Disneyland und die Pracht von Paris,

ein Ausflug, der mich ungemein beeindruckt hat...

Die letzte Woche war für mich recht anstrengend, aber auch sehr interessant. Ich bin zu meiner Tochter Vanessa gezogen, es ist meine zweite Zwischenstation, bis endlich meine neue Wohnung bezugsbereit sein wird. Jetzt lebe ich in der sehr bequemen Souterrain-Wohnung ihres Hauses, in die allerdings nicht sehr viel Tageslicht hineinkommt, aber ich kann zu ihnen nach oben oder in den Garten gehen, ohne dass eine eifersüchtige Nicole mir auflauert!

Das Wochenende haben wir bei wunderschönem Wetter mit den drei höchst begeisterten Jungs Arthur, Cyril und Reno in Disneyland (etwa 40 km nördlich von Paris gelegen) verbracht. Disneyland ist ein riesiges Unternehmen mit einem immensen Hotel; einer Unzahl von Restaurants, Andenkengeschäften, einem Vergnügungspark und superlangen Disneyland-Bussen, die einen überall herumkutschieren. Was wir Erwachsenen allerdings schliesslich als recht seltsam und aufgesetzt empfanden, war die übertrieben gute Laune der Angestellten, vor allem in den Geschäften, und auch die immer fröhliche - und vor allem sehr laute - Musik ging uns schliesslich ziemlich auf die Nerven. Nun, danach sind wir mit dem RER (regionalen Express-Zug) nach Paris gefahren und haben dort eine Rundfahrt in einem Besichtigungsbus (Hop-on/Hop-off-Sightseeing) gemacht. Zum Glück fanden wir genug Plätze in der oberen, offenen Etage, von wo aus wir eine wunderbare Sicht nach allen Seiten hatten. Also, ich hab ja 1966 ein Jahr in Paris gelebt, das war aber noch das Nachkriegs-Paris. Alles war grau, und trotzdem war ich ungemein beeindruckt. Das heutige Paris ist eine Pracht! Die beeindruckenden Monumente, die goldenen Kuppeln, die sprudelnden Fontänen, die Brücken der Seine, die Grünanlagen... Und überall die enormen Mengen von Touristen aus der ganzen Welt. Die Erklärungen im Besichtigungsbus waren übrigens sehr gut durchdacht. Um die ausländischen Touristen, darunter auch viele Deutsche, nicht vor den Kopf zu stossen, wurden zum Beipiel nie die Worte "Feind", "(glorreiche) Eroberung", "Sieg" oder "Niederlage" angewendet, wenn es um die zahlreichen Kriege der Vergangenheit ging.

Fortsetzung folgt...