt zu werden!", sagte er.

Das Wort berührt zog er dabei bewusst in die Länge. Chris Mund verzog sich verächtlich. So leicht würde sie sich nicht von ihm aus der Ruhe bringen lassen.

„Ich strebe keine Unterhaltung mit Ihnen an und möchte auch nicht länger von Ihnen belästigt werden!", sagte sie kühl. Eine Unterhaltung würde die Situation nicht besser machen. Im Gegenteil, alles würde noch viel schlimmer werden.

„Auch das fällt mir schwer zu glauben!" Er leerte sein Glas und stellte es auf den Tresen.

„Wie auch immer, es hat Spaß gemacht sich mit Ihnen zu unterhalten."

Gemächlich rutschte er vom Barhocker, zog eine Münze aus seiner Tasche und warf sie auf den Tresen neben sein Glas. Ohne sie noch einmal anzublicken verließ er die Bar. Chris gab ihm ein paar Minuten Vorsprung, dann folgte sie ihm. Weit kam sie nicht.

Grob wurde sie am Arm gepackt und in eine dunkle Gasse gezehrt. Hart stieß sie jemand gegen die Wand, zugleich presste man ihr einen Unterarm gegen die Kehle.

„Was willst du hier?" Sein Atem roch nach dem Whiskey, den er in der Bar getrunken hatte.

„Ich habe einen Auftrag!", brachte sie gepresst über die Lippen. Fest blickte sie ihn an. In ihren Augen spiegelte sich keine Furcht.

Nicholas mochte ihre Augen. Manchmal schimmerten sie mehr blau, manchmal mehr grün, aber die meiste Zeit wirkten sie grau. So wie jetzt. Da konnte er sich sicher sein, dass schon bald ein Sturm folgen würde.

Sie besaß ein unberechenbares Temperament, welches er bei schon bei unzähligen Augenblicken zu schätzen wusste. Sie trug, passend zu ihrem blonden Pagenkopf, wie immer schwarz. Bestimmt würde er, wenn er sie durchsuchen würde, jede Menge Waffen finden.

„Bin ich dein Auftrag?" Die Frage war rein rhetorisch. Er ahnte die Antwort bereits. Sie nickte nur.

„Wirst du mich töten?"

Bei dieser Frage rückte er dicht an sie heran. Presste sich mit seinem ganzen Körper an sie, sodass nicht einmal ein Blatt Papier zwischen ihnen Platz gefunden hätte.

„Vielleicht tue ich das noch!", zischte sie ihm wutentbrannt zu, rührte sich aber noch immer nicht, sondern blieb nach wie vor ruhig stehen. Dabei wäre es für sie ein Leichtes sich zu befreien. Nicholas neigte den Kopf und strich mit den Lippen sachte über ihren Hals.

„Warum solltest du das tun, wenn es doch soviel Besseres gibt, was wir miteinander anstellen könnten?", fragte er süffisant.

„Und wer sagt dir, dass ich das möchte?"

Nicholas rückte mit seinem Gesicht dicht an ihres, sodass sich ihrer beiden Nasen berührten.

„Ich!"

Er sah wie sie tief Luft holte und bevor sie noch etwas erwidern konnte, verschloss er ihren Mund mit dem seinigen. Nicholas verringerte den Druck um ihren Hals und schlang seinen anderen Arm um ihre Hüften.

„Ich habe dich vermisst!", sagte er zu ihr und schmiegte sein Gesicht in ihr Haar.

Sie zu schmecken und zu riechen war das Beste was er sich auf der Welt vorstellen konnte. Nur leider war sie diesmal nicht gekommen um ihn zu küssen, sondern zu töten. Bisher hatte sie alle Aufträge, die man ihr erteilt hatte, bis zum Ende ausgeführt.

Chris schluckte schwer. Wer hatte gesagt, dass es einfach werden würde? Niemand! Keiner wusste von ihrer Beziehung. Sie waren immer vorsichtig gewesen und sie beide hatten immer gewusst, dass einmal dieser Tag kommen konnte. Jeder von ihnen hatte schon andere Agent, die als Bedrohung eingestuft worden waren, getötet.

