"Sang und Klang für's Kinderherz" und Topfschlagen

In den letzten Tagen geschrieben

Vor kurzem rief mich meine ältereTochter an, die ja in den USA lebt. Ihr Sohn Reno (10 Jahre jung) fängt jetzt mit Klavierspielen an. Meine Tochter hat darauf das deutsche Kinderlieder-Buch "Sang und Klang für's Kinderherz" herausgeholt, das ich ihr vor vielen Jahren geschenkt hatte. Es stammt von meiner Grossmutter, die es mir ihrerseits schenkte, als ich acht Jahre alt war und mit meinen Eltern und Geschwistern aus Japan zurückkam. Der Buchdeckel ist mit dem nach unten geöffneten Buch illustriert, aus dem all die Liedergestalten herauslaufen. Und zwei Kinder sehen ihnen dabei zu. Es ist vor etwa 100 Jahren zum ersten Mal verlegt worden und wurde zu einem Riesenerfolg, der ja heute noch andauert. Jetzt ist auch Reno entzückt darüber. Weil er aber gerade erst mit Klavierspielen anfängt, übernimmt das eine Freundin meiner Tochter, die nun selbst zu einem Fan dieses Kinderlieder-Buches geworden ist, während meine Tochter und der junge Reno dazu singen. Ach, wie gern würde ich dabei sein! Bei dieser Gelegenheit merkte nun aber meine Tochter, dass ich ihnen früher "bei weitem" nicht alle Lieder vorgespielt und vorgesungen hätte (so was aber auch!), sie erinnerte sich jedoch noch total an alle wunderbaren Bilder von Paul Hey, die sie und ihre jüngere Schwester sich so oft fasziniert angesehen haben. Dieser neue Erfolg von "Sang und Klang..." hat mich so berührt, dass ich das Liederbuch bei einem Versandhaus bestellt habe, um es meinen französischen Enkeln Arthur und Cyril zu schenken. Bin gespannt, wie sie es finden werden. Seit ich es erhalten habe, kann ich es allerdings nicht mehr aus der Hand legen. Also, falls Arthur und Cyril nicht ebenfalls total begeistert sein sollten, behalte ich es selbst!

Eine geniale Erfindung ist auch das Topfschlagen. Ich kenne es natürlich aus meiner eigenen Kindheit, und später in Frankreich habe ich auch meinen Töchtern dieses Vergnügen nicht vorenthalten. Die kleinen französischen Geburtstagsgäste waren ebenfalls derart begeistert, dass es sich auch bei ihnen einbürgerte. Inzwischen sind auch meine Enkel - und ihre Freunde - angesteckt. Topfschlagen gibt's bei ihnen längst nicht nur an Geburtstagen, sondern auch, wenn die Kinder Bewegung brauchen. Sobald meine Töchter es ankündigen, ertönt ein Jubelruf, und meine Enkel lassen auf der Stelle und ohne jedes Bedauern ihre elektronischen Spiele fallen, was ja viel heissen will!

ENDE