Bald hab ich wieder ein eigenes Zuhause!

es wird doch alles gutgehen?

gestern bin ich, wie immer wenn ich meine Enkel Arthur und Cyril von der Schule abhole, im Auto am Wohnkomplex vorbeigekommen, in dem sich meine zukünftige Wohnung befindet. Jedesmal werfe ich neugierig und erwartungsvoll einen kurzen Blick hinüber (nicht zu lange, schliesslich muss man auf den Verkehr achten) und konnte wieder einmal feststellen, dass dort nach dem Ferienmonat August alles gut voranzukommen scheint. Mehrere Lieferwagen und sogar grosse Lastwagen parken auf dem Gelände, Arbeiter betätigen sich. Wunderbar! Einfach wunderbar, bald wieder ein eigenes Zuhause zu haben!

Bei meiner Tochter und meinem Schwiegersohn angekommen, widmeten Arthur und Cyril sich wieder mit Begeisterung ihren elektronischen Spielen - und ich sah mir ebenso begeistert zum mindestens hundertsten Mal den Einrichtungsplan meiner zukünftigen Wohnung an. Ich öffnete in Gedanken die Tür, spazierte an der kleinen Küche vorbei in den Wohnraum, legte mich mit einem Buch auf's Sofa, stand wieder auf, besah mir das eine, dann das andere Schlafzimmer, das mir als Büro, aber auch als Gästezimmer dienen soll (meine Schwester hat ihren Besuch für das nächste Frühjahr schon angekündigt), ging schliesslich - nach einem kurzen Blick in's Badezimmer - wieder in den Wohnraum zurück. Dann setzte ich mich an den Tisch (diesmal den wirklichen) und griff nach meinem Notizblock, um noch einige Dinge, die ich brauchen würde, zu meiner schon recht langen Liste hinzuzufügen.

Dann kam meine Tochter Vanessa von ihrer Arbeit nach Hause. Sie gab mir einen Kuss, un bisou, sah nach Arthur und Cyril, die schleunigst ihre Videospiele versteckten und sich an ihre Schularbeiten machten und lud mich zum Aperitif auf die Terrasse ein. Dort, mit einer herrlichen Sicht auf die Natur, erzählten wir uns unseren Tag. Sehr viel Zeit hatte sie allerdings nicht, schon hörten wir den Wagen ihres Mannes vorfahren, das Abendessen musste vorbereitet werden, aber es war ein schöner Moment, an den ich noch gern dachte, als ich mich in der Souterrainwohnung um mein eigenes Abendessen kümmerte.

Fortsetzung folgt