Es war ein purer Zufall gewesen, dass sie einander kennen gelernt hatten. Aber dem nicht genug, sie mussten auch noch eine Affäre miteinander haben und daraus wurde mehr. Jedenfalls für sie. Chris spürte wie er sich von ihr zu lösen begann. Dabei wollte sie das dieser Kuss niemals enden sollte. Er niemals seine Arme je wieder von ihr nahm, sondern sie für immer festhielt.

Nicholas wich ein Stück vor ihr zurück. Er wollte ihr Raum geben um sich zu entscheiden. Sie hatte noch all ihre Waffen, also ging er bewusst das Risiko ein, dass sie ihn verletzen könnte. Oder schlimmer. Chris hob ihre Hand und legte sie auf sein Gesicht.

„Was hast du getan?", fragte sie leise. Er wich noch weiter von ihr zurück.

„Ist das nicht unwichtig?" Chris schloss kurz die Augen.

War es das? Unwichtig? Sie war sich nicht sicher. Immerhin konnte es sein, dass er ein Verräter war. Vielleicht hatte er sogar den Tod verdient? Es lag nicht an ihr an der Entscheidung ihrer Vorgesetzten zu zweifeln. Sie hatte nur ihre Befehle auszuführen und ihr Befehl lautete ihn zu töten.

„Was sollte mich aufhalten?" Leicht wankte ihre Stimme bei dieser Frage.

„Ja, was?", fragte er, statt einer Antwort, zurück. Er würde es ihr nicht leicht machen. Entweder sie vertraute ihm, oder sie musste ihn töten.

Nicholas las die Zweifel in ihren Augen. Ihre Gefühle für ihn waren scheinbar noch immer stark, denn sonst wäre er längst tot. Er trug keine Waffe bei sich. Eigentlich hatte er heute Abend nur vorgehabt sich sinnlos zu betrinken.

Ja, er hatte einen Fehler gemacht. Seinen letzten Auftrag in den Sand gesetzt. Er hatte versagt. Vielleicht war das der Grund warum ihnen keine Beziehung gestattet wurde. Nicholas wusste, dass er sich durch Chris verändert hatte. Früher hätte er niemals gezögert, aber diesmal hatte er es getan. Sein Auftrag war klar gewesen. Drei Menschen sollten das Zeitliche segnen. Ohne großes Aufsehen.

Eine Familie – ein Mann, eine Frau und ihr kleines Mädchen – Was konnten diese drei schon groß verbrochen haben? Als er ihre verängstigen Mienen sah, da konnte er es nicht tun. Die Kleine mit ihren riesigen blauen Augen … er war doch kein Monster. Noch nicht. Aber das konnte er Chris nicht sagen.

Sie würde es nicht verstehen. Vielleicht eines Tages, nur jetzt noch nicht. Er schloss die Augen und sah sich und sie gemeinsam weit weg von hier. Ihre Hand lag in seiner und sie konnten, ohne vorsichtig sein zu müssen, offen über einen Platz gehen. Hastig löste er sich von diesem Bild. Niemals würde sie einwilligen alles hinter sich zu lassen. Chris griff nach ihrer Waffe und zog sie. Sie hielt den Lauf auf den Boden gerichtet. Ihre Finger zuckten unruhig am Griff.

„Geh!", brachte sie leise über die Lippen und wartete mit gesenktem Blick.

Sie wollte ihn laufen lassen. Unbewegt blieb er stehen und rührte sich nicht von der Stelle. Chris hob die Waffe und zielte auf seine Brust. Wenn sie abdrückte, würde der Schuss mitten durch sein Herz gehen und er wäre auf der Stelle tot. Nicholas hob seinen Kopf und trat einen Schritt auf sie zu.

Würde sich nicht bereits die Wand in ihrem Rücken befinden, dann wäre sie zurückgewichen. Dabei hatte sie die Waffe in der Hand, während er scheinbar unbewaffnet war. Sie kämpfte mit sich und versuchte verzweifelt ihrer Stimme einen festen Klang zu geben. Warum, von all den Menschen auf der Welt, musste ausgerechnet er es sein?

Als sie sein Bild sah, dachte sie es würde einfach werden. Ein Schuss und er wäre tot. Ohne Bedauern und ohne zurückzublicken wäre sie weggegangen und hätte ihn zurückgelassen. Der Lauf ihrer Waffe drückte gegen seine Brust. Er ließ ihr keinen Ausweg.

„Tu es!", forderte er sie auf.

Chris musste die Waffe mit beiden Händen umklammern um sie ruhig halten zu können. Ihre Hände zitterten nie. Nur heute taten sie es. Nicholas legte seine Hand auf ihre. Nicht um ihr die Waffe abzunehmen, wenn er das vorgehabt hätte, dann wäre sie jetzt in seinen Händen, sondern um sie dazu aufzufordern es zu Ende zu bringen.

Leicht schüttelte sie ihren Kopf. Sie konnte nicht. Ihn zu töten, wäre als würde sie sich selbst töten. Ihre Hände lockerten sich um den Griff der Waffe.

„Wenn du es nicht tust, werden sie dich jagen!", gab er ihr zu bedenken.

Chris war sich dieses Risikos bewusst und gewillt es einzugehen. Sie konnte sich noch genau an den Tag erinnern, an dem ihr bewusst wurde, dass sie ihn liebte. Verdammt! Unbewusst legte sie ihm die Waffe in seine Hand. Wenn sie es schon nicht schaffte ihren Auftrag auszuführen, dann sollte er es zu Ende bringen.

Nicholas nahm die Waffe an sich und ließ sie schnell in der Tasche seiner Jacke verschwinden. Dann packte er sie grob am Arm und zog sie mit sich.

„Wir sind schon zu lange hier!", sagte er schlicht.

„Wo bringst du mich hin?" Sie konnten nirgends gemeinsam hin. Nicht in dieser Welt.

„Wir gehen zu mir in meine Wohnung!", meinte er schlicht.

Hart stemmte Chris ihre Fersen in den Boden und riss sich los von ihm. Hatte er vollkommen den Verstand verloren? Sie hätte ihn zum Teufel jagen sollen, als sie noch die Chance dazu gehabt hatte.

Vermutlich dachte sie, er wäre verrückt geworden, aber nie fühlte er sich klarer.

„Lass es uns versuchen!", schlug er ihr achselzuckend vor und streckte ihr seine Hand entgegen. Nach längerem Zögern, er befürchtete schon sie würde sich anders entscheiden, griff sie danach.

„Sie werden uns den Rest unseres Lebens jagen, das ist dir schon klar?", sagte sie trocken, blieb aber dicht an seiner Seite. Er hob ihre Hand an seine Lippen und drückte ihr einen Kuss darauf.

„Wir beide würden uns sonst nur langweilen!" Sein Humor hatte wieder die Oberhand gewonnen. Misstrauisch beäugte sie ihn.

In den wenigen Stunden, die sie sich bisher gestohlen hatten, war ihnen eines nie gewesen – langweilig. Stunden ausgefüllt mit anregenden Gesprächen, gutem Essen und fabelhaften Sex. Nein, langweilig war es nie, wenn sie zusammen waren. Erneut blieb sie stehen und zwang so auch ihn stehen zu bleiben.

„Ich liebe dich!", sagte sie schlicht, sobald er sich ihr zu wandte und sie anblickte, um festzustellen, warum sie angehalten hatte. Tief stieß er die Luft aus seinen Lungen.

„Ich weiß!", erwiderte er und ging mit ihr an seiner Seite weiter.

Um seine Lippen lag ein glückliches Lächeln. Sie würden es schaffen – Gemeinsam, wenn es sein musste, gegen den Rest der Welt, oder besser gesagt gegen ihre Arbeitgeber, die so mächtig waren, wie der Rest der Welt.

„Sie hat versagt! Er lebt immer noch und sie ist bei ihm!", stieß Blair wie von Sinnen aus und drückte ab.

Überraschung sprach aus Marisas Augen. Niemals hätte sie gedacht, das Chris sie enttäuschen könnte. Sie hätte auch niemals gedacht so sterben zu können. Für alles gab es scheinbar ein erstes Mal